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Kraftfähigkeit - Grundlagen und Methoden

Title: Kraftfähigkeit - Grundlagen und Methoden

Term Paper , 2002 , 15 Pages , Grade: 1,5

Autor:in: Tobias Jantz (Author)

Sport - Kinematics and Training Theory
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Die Kraftfähigkeit ist sehr komplex. Deswegen kann in dieser Arbeit nur auf allgemeine Gegenstände eingegangen werden. Krafttraining wird mehr oder minder bei jedem Sport betrieben – im Gesundheitssport ebenso wie im Bodybuilding oder Kraftsport, wo die Ausprägung der Kraftfähigkeit primäres Ziel ist. Gerade dort wird auf andere Formen der Kraftentwicklung zurückgegriffen1. Allein diese sehr spezifischen Kraftentwicklungsformen böten genügend Stoff für eine Arbeit dieses Umfangs. Ziel dieser Arbeit ist es, dem Leser einen inhaltlichen Überblick zum Thema zu geben. Die Kraftfähigkeit soll eingeordnet, strukturiert, definiert und erläutert werden. Weiterhin sollen allgemeine Methoden zur Kraftentwicklung dargelegt werden. Aufgrund der zeitlichen und räumlichen Beschränkung kann jedoch nur bedingt vertiefend auf einzelne Probleme eingegangen werden. Der Verfasser ist bemüht, die Kraftfähigkeit isoliert zu betrachten, auch wenn diese in der Praxis gemeinsam mit anderen Fähigkeiten in Erscheinung tritt. Bei der Auswertung der einschlägigen Literatur ist festzustellen, daß fast alle Autoren auf die Arbeiten von BÜHRLE oder MARTIN, CARL, LEHNERTZ zurückgreifen. Ebenso fällt auf, daß alle Definitionen lediglich Vorschläge sind, die längst nicht allgemein anerkannt sind, was darauf schließen läßt, daß in der Trainingswissenschaft, speziell im Bereich der Kraftfähigkeit, noch ein großer Forschungsbedarf besteht. Bei stark divergierenden Ansichten ist der Autor bemüht, diese dem Leser aufzuzeigen. 1 Für Fitneß- und Gesundheitssport ist beispielsweise das sogenannte sanfte Krafttraining sehr sinnvoll, während Kraftsportler auf Methoden wie Last Repitition, Forced Repitition etc. zurückgreifen. Vgl. dazu BOECKH-BEHRENS, BUSKIES 2000, S.48ff bzw. ebd. S.56ff. Auf diese Formen wird in dieser Arbeit nicht eingegangen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 EINLEITUNG

2 KRAFTFÄHIGKEIT

2.1 CHARAKTERISTIK

2.2 BIOLOGISCHE GRUNDLAGEN

2.3 MAXIMALKRAFT

2.4 SCHNELLKRAFT

2.5 REAKTIVKRAFT

2.6 KRAFTAUSDAUER

2.7 METHODEN DER KRAFTENTWICKLUNG

3 SCHLUSSBETRACHTUNG

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit verfolgt das Ziel, einen strukturierten inhaltlichen Überblick über die komplexen Grundlagen der menschlichen Kraftfähigkeit zu vermitteln und gängige Methoden zur Kraftentwicklung darzulegen, wobei der Fokus auf der trainingswissenschaftlichen Einordnung und Definition der verschiedenen Erscheinungsformen der Kraft liegt.

  • Charakterisierung und physikalische Einordnung der Kraftfähigkeit
  • Biologische Grundlagen der menschlichen Muskeltätigkeit
  • Differenzierung zwischen Maximalkraft, Schnellkraft, Reaktivkraft und Kraftausdauer
  • Methodische Ansätze zur systematischen Kraftentwicklung
  • Analyse des aktuellen Forschungsstandes und bestehender Definitionsunterschiede

Auszug aus dem Buch

2.5 Reaktivkraft

Reaktivkraft wird als das Vermögen definiert, bei schnell ablaufendem Dehnungs-Verkürzungs-Zyklus eines Muskels oder einer Muskelschlinge einen hohen Kraftstoß zu realisieren (NICOLAUS 1995, S. 18). Dehnungs-Verkürzungs-Zyklus bezeichnet die Kombination von exzentrischer und konzentrischer Muskelaktion, bei der vor allem die konzentrische Kraftentfaltung enorm erhöht werden kann.

Wird ein aktiver Muskel gedehnt oder ein passiv gedehnter Muskel aktiviert, erhöht er seine Spannung und speichert elastische Energie in seinen serienelastischen Bestandteilen. Erfolgt nun ein schneller Übergang zwischen der exzentrischen und der anschließenden konzentrischen Muskelaktion, kann ein Teil der Energie, die ansonsten in Wärme umgewandelt werden würde, wieder genutzt werden (NICOLAUS 1995, S.18; MARTIN, CARL, LEHNERTZ 1993, S. 106). Des weiteren besitzt der Muskel zu Beginn der konzentrischen Muskelaktion eine höhere Anfangsspannung, da seine reflektorisch verstärkte zentrale Innervation bereits in der Bremsphase einsetzt (SCHNABEL, HARRE, BORDE 1997, S. 136). Bei reaktiven Kraftäußerungen wird das biomechanische Prinzip der Anfangskraft genutzt.

Zusammenfassung der Kapitel

1 EINLEITUNG: Die Einleitung führt in die Komplexität der Kraftfähigkeit ein und umreißt das Ziel, eine strukturierte Definition sowie einen Überblick über Methoden der Kraftentwicklung zu geben.

2 KRAFTFÄHIGKEIT: Dieses Hauptkapitel differenziert die Kraftfähigkeit in ihre Erscheinungsformen Maximalkraft, Schnellkraft, Reaktivkraft sowie Kraftausdauer und erläutert die zugrunde liegenden biologischen und methodischen Aspekte.

3 SCHLUSSBETRACHTUNG: Das Fazit fasst zusammen, dass die Differenzierung der Kraftfähigkeit für die Sportpraxis essenziell ist, weist jedoch auf den bestehenden Interpretationsspielraum aufgrund divergierender wissenschaftlicher Definitionen hin.

Schlüsselwörter

Kraftfähigkeit, Maximalkraft, Schnellkraft, Reaktivkraft, Kraftausdauer, Muskelphysiologie, Trainingswissenschaft, Muskeltätigkeit, Kontraktionsformen, Kraftentwicklung, Trainingsmethoden, Dehnungs-Verkürzungs-Zyklus, neuromuskuläre Aktivierung, Absolutkraft, Adaptation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Hausarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die Grundlagen der menschlichen Kraftfähigkeit im sportlichen Kontext sowie die wissenschaftlich fundierten Methoden zu deren Entwicklung.

Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?

Die zentralen Themen sind die biologischen Grundlagen der Muskeltätigkeit sowie die systematische Differenzierung und das Training der vier Kraftformen: Maximalkraft, Schnellkraft, Reaktivkraft und Kraftausdauer.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, dem Leser einen inhaltlichen Überblick zu verschaffen, Begriffe zu strukturieren und die verschiedenen Methoden der Kraftentwicklung aus trainingswissenschaftlicher Sicht zu beleuchten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine Literaturanalyse, bei der einschlägige Fachwerke der Trainingswissenschaft (u.a. Bührle, Martin, Carl, Lehnertz) ausgewertet und gegenübergestellt werden.

Was wird im Hauptteil detailliert behandelt?

Der Hauptteil widmet sich der Charakteristik der Kraftfähigkeit, ihren biologischen Grundlagen, den vier spezifischen Erscheinungsformen der Kraft und einer Übersicht über die zugehörigen Trainingsmethoden.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Wichtige Begriffe sind Kraftfähigkeit, Maximalkraft, Schnellkraft, Kraftausdauer, Reaktivkraft, neuromuskuläre Aktivierung und Trainingsmethodik.

Was versteht man in diesem Zusammenhang unter dem "Dehnungs-Verkürzungs-Zyklus"?

Dieser Zyklus beschreibt die Kombination von exzentrischer (nachgebender) und konzentrischer (überwindender) Muskelaktion, durch die gespeicherte elastische Energie und eine reflektorische Anfangsspannung genutzt werden, um die Kraftentfaltung zu steigern.

Warum gibt es laut Autor noch Forschungsbedarf im Bereich der Kraftfähigkeit?

Der Autor stellt fest, dass viele Definitionen in der Fachliteratur lediglich als Vorschläge anzusehen sind und keine allgemeine Anerkennung finden, was einen großen Interpretationsspielraum lässt.

Excerpt out of 15 pages  - scroll top

Details

Title
Kraftfähigkeit - Grundlagen und Methoden
College
Otto-von-Guericke-University Magdeburg
Grade
1,5
Author
Tobias Jantz (Author)
Publication Year
2002
Pages
15
Catalog Number
V38838
ISBN (eBook)
9783638377911
Language
German
Tags
Kraftfähigkeit Grundlagen Methoden
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Tobias Jantz (Author), 2002, Kraftfähigkeit - Grundlagen und Methoden, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/38838
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