Die vorliegende Arbeit will eine Auseinandersetzung mit dem Topos der Naturdarstellung im Indianerbuch für Kinder liefern. Dazu muss zunächst der Naturbegriff gründlich untersucht und einer gesellschaftstheoretischen Kritik unterzogen werden. Im Anschluss daran sollen in der Auseinandersetzung mit Positionen der Sekundärliteratur Kriterien für die Untersuchung von Werken der Kinder- und Jugendliteratur zum Thema "Indianer" erarbeitet werden.
Diese Kriterien finden dann Anwendung auf drei Indianerbücher: Fliegender Stern von Ursula Wölfel, Red Boy von Käthe Recheis und Heimkehr zu den Dakota von Liselotte Welskopf-Henrich.
Die übergeordnete Fragestellung bezieht sich darauf, ob es ein besonderes Naturverständnis der Indianer gibt, ob sich dieses Naturverständnis in den erwähnten Kinderbüchern ausmachen lässt und mit welchen Motiven und Topoi es vermittelt wird.
Inhaltsverzeichnis
- 0. Einleitung
- 1. Natur: Der Begriff und seine Bedeutung
- 1.1 Eine Annäherung: Was ist Natur?
- 1.2 Die Beschreibung eines Konstruktes: Was wird Natur?
- 2. Naturdarstellung als Thema der Kinder- und Jugendliteratur
- 2.1 Natur im Kinder- und Jugendbuch in historischer Perspektive nach M. Dierks
- 2.2 Die Entstehung von Naturauffassung in der Literatur nach W. Grams
- 2.3 Der literarische Topos \"Heimat\" nach Chr. Launer
- 3. Kriterien zur Werkanalyse
- 3.1 Der Naturbegriff
- 3.2 Der Heimatbegriff
- 3.3 Die Authentizität
- 4. Kritische Würdigung ausgewählter Indianerbücher der Kinder- und Jugendliteratur
- 4.1 Fliegender Stern
- 4.2 Red Boy
- 4.3 Heimkehr zu den Dakota
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit befasst sich mit der Darstellung von Natur im Indianerbuch für Kinder und analysiert den dafür verwendeten Naturbegriff. Dabei werden Kriterien zur Untersuchung von Werken der Kinder- und Jugendliteratur zum Thema "Indianer" entwickelt und auf drei ausgewählte Indianerbücher angewendet: "Fliegender Stern", "Red Boy" und "Heimkehr zu den Dakota". Die Arbeit untersucht, ob es ein spezifisches Naturverständnis der Indianer gibt und wie dieses in den Büchern vermittelt wird.
- Der Naturbegriff in der Kinder- und Jugendliteratur
- Die Darstellung von "Natur" im Indianerbuch
- Das Naturverständnis der Indianer in der Literatur
- Kriterien zur Analyse von Indianerbüchern
- Die Rolle des Topos "Heimat" in der Naturdarstellung
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung führt in das Thema der Arbeit ein und stellt die übergeordnete Fragestellung sowie die Zielsetzung vor. Im ersten Kapitel wird der Naturbegriff kritisch beleuchtet und die Bedeutung des Begriffs in der Gesellschaft analysiert. Das zweite Kapitel untersucht die Darstellung von Natur im Kinder- und Jugendbuch, insbesondere in Bezug auf die historische Entwicklung des Themas und die Entstehung von Naturauffassungen in der Literatur. Im dritten Kapitel werden Kriterien zur Werkanalyse erarbeitet, die im vierten Kapitel auf die ausgewählten Indianerbücher angewendet werden. Dabei wird untersucht, wie die Werke das Naturverständnis der Indianer darstellen und welche Motive und Topoi dabei zum Einsatz kommen.
Schlüsselwörter
Die Arbeit beschäftigt sich mit den Themen Naturbegriff, Naturdarstellung, Indianerbuch, Kinder- und Jugendliteratur, Topos "Heimat", Authentizität, Werkanalyse, spezifisches Naturverständnis der Indianer.
Häufig gestellte Fragen
Wie wird Natur in Indianerbüchern für Kinder dargestellt?
Natur wird oft als ein zentraler Lebensraum und spirituelles Element dargestellt, wobei häufig ein besonderes, harmonisches Naturverständnis der Indianer thematisiert wird.
Welche Rolle spielt der Heimatbegriff in diesen Büchern?
Heimat ist in der Indianerliteratur eng mit der unberührten Natur und der Identität des Stammes verknüpft, oft im Kontrast zur Zerstörung durch die Zivilisation.
Welche Kinderbücher werden in der Arbeit analysiert?
Die Arbeit untersucht „Fliegender Stern“ von Ursula Wölfel, „Red Boy“ von Käthe Recheis und „Heimkehr zu den Dakota“ von Liselotte Welskopf-Henrich.
Gibt es ein „besonderes“ Naturverständnis der Indianer?
Die Arbeit hinterfragt kritisch, ob dieses oft in der Literatur vermittelte Bild (der „edle Wilde“ im Einklang mit der Natur) ein Konstrukt ist oder auf authentischen Quellen beruht.
Was sind Kriterien für eine gute Werkanalyse bei Indianerbüchern?
Wichtige Kriterien sind die Authentizität der Darstellung, der verwendete Naturbegriff sowie die Art und Weise, wie historische Fakten und kulturelle Identität vermittelt werden.
- Quote paper
- Marcus Weber (Author), 2002, Die Darstellung von Natur im Indianerbuch für Kinder, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/39966