Einleitung
Im Mittelpunkt der vorliegenden Arbeit steht die Frage, ob Dienstleistungen als Produkte bezeichnet werden können oder ob streng zwischen den beiden Begriffen zu unterscheiden ist.
Die Relevanz dieser Frage - Trennung oder Verschmelzung der Begriffe - ergibt sich aus dem Wandel der in allen Bereichen des täglichen Lebens festzustellen ist, sei es gesellschaftlich, politisch oder wirtschaftlich.
Insbesondere die starke technologische Neu- und Weiterentwicklungen in den letzten Jahren haben teilweise radikale Veränderung in nahezu allen Bereichen des wirtschaftlichen Lebens bewirkt. Beispielhaft hierfür sind technische Neuentwicklungen im Daten- und Telekommunikationsbereich (z.B. das Internet) zu nennen. Durch diese Entwicklung wurde der sich derzeit vollziehende Wandel von der Industrie- zur Dienstleistungsgesellschaft bzw. Informations-/ Wissensgesellschaft eingeleitet.
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Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Problemstellung
3. Begriffliche Grundlagen und Definitionen
3.1.Service und Kundendienst
3.2.Dienstleistung
3.3.Produkt
3.4.Gegenüberstellung der Eigenschaften von Dienstleistungen und Produkten
4. Die Dienstleistungsgesellschaft
5. Fazit Teil I
6. Kundenbedürfnisse und Kundenorientierung
7. Anforderungen an moderne Dienstleistungen und praktische Umsetzung
7.1.Produktentwicklung
7.2.Organisation
7.3.Vertriebsstruktur
7.4.Marketingstrategie
7.5.Mitarbeiter / Human Ressources
7.6.Qualitätsmanagement
7.7.Trends
7.7.1. Globalisierung
7.7.2. Vernetzung
8. Fazit Teil II
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Frage, ob Dienstleistungen als Produkte klassifiziert werden können oder ob eine strikte Trennung der Begriffe erforderlich ist, insbesondere vor dem Hintergrund des gesellschaftlichen Wandels hin zur Dienstleistungsgesellschaft.
- Analyse theoretischer Definitionsansätze für Dienstleistungen und Produkte
- Gegenüberstellung der Eigenschaften von Waren und Dienstleistungen
- Untersuchung veränderter Kundenbedürfnisse und der Bedeutung von Kundenorientierung
- Ableitung unternehmerischer Anforderungen an moderne Dienstleistungen in verschiedenen Unternehmensbereichen
- Diskussion aktueller Trends wie Globalisierung und Vernetzung in der Dienstleistungsbranche
Auszug aus dem Buch
3.2 Dienstleistung
Die definitorische Abgrenzung des Dienstleistungsbegriffes kann entsprechend der Literatur auf drei verschiedenen Ansätzen basieren:
a) enumerativer Definitionsansatz (Aufzählung : Banken, Versicherungen,...)
b) Negativdefinition: Diesem Ansatz liegt das drei Sektormodel der Volkswirtschaft zu Grunde. Nach diesem lässt sich die Volkswirtschaft eines Landes in drei Sektoren einteilen: den Agrarsektor, den Industriesektor und den Dienstleistungssektor. Alles was nicht zum Primär- und Sekundärsektor gehört, ist nach diesem Ansatz eine Dienstleistung. Der Anteil der einzelnen Sektoren am Bruttoinlandsprodukt bestimmt den Entwicklungstand einer Volkswirtschaft (Agrar- Industrie- oder Dienstleistungsgesellschaft).
c) Herausarbeitung konstitutiver Merkmale. Dieser Arbeit konzentriert sich die Herausarbeitung konstitutiver Merkmale, da sowohl der enumerative Ansatz als auch der Negativdefinitionsansatz erhebliche Probleme in der Abgrenzbarkeit beinhalten (innerbetriebliche Dienstleistungen in den einzelnen Sektoren).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Arbeit hinterfragt die klassische Trennung zwischen Produkten und Dienstleistungen im Kontext des Wandels zur Wissensgesellschaft.
2. Problemstellung: Es werden die theoretischen Grundlagen zur Begriffsabgrenzung beleuchtet, basierend auf der Beziehung zwischen Anbietern und Nachfragern.
3. Begriffliche Grundlagen und Definitionen: Das Kapitel differenziert zwischen Dienstleistungen und Produkten und analysiert verschiedene wissenschaftliche Definitionsansätze.
4. Die Dienstleistungsgesellschaft: Es wird die zunehmende Bedeutung des tertiären Sektors im wirtschaftlichen Leben und die Verzahnung der Wirtschaftssektoren erläutert.
5. Fazit Teil I: Es wird festgestellt, dass die klassische Trennung der Begriffe angesichts der heutigen Marktdynamik nicht mehr zeitgemäß ist und der Kundenfokus entscheidend wird.
6. Kundenbedürfnisse und Kundenorientierung: Der Fokus liegt auf der steigenden Relevanz von Kundenorientierung und der Notwendigkeit individueller Problemlösungen.
7. Anforderungen an moderne Dienstleistungen und praktische Umsetzung: Hier werden strategische Bereiche wie Produktentwicklung, Vertrieb, Marketing und Personalmanagement in Bezug auf Dienstleistungen analysiert.
8. Fazit Teil II: Die Arbeit schließt mit der Erkenntnis, dass langfristiger Unternehmenserfolg die Anpassung der Organisation und Strategie an sich ändernde Kundenbedürfnisse erfordert.
Schlüsselwörter
Dienstleistung, Produkt, Kundenorientierung, Dienstleistungsgesellschaft, Marketingstrategie, Qualitätsmanagement, Produktentwicklung, CRM, Globalisierung, Vernetzung, Tertiärsektor, Wettbewerbsvorteil, Kundenbedürfnisse.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundlegend?
Die Arbeit untersucht, ob Dienstleistungen als Produkte definiert werden können oder ob eine strikte begriffliche Trennung sinnvoll ist.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Arbeit behandelt Begriffsdefinitionen, die Anforderungen an Dienstleistungsunternehmen sowie strategische Anpassungen in Marketing, Vertrieb und Organisation.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist die Erarbeitung einer zeitgemäßen Sichtweise auf den Dienstleistungsbegriff vor dem Hintergrund des Wandels zur Informationsgesellschaft.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird eine Literaturanalyse durchgeführt, um Definitionen und Ansätze zum Dienstleistungsmanagement zu vergleichen und auf die Praxis zu übertragen.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil befasst sich mit der Abgrenzung von Dienstleistungen und Produkten, den spezifischen Anforderungen an moderne Dienstleister sowie Trends wie Globalisierung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind unter anderem Dienstleistung, Produkt, Kundenorientierung, Qualitätsmanagement und strategische Wettbewerbsvorteile.
Wie unterscheidet sich die Produktentwicklung bei Dienstleistungen?
Im Gegensatz zu Sachleistungen ist die Entwicklung bei Dienstleistungen primär kundenbedarfsorientiert und erfordert aufgrund der Immaterialität Pilotversuche anstelle klassischer Prototypen.
Warum ist das Qualitätsmanagement in der Dienstleistungsbranche eine Führungsaufgabe?
Da Beschwerden das wichtigste Gut, den Kunden, betreffen, müssen Qualitätsstandards top-down durchgesetzt werden, um effektiv Fehler zu beheben.
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- Mathias Lücking (Author), 2001, Dienstleistung als Produkt, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/4053