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Grenzen der Erziehung

Title: Grenzen der Erziehung

Term Paper , 2003 , 14 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Madeleine Nickel (Author)

Pedagogy - General
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Summary Excerpt Details

Die Persönlichkeit eines jeden Menschen wird stark von der Erziehung geprägt. Denn die Aufgabe der Erziehung ist es, die Persönlichkeit des Zöglings zu entfalten und weiter zu entwickeln. Dies kann im positiven, wie auch im negativen Sinn geschehen. Für den Erziehenden sind die einzelnen Erziehungsvorgänge oft schwierig durchsetzbar. Deshalb werden bei dem Wort Erziehung bei den Menschen unterschiedliche Gefühle hervorgerufen. So entstehen bei dem Einen unbehagliche Gedanken, bei dem Anderen positive Gefühle. Es tauchen plötzlich Bilder der eigenen Kindheit auf. Der Keller, indem man eingesperrt endlose Minuten verbrachte, wenn man unartig war oder die schönen Erinnerungen, wenn man als Kind auf dem Schlitten den Berg herunter rodelte. Weil man sich seiner Gefühlsverknüpfung meistens nicht bewusst ist, gelingt es wenigen Menschen ganz unbefangen in die Erziehung einzusteigen. Man möchte nie wie die Mutter oder der Vater werden, die immer so streng waren. Aus diesem Grund führt man sich immer wieder den Satz vor Augen: „Ich werde mein Kind nie so erziehen, wie ich erzogen worden bin.“ Die negativen Erfahrungen und Erlebnisse in der eigenen Kindheit, werden dem Zögling verweigert. Die positiven Erfahrungen und Wünsche des Erziehenden werden dem Kind mit allen seinen Normen und werten vermittelt. Im Mittelpunkt der Erziehung steht der Mensch mit seinen Fragen nach sich selbst. Er versucht sein Verhalten zu begründen und sein Leben glücklich und sinnvoll zu gestalten. Aus diesem Grund wird es die Erziehung immer geben, bewusst oder unbewusst. Die Menschen streben danach Erwünschtes zu fördern und Unerwünschtes zu vermeiden. Würde es diese Unterscheidung nicht geben, so wäre eine Erziehung nicht nötig. Doch wie sollte sich der Erziehende verhalten, wenn der gewünschte Erziehungserfolg ausbleibt und sie auf ihre Grenzen stoßen?! Auf den folgenden Seiten wird ein Überblick über die Grenzen der Erziehung gegeben. Fragen wie: „Warum gibt es Grenzen?“, „Liegen sie in uns, bei uns oder haben wir sie vor uns?“, „Wer legt sie fest und wie muss man mit ihnen umgehen?“, „Können wir sie umgehen oder besitzt jeder Mensch Erziehungsgrenzen?“ werden analysiert und bearbeitet.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einführung

2. Definition des Erziehungsbegriffs und deren Relevanz für die Grenzdiskussion

2.1. Der Absichts- und Wirkungsbegriff in der Erziehung

2.2. Wer stellt die Grenzen fest?

3. Die Ursachen für das Scheitern in der Erziehung

3.1. „Das Fernsehen ist an allem schuld!“

4. Grenzen des Erziehers sind Grenzen der Erziehung

5. Literaturangabe

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht das komplexe Phänomen der Erziehungsgrenzen, analysiert die Ursachen für pädagogisches Scheitern und beleuchtet die Rolle des Erziehenden in diesem Prozess. Ziel ist es, ein besseres Verständnis für die notwendige pädagogische Relativität und den konstruktiven Umgang mit den Begrenzungen erzieherischen Handelns zu entwickeln.

  • Grundlagen des Erziehungsbegriffs und dessen Bedeutung für die Grenzdiskussion.
  • Analyse der Ursachen für das Scheitern in der Erziehung.
  • Die kritische Reflexion von Schuldzuschreibungen und Verantwortung.
  • Zusammenhang zwischen Qualifikation, Persönlichkeit des Erziehers und Erziehungsgrenzen.
  • Problematiken in der pädagogischen Kommunikation und Interaktion.

Auszug aus dem Buch

2. Definition des Erziehungsbegriffs und deren Relevanz für die Grenzdiskussion

Um die Frage zu beantworten, was die Grenzen der Erziehung sind, sollte man zuerst den Blick auf die Antwort, was Erziehung eigentlich ist, richten.

Einer der die Grenzendebatte bis heute lebendig hält, ist Wolfgang Brezinka. Er beschreibt den Erziehungsbegriff wie folgt: „Es gibt Erziehung an sich nur als Abstraktionsergebnis, aber nicht in der Wirklichkeit. – Was in der Wirklichkeit vorkommt, sind konkrete Menschen, die neben vielen anderen auch folgendes wollen: bestimmte Menschen anders machen, als sie sind oder vermutlich werden würden, bleiben sie sich selbst oder dem Zufall überlassen. In der Alltagssprache heißt es: Sie wollen sie ´bilden´ , ´ausbilden´ , ´erziehen´, ´formen´, ´bekehren´, ´bessern´, ´missionieren´, ´unterrichten´, ´belehren´, ´aufklären´, ´informieren´, ´trainieren´, (seelisch) ´heilen´, ´resozialisieren´ usw.“ (Brezinka, 1981)

Das bedeutet nichts anderes, als eine Erlebens- und Verhaltensänderung bei einem Menschen, die durch Erzieher, Eltern oder Lehrern durch „geeignete Methoden“ beeinflusst wird. Die Definition des Erziehungsbegriffs („Beeinflussungsbegriffs“) führt also zu Vorgängen, die im unterschiedlichen Maße möglich, schwierig oder unmöglich sein können.

So schlagen die Eltern, Lehrer oder Erzieher sicherlich beim einen oder anderen Erziehungsvorgang die Hände über den Kopf zusammen. Mit Sicherheit fällt es ihnen leichter Sachen wie Lesen und Schreiben, Schnürsenkelknüpfung, Rad fahren oder die parlamentarische Demokratie beizubringen. Denn besondere Aufmerksamkeit fällt da in die Lehre des Konfliktbewusstseins, der Frustrationstoleranz, dem Durchsetzungswillen oder das Akzeptieren von Andersartigen. (siehe Lenzen S. 48ff)

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung: Das Kapitel führt in das Thema ein, indem es die persönliche Prägung durch Erziehung thematisiert und die zentrale Fragestellung nach dem Umgang mit Erziehungsgrenzen aufwirft.

2. Definition des Erziehungsbegriffs und deren Relevanz für die Grenzdiskussion: Hier wird der Erziehungsbegriff als Beeinflussungsprozess definiert und erläutert, warum Grenzen in der erzieherischen Praxis unvermeidbar sind.

2.1. Der Absichts- und Wirkungsbegriff in der Erziehung: Dieses Kapitel unterscheidet zwischen der erzieherischen Absicht und der tatsächlich eintretenden Wirkung, wobei letztere oft unplanbar bleibt.

2.2. Wer stellt die Grenzen fest?: Hier wird die subjektive und perspektivenabhängige Natur der Grenzwahrnehmung bei unterschiedlichen Akteuren (Lehrer, Eltern, Schüler) diskutiert.

3. Die Ursachen für das Scheitern in der Erziehung: Das Kapitel analysiert verschiedene Ursachen wie Vererbung, gesellschaftliche Rahmenbedingungen und den Einfluss des Zöglings auf den Erziehungserfolg.

3.1. „Das Fernsehen ist an allem schuld!“: Diese Fallstudie illustriert, wie Mechanismen der Schuldzuweisung und Entlastung innerhalb und außerhalb von Schulen funktionieren.

4. Grenzen des Erziehers sind Grenzen der Erziehung: Hier stehen die persönlichen Qualifikationsdefizite, Einstellungen und Kommunikationsprobleme des Erziehenden als zentrale Grenze im Fokus.

5. Literaturangabe: Auflistung der verwendeten Quellen.

Schlüsselwörter

Erziehungswissenschaft, Erziehungsgrenzen, Pädagogik, Scheitern in der Erziehung, Erziehungsbegriff, Erzieherrolle, Lehrerberuf, Grenzbewusstsein, Erziehungswirkung, pädagogische Kommunikation, Sozialisation, Anlagegrenzen, gesellschaftliche Schranken, Erziehungserfolg, pädagogische Relativität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem Thema "Die Grenzen der Erziehung". Sie untersucht, warum pädagogische Maßnahmen nicht immer den gewünschten Erfolg haben und welche Faktoren dabei eine Rolle spielen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zentrale Themen sind die Definition von Erziehung als Beeinflussungsprozess, die Ursachen für das Scheitern in der Erziehung, die Rolle gesellschaftlicher Rahmenbedingungen sowie die persönlichen Grenzen des Erziehers.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, ein Bewusstsein für die unvermeidbaren Grenzen erzieherischen Handelns zu schaffen, um pädagogische Überforderungen oder falsche Erfolgserwartungen zu vermeiden.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf der Analyse pädagogischer Fachliteratur (u.a. von Wolfgang Brezinka und Rainer Dollase) sowie der Reflexion erziehungswissenschaftlicher Konzepte basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung des Erziehungsbegriffs, die Analyse von Ursachen für Erziehungsgrenzen (z.B. Anlage, Gesellschaft) und die explizite Betrachtung der Grenzen des Erziehers, insbesondere im schulischen Kontext.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen gehören Erziehungsgrenzen, Erzieherrolle, pädagogisches Scheitern, Grenzbewusstsein und erzieherische Beeinflussung.

Warum wird im Text das Beispiel "Das Fernsehen ist an allem schuld!" angeführt?

Dieses Beispiel dient dazu, die psychologische Funktion der Entlastung durch Schuldzuweisungen zu veranschaulichen, bei der sich Erziehende ihrer eigenen Verantwortung entziehen.

Welche Rolle spielt die Kommunikation in Bezug auf Erziehungsgrenzen?

Kommunikation wird als kritischer Bereich identifiziert, in dem Mehrdeutigkeiten, unterschiedliche soziale Hintergründe oder mangelnde professionelle Distanz zu Verständigungsproblemen führen können, die wiederum Erziehungsgrenzen bilden.

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Details

Title
Grenzen der Erziehung
College
University of Rostock
Grade
1,3
Author
Madeleine Nickel (Author)
Publication Year
2003
Pages
14
Catalog Number
V39552
ISBN (eBook)
9783638382885
Language
German
Tags
Grenzen Erziehung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Madeleine Nickel (Author), 2003, Grenzen der Erziehung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/39552
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