Als Taylor vor rund 120 Jahren das Scientific Management begründete, versprach sein System der wissenschaftlichen Betriebs-führung eine Revolution des Arbeitsmarktes. Es wurde von vielen Unternehmen sofort aufgenommen und erfolgreich umgesetzt, besonders in der Automobilindustrie durch Ford zu Beginn des 20. Jahrhunderts. In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurde jedoch zunehmend Kritik gegenüber dem Taylorismus laut, die deren mangelnde Flexibilität und Inhumanität kritisierte. Daraufhin wurden modernere betriebliche Rationalisierungsmethoden entwickelt, die sich vom Taylorismus absetzen wollten.
In dieser Seminararbeit wird gezeigt, dass den hier vorgestellten modernen Methoden zur Betriebsführung eine komplette Eigenständigkeit, unabhängig von Taylor, nicht gelungen ist. Entweder modifizieren sie seine Vorgaben oder passen diese lediglich der aktuellen Situation im jeweiligen Industrieunternehmen an. Damit wird gezeigt, dass Taylors Scientific Management nach wie vor eine sehr große Rolle in bestimmten Unternehmen spielt und keineswegs obsolet geworden ist.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Definition und Ziel des Taylorismus
- Fordismus
- Probleme des Taylorismus
- Human Relations
- Humanisierung
- Das Toyota-System
- Lean Production
- Flexibilisierung
- Neo-Taylorisierung
- Die Zukunft der Taylorisierung
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Seminararbeit untersucht den Einfluss des Taylorismus auf moderne Rationalisierungsmethoden. Sie analysiert, inwieweit aktuelle betriebliche Ansätze unabhängig von Taylors Prinzipien des Scientific Management existieren oder ob sie lediglich Modifikationen oder Anpassungen darstellen. Die Arbeit verfolgt das Ziel aufzuzeigen, dass Taylors Ideen trotz Kritik nach wie vor eine bedeutende Rolle in der heutigen Wirtschaft spielen.
- Der Taylorismus als Grundlage für die Entwicklung moderner Rationalisierungsmethoden
- Die Kritik am Taylorismus und die Entstehung alternativer Ansätze
- Die Adaption und Weiterentwicklung von Taylors Prinzipien in modernen Produktions- und Managementmodellen
- Die Bedeutung des Scientific Management in der heutigen Wirtschaft
- Die Zukunft der Taylorisierung im Kontext globaler Veränderungen
Zusammenfassung der Kapitel
- Einleitung: Die Einleitung stellt den Taylorismus als Ausgangspunkt für die moderne Betriebsführung dar und beleuchtet die Kritik an seiner Starrheit und Inhumanität.
- Definition und Ziel des Taylorismus: Dieses Kapitel definiert den Taylorismus und seine Zielsetzung, die Produktivitätssteigerung durch wissenschaftliche Arbeitsanalyse und -organisation.
- Fordismus: Dieses Kapitel beschreibt die Weiterentwicklung des Taylorismus durch Henry Ford, insbesondere die Einführung von Fließbandarbeit und drastischer Arbeitsteilung.
Schlüsselwörter
Die Arbeit fokussiert auf die Themen Taylorismus, Scientific Management, Rationalisierung, Produktivitätssteigerung, Arbeitsorganisation, Fließbandarbeit, Human Relations, Lean Production, Flexibilisierung, Neo-Taylorisierung und die Zukunft der Taylorisierung.
Häufig gestellte Fragen
Was ist das Kernprinzip des Taylorismus?
Das „Scientific Management“ zielt auf die Steigerung der Produktivität durch eine wissenschaftliche Analyse der Arbeitsabläufe und eine strikte Trennung von Planung und Ausführung.
Ist der Taylorismus heute veraltet?
Die Arbeit zeigt, dass Taylors Prinzipien in vielen modernen Methoden (Neo-Taylorisierung) nach wie vor eine zentrale Rolle spielen und lediglich modifiziert wurden.
Welche Rolle spielt der Fordismus in dieser Entwicklung?
Henry Ford entwickelte Taylors Ideen weiter, indem er die Fließbandarbeit und eine extreme Arbeitsteilung einführte, um Massenprodukte effizient herzustellen.
Was versteht man unter „Lean Production“ im Vergleich zum Taylorismus?
Lean Production (z. B. Toyota-System) versucht, Verschwendung zu vermeiden, nutzt aber oft Taylor-ähnliche Prinzipien der Standardisierung bei gleichzeitiger Flexibilisierung.
Warum wurde der Taylorismus kritisiert?
Kritikpunkte waren vor allem die Inhumanität durch monotone Arbeit, die Unterforderung der Arbeiter und die mangelnde Flexibilität gegenüber Marktveränderungen.
- Quote paper
- Wolfgang Bürkle (Author), 2005, Der Einfluß des Taylorismus auf moderne Rationalisierungsmethoden, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/39255