Der klassische Qualitätsansatz, auf Produktionsabläufe und Produkte beschränkt, wurde Anfang 1970 durch das sich entwickelnde Total Quality Management (TQM) erweitert. Initiiert wurde dieser Entwicklungsprozess von Industrieländern im ostasiatischen Raum, die durch eine konsequente Ausrichtung der Unternehmensstrategie auf Qualität und Kundenzufriedenheit erhebliche Wettbewerbsvorteile erlangten.
Das TQM wird in der Literatur als Synonym für ein modernes Managementkonzept verwendet.
Ziel ist es, sich durch konsequente Kunden-, Prozess- und Mitarbeiterorientierung dem gegebenen Verdrängungswettbewerb am Markt zu stellen.
Unter dem Begriff TQM versteht man ein integratives Zusammenspiel dreier Kernelemente:
Total: Ganzheitliche strukturelle Integration aller Unternehmensbereiche und personelle Partizipation aller Hierarchieebenen.
Quality: Erfüllung von Anforderungen durch Produkte und Dienstleistungen, die entweder vom Kunden oder durch einen Standard festgelegt sind. Qualität ist also demnach kein eindimensionaler Begriff, sondern
als Summe vieler Merkmale und Eigenschaften aufzufassen.
Management: Beschreibt einen kontinuierlichen Qualitätsverbesserungsprozess, der alle Führungs-, Planungs-, Steuerungs-, und Überwachungstätigkeiten im Unternehmen umfasst und durch die mitwirkenden Personen über alle Hierarchieebenen hinweg gelebt wird.
Die DIN EN ISO 8402 (August 95) definiert das TQM folgendermaßen:
„Eine auf die Mitwirkung aller Ihrer Mitglieder gestützte Managementmethode einer Organisation, die die Qualität in den Mittelpunkt stellt und durch Zufriedenstellung der Kunden auf langfristigen Geschäftserfolg, sowie auf Nutzen für die Mitglieder der Organisation und für die Gesellschaft zielt.“
Qualitätssicherung ist nicht die Aufgabe einzelner Abteilungen oder Personen, sondern eine Aufgabe aller am Wertschöpfungsprozess teilnehmenden Abteilungen und Mitarbeiter.
Inhaltsverzeichnis
1 Die Entwicklung vom traditionellen Qualitätsansatz zum Total Quality Management (TQM)
1.1 TQM – Definition und Grundgedanken
1.2 Warum TQM in Deutschland?
2 Die Strategien des Total-Quality-Managements
2.1 Kundenorientierung als Strategie des Total-Quality-Managements
2.2 Mitarbeiterführung und Zielsetzung
2.3 Die Prozessorientierung als zentrales Element der TQM-Strategie
3 TQM-Methoden und -Werkzeuge in der Praxis
3.1 Kunden-/Lieferantenbeziehungen als Methode des TQM
3.2 Führungsstile als Methoden des TQM
3.3 Prozessorientierung als Werkzeug des TQM
3.4 Die Praxis des TQM in den Funktionsbereichen des Unternehmens
4 Die quantitative und qualitative Beurteilung des TQM-Systems
4.1 Kosten- und Nutzenvergleich des TQM
4.2 Benchmarking im TQM
5 Resümee
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit analysiert das Total Quality Management (TQM) als umfassendes Managementkonzept und untersucht dessen strategische Bedeutung sowie praktische Implementierung zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen in Deutschland.
- Historische Entwicklung vom traditionellen Qualitätsansatz zum TQM
- Kernstrategien: Kundenorientierung, Mitarbeiterführung und Prozessorientierung
- Methoden und Werkzeuge zur praktischen TQM-Anwendung
- Quantitative und qualitative Erfolgsbewertung des TQM-Systems
- Herausforderungen und Chancen für die deutsche Unternehmenslandschaft
Auszug aus dem Buch
1.1 TQM – Definition und Grundgedanken
Der klassische Qualitätsansatz – auf Produktionsabläufe und Produkte beschränkt - wurde Anfang 1970 durch das sich entwickelnde Total Quality Management (TQM) erweitert. Initiiert wurde dieser Entwicklungsprozess von Industrieländern im ostasiatischen Raum, die durch eine konsequente Ausrichtung der Unternehmensstrategie auf Qualität und Kundenzufriedenheit erhebliche Wettbewerbsvorteile erlangten.
Das TQM wird in der Literatur als Synonym für ein modernes Managementkonzept verwendet. Ziel ist es, sich durch konsequente Kunden-, Prozess- und Mitarbeiterorientierung dem gegebenen Verdrängungswettbewerb am Markt zu stellen. Unter dem Begriff TQM versteht man ein integratives Zusammenspiel dreier Kernelemente:
Total: Ganzheitliche strukturelle Integration aller Unternehmensbereiche und personelle Partizipation aller Hierarchieebenen.
Quality: Erfüllung von Anforderungen durch Produkte und Dienstleistungen, die entweder vom Kunden oder durch einen Standard festgelegt sind. Qualität ist also kein eindimensionaler Begriff, sondern als Summe vieler Merkmale und Eigenschaften aufzufassen.
Management: Beschreibt einen kontinuierlichen Qualitätsverbesserungsprozess, der alle Führungs-, Planungs-, Steuerungs-, und Überwachungstätigkeiten im Unternehmen umfasst und durch die mitwirkenden Personen über alle Hierarchieebenen hinweg gelebt wird.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Die Entwicklung vom traditionellen Qualitätsansatz zum Total Quality Management (TQM): Beschreibt die Evolution des Qualitätsbegriffs und die Notwendigkeit von TQM als modernes Managementkonzept in einem kompetitiven Umfeld.
2 Die Strategien des Total-Quality-Managements: Erläutert die drei zentralen Säulen Kundenorientierung, Mitarbeiterführung und Prozessorientierung als notwendige strategische Basis.
3 TQM-Methoden und -Werkzeuge in der Praxis: Detailliert konkrete Verfahren wie Kunden-/Lieferantenbeziehungen und Prozessorientierung zur praktischen Umsetzung im Unternehmen.
4 Die quantitative und qualitative Beurteilung des TQM-Systems: Analysiert den Kosten-Nutzen-Faktor und die Rolle von Benchmarking bei der Überprüfung und Verbesserung der Unternehmensleistung.
5 Resümee: Führt aus, dass TQM keine kurzfristige Maßnahme, sondern eine langfristig zu pflegende Geisteshaltung für eine dauerhafte Wettbewerbsfähigkeit darstellt.
Schlüsselwörter
Total Quality Management, Qualitätsmanagement, Kundenorientierung, Mitarbeiterorientierung, Prozessorientierung, KVP, Kontinuierlicher Verbesserungsprozess, Qualitätsstandards, Benchmarking, Wettbewerbsvorteil, Wertschöpfungskette, Qualitätskontrolle, Managementkonzept, Unternehmensführung, Fehlermanagement.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit dem Managementkonzept Total Quality Management (TQM) und dessen Anwendung zur ganzheitlichen Qualitätsverbesserung in Unternehmen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen sind Kundenorientierung, Mitarbeiterführung, Prozessmanagement, die praktische Anwendung von TQM-Methoden sowie die Bewertung von deren Effizienz.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie TQM durch ein integratives Zusammenspiel von Strategien und Methoden die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen nachhaltig steigern kann.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, die verschiedene Managementansätze, Studien (z. B. Georgia Institute of Technology) und Normen (DIN EN ISO 8402) miteinander verknüpft.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil erörtert die strategischen Grundlagen des TQM, spezifische Werkzeuge wie das Fishbone-Diagramm oder den PDCA-Kreislauf sowie die quantitative und qualitative Erfolgsmessung durch Benchmarking.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zu den prägenden Begriffen gehören Total Quality Management, KVP, Prozessorientierung, Kundenorientierung und Benchmarking.
Welche Rolle spielt die Unternehmenskultur bei der TQM-Einführung?
Eine entscheidende Rolle, da das System laut Autor mit der inneren Überzeugung der Führungskräfte steht und fällt und eine aktive Mitwirkung aller Mitarbeiter erfordert.
Wie bewertet der Autor den Kostenaufwand bei der Einführung von TQM?
Der Autor stellt fest, dass hohen Einführungskosten langfristig signifikante Effizienzvorteile, Kostenersparnisse durch Fehlervermeidung und Marktanteilsgewinne gegenüberstehen.
Warum ist Deutschland als Standort besonders relevant für diese Analyse?
Aufgrund von hohem Wettbewerbsdruck, Lohnnebenkosten und Standortnachteilen sieht der Autor die Notwendigkeit, durch TQM eine höhere Qualität und Flexibilität als strategischen Vorteil zu generieren.
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- Boris Bickel (Author), Marcel Schuster (Author), 2003, Total Quality Management TQM. Wettbewerbsvorteile durch Qualität und Kundenzufriedenheit, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/39381