Athen auf dem Höhepunkt seiner Macht. Eine Stadt so prächtig und glänzend wie nie zuvor. Auferstanden aus den Trümmern vorheriger Kriege war Athen in der Mitte des fünften Jahrhunderts vor Christus einflussreicher denn je.
Doch wo Macht und Wohlstand sind, sind auch Feinde. Athen wurde zum „Fremdkörper und Orientierungspunkt in einem, in eigentümlicher Mischung“. Zwischen Sparta und Athen gab es Konflikte, die sich in den dreißiger Jahren des fünften Jahrhunderts vor Christus zuspitzten. Zwei mächtige Städte Griechenlands im Kampf um die Vorherrschaft. Und so erklärten Sparta und der Peloponnesische Bund im Sommer 432 Athen und dem attischen Seebund den Krieg.
Nun war Athen in Gefahr. Die so glanzvolle Stadt als Hauptziel der Gegner. Seit 478 v. Chr. war Athen von Mauern umgeben. Daher riet der Staatsmann Perikles den Athenern, die Kinder und Frauen vom umliegenden Land in die Stadt zu bringen und den Spartanern das Land außerhalb zu überlassen.
Ein Jahr später, im Sommer 430, brach die Seuche aus. Zwei lange Jahre beschattete sie das Leben in Athen, legte dann eine Pause ein um im nächsten Winter wieder für ein Jahr zu wüten. Ein zusätzliches Problem zum Krieg. Eines das unlösbar war und das gut einem Viertel der Bevölkerung das Leben nahm. Die Ärzte kannten die Krankheit nicht und somit auch keine Heilung. Die Symptome arbeiteten sich von oben nach unten durch den gesamten Körper. Überlebende verloren Gliedmaßen oder sämtliche Erinnerungen, die meisten starben
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung: Das leuchtende Athen und seine dunkelste Zeit
- Der Aufstieg Athens
- Der Peloponnesische Krieg:
- Warum und wie die Spartaner und Athener kämpften
- Soziale Folgen: Wie die Athener ihre Toten begruben
- Die Anomia von Athen
- Politische Folgen:
- Die Auswirkungen auf Perikles
- Der Krieg geht weiter
- Die Auswirkungen der Seuche auf den Krieg
- Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit analysiert die Auswirkungen der attischen Seuche auf den Verlauf des Peloponnesischen Krieges. Die Analyse zielt darauf ab, die These zu belegen, dass die Seuche einen entscheidenden Einfluss auf den Verlauf des Krieges hatte.
- Die attische Seuche und ihre Auswirkungen auf die Athener Bevölkerung
- Der Einfluss der Seuche auf die politische und soziale Ordnung Athens
- Die Folgen der Seuche für die militärische Strategie Athens
- Die Rolle der Seuche im Kontext des Konflikts zwischen Athen und Sparta
- Die langfristigen Auswirkungen der Seuche auf die Geschichte Athens
Zusammenfassung der Kapitel
- Einleitung: Die Einleitung stellt Athen im Kontext des Peloponnesischen Krieges vor, beschreibt die Vorgeschichte des Konflikts und führt die attische Seuche als zentralen Aspekt der Analyse ein.
- Der Aufstieg Athens: Dieses Kapitel beleuchtet die politische und wirtschaftliche Entwicklung Athens im 5. Jahrhundert v. Chr. Es beschreibt die Reformen von Kleisthenes, den delisch-attischen Seebund und die Expansion Athens.
- Der Peloponnesische Krieg: Dieses Kapitel beschreibt den Ausbruch des Peloponnesischen Krieges und skizziert die Gründe für den Konflikt zwischen Athen und Sparta. Es stellt die jeweiligen Kriegsparteien und ihre Strategien dar.
- Soziale Folgen: Dieses Kapitel beschreibt die sozialen Folgen der Seuche, insbesondere die Auswirkungen auf die Bestattungspraxis und die Auswirkungen auf die soziale Ordnung in Athen.
- Die Anomia von Athen: Dieses Kapitel analysiert die Folgen der Seuche auf die politische und soziale Ordnung in Athen, insbesondere die Zunahme von Anomie und Chaos.
- Politische Folgen: Dieses Kapitel untersucht die Auswirkungen der Seuche auf die politische Landschaft Athens, insbesondere den Einfluss auf Perikles und seine Politik.
- Der Krieg geht weiter: Dieses Kapitel beleuchtet die Fortsetzung des Peloponnesischen Krieges trotz der Seuche und zeigt die strategischen Anpassungen der Kriegsparteien.
Schlüsselwörter
Die Arbeit befasst sich mit den Schlüsselbegriffen Peloponnesischer Krieg, attische Seuche, Athen, Sparta, Perikles, Anomie, soziale Folgen, politische Folgen, Kriegführung, Geschichte Athens.
Häufig gestellte Fragen
Wie beeinflusste die Seuche den Peloponnesischen Krieg?
Die attische Seuche schwächte Athen militärisch massiv, tötete etwa ein Viertel der Bevölkerung und untergrub die soziale und politische Stabilität der Stadt entscheidend.
Welche Auswirkungen hatte die Seuche auf Perikles?
Die Seuche führte nicht nur zum Tod vieler Angehöriger von Perikles, sondern letztlich auch zu seinem eigenen Tod, was Athen seiner wichtigsten Führungspersönlichkeit beraubte.
Was bedeutet der Begriff "Anomia" im Kontext der Seuche?
Unter Anomia versteht man den Zusammenbruch von Gesetz und Ordnung. Angesichts des massenhaften Sterbens verloren religiöse Gebote und soziale Normen ihre Kraft, was zu Chaos in der Stadt führte.
Wie reagierten die Athener auf die Krankheit?
Da die Ärzte keine Heilung kannten und die Symptome verheerend waren, herrschte Ratlosigkeit. Die traditionellen Bestattungsriten konnten aufgrund der hohen Zahl an Toten oft nicht mehr eingehalten werden.
War die Seuche kriegsentscheidend?
Die Arbeit belegt die These, dass die Seuche ein entscheidender Faktor war, der die militärische Strategie Athens lähmte und den langfristigen Niedergang der Stadt einleitete.
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- Jacquelin Koberstein (Author), 2017, Der Peloponnesische Krieg im Schatten der Seuche. Die Folgen der Seuche und ihre Auswirkungen auf den Krieg, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/388910