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Symbolischer Interaktionismus (G. H. Mead): ein kurzer Überblick

Title: Symbolischer Interaktionismus (G. H. Mead): ein kurzer Überblick

Presentation (Elaboration) , 2005 , 12 Pages , Grade: Leistungsschein

Autor:in: Antje Ruthert (Author)

Pedagogy - Theory of Science, Anthropology
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Summary Excerpt Details

Ich möchte mit dieser Ausarbeitung die Theorie- und Forschungstradition des „Symbolischen Interaktionismus“ skizzieren, welche bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts entstanden ist und bis heute noch interdisziplinär großen Zuspruch erhält.
Ich beabsichtige das Wechselverhältnis zwischen Individuum und Gesellschaft aufzuzeigen, welches im Prozess der Interaktion mit anderen hergestellt wird und sich immer wieder verändern kann bzw. verändert.
Zunächst werde ich auf die Biographie George Herbert Meads eingehen, der als Begründer dieser Theorie bekannt ist. Des Weiteren werde ich den Hintergrund des Pragmatismus und des Behaviorismus beleuchten, da sich Mead an beiden Theorierichtungen orientierte und sie in einem gewissen Maße weiterführte.
Danach komme ich zum Kern dieser Arbeit, die Aneignung einer Identität im Laufe des Sozialisationsprozesses und der daraus resultierenden Wechselwirkung mit der sozialen Umwelt. Meads Theorie basiert auf dem Symbolsystem Sprache. Durch Interaktion bzw. Kommunikation mit anderen konstruiert sich das Individuum seine Lebenswelt und verfügt in interagierenden Prozessen über diese. Das heißt, soziales Handeln erfolgt im Wesentlichen durch Symbolsysteme. Ich möchte daher den Weg von Zeichen und Symbolen hin zu einer eigenständigen Persönlichkeit umreißen, welche sich seine soziale Welt durch Interaktion über ein gemeinsames Symbolsystem aneignet.
Zum Abschluss dieser Arbeit möchte ich zusammenfassend mein persönliches Fazit einbringen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Symbolischer Interaktionismus

2.1 Biographie George Herbert Mead

2.2 Pragmatismus, Behaviorismus und Chicago Philosophy Club als Hintergrundphilosophie

2.3 Symbolische Interaktion - Von Zeichen und Gesten zur individuellen Persönlichkeit

3 Fazit

Zielsetzung und Themen

Das Hauptziel dieser Arbeit besteht darin, das Wechselverhältnis zwischen Individuum und Gesellschaft innerhalb der Theorie des Symbolischen Interaktionismus nach G. H. Mead aufzuzeigen. Die zentrale Forschungsfrage fokussiert dabei den Sozialisationsprozess, durch den ein Individuum mittels Kommunikation und der Aneignung von Symbolsystemen seine eigene Identität konstruiert und in die soziale Welt integriert.

  • Grundlagen des Symbolischen Interaktionismus
  • Biographische Einordnung von G. H. Mead
  • Einfluss von Pragmatismus und Behaviorismus
  • Prozesse der Identitätsbildung durch Rollenübernahme (play und game)
  • Die soziale Funktion von Sprache und Zeichen

Auszug aus dem Buch

2.3 Symbolische Interaktion – Von Zeichen und Gesten zur individuellen Persönlichkeit

Zu den zentralen Grundsätzen des Symbolischen Interaktionismus gehören die Annahmen, dass Menschen auf der Grundlage der Bedeutungen handeln, welche die Dinge für sie haben, dass Bedeutungen sich aus dem Prozess interagierender Individuen ergeben und dass Bedeutungen in interpretativen Prozessen auch verändert werden können. Außerdem wird angenommen, dass Individuum und Gesellschaft in einem wechselseitigen Prozess zueinander stehen. Persönlichkeit kann sich nur in einem sozialen Zusammenhang entwickeln und Gesellschaft ist nur über die Vorstellungen und Wahrnehmungen, welche sich Personen voneinander machen, zugänglich. Diese Wechselwirkung wird durch symbolische Interaktion hergestellt; durch Kommunikation von Gesten und (sprachlichen) Symbolen.

Mead differenziert dabei zwischen Zeichen, Gesten und Symbolen; die einfachsten Zeichen sind hier die Sinnesreize, welche instinktive Reaktionen bei Mensch und Tier gleichermaßen auslösen. Wenn man die Kommunikation zwischen Menschen oder Tieren genauer betrachtet, wird ersichtlich, dass Zeichen, welche durch Verhalten artikuliert werden, eine wesentliche Rolle einnehmen. Mead bezeichnet diese Zeichen als „Gesten“ („gesture“). Jene sind charakteristische Reize, die auf ein weiteres Individuum innerhalb einer gesellschaftlichen Handlung einwirken. Somit wird durch diese Gesten ein bestimmter Sinn („meaning“) deutlich bzw. der Sinn stellt eine Verbindung zwischen Gesten und Handlungen dar.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung skizziert die Theorie des Symbolischen Interaktionismus und legt den Fokus auf die Identitätsbildung im Sozialisationsprozess durch Sprache und Interaktion.

2 Symbolischer Interaktionismus: Dieses Kapitel erläutert den wissenschaftstheoretischen Hintergrund (Pragmatismus und Behaviorismus), die Biographie Meads sowie die zentralen Konzepte wie Zeichen, Gesten und die Identitätsentwicklung durch Rollenübernahme.

3 Fazit: Das Fazit fasst zusammen, wie der Mensch erst durch soziale Prozesse und die Internalisierung gesellschaftlicher Werte zu einem handlungsfähigen und kooperativen Mitglied der Gesellschaft wird.

Schlüsselwörter

Symbolischer Interaktionismus, George Herbert Mead, Sozialisation, Identität, Interaktion, Pragmatismus, Behaviorismus, Rolle, Rollenübernahme, Sprache, Symbol, Gesten, Selbst, Geist, Sozialpsychologie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Theorie des Symbolischen Interaktionismus nach George Herbert Mead und untersucht, wie Individuen durch soziale Interaktion und Kommunikation ihre Identität aufbauen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Zentrum stehen die Konzepte der sozialen Identitätsbildung, die Rolle der Sprache, das Verständnis von Gesten und die Bedeutung des sozialen Kontextes für das menschliche Handeln.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, den Prozess der Identitätsaneignung und die wechselseitige Beziehung zwischen dem Individuum und der Gesellschaft auf Basis von Meads Theorie zu erläutern.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Ausarbeitung, die sich auf die Analyse und Zusammenführung soziologischer und sozialpsychologischer Fachliteratur stützt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil widmet sich der Biographie Meads, der philosophischen Einbettung in Pragmatismus und Behaviorismus sowie den Mechanismen der symbolischen Kommunikation und Rollenübernahme.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Symbolischer Interaktionismus, Sozialisation, Rollenübernahme, Identität, Kommunikation sowie die Unterscheidung von I und Me.

Welche Rolle spielen „play“ und „game“ bei Mead?

Diese Begriffe beschreiben zwei soziale Entwicklungsphasen des Kindes: Während das „play“ (Spiel) eine erste Rollenübernahme ohne starre Regeln ermöglicht, erfordert das „game“ (geregeltes Spiel) die Integration des „generalisierten Anderen“.

Wie definiert Mead das „Selbst“?

Das Selbst besteht nach Mead aus der Differenz zwischen dem „I“ (die psychische, impulsive Komponente) und dem „me“ (die soziale, normative Komponente), deren Synthese die menschliche Identität bildet.

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Details

Title
Symbolischer Interaktionismus (G. H. Mead): ein kurzer Überblick
College
University of Hannover
Grade
Leistungsschein
Author
Antje Ruthert (Author)
Publication Year
2005
Pages
12
Catalog Number
V40650
ISBN (eBook)
9783638391191
ISBN (Book)
9783638933322
Language
German
Tags
Symbolischer Interaktionismus Mead)
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Antje Ruthert (Author), 2005, Symbolischer Interaktionismus (G. H. Mead): ein kurzer Überblick, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/40650
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