Diese Arbeit geht der Frage nach, welche Verständlichkeitshürden sich aus dem Lesen von Online-Texten ergeben. Im Rahmen einer quantitativen Untersuchung soll ermittelt werden, ob Online-Redaktionen in den letzten Jahren ihren Schreibstil an die neue Lesesituation angepasst haben. Dazu werden die aus der Textverständlichkeitsforschung stammenden Merkmale ,Satzlänge‘ und ,Wortlänge‘ herangezogen, um mit ihnen über den Zeitraum mehrere Jahre die auf der Nachrichten-Website Zeit Online veröffentlichen Politik-Artikel zu untersuchen.
Um zu einer für die angestrebte Untersuchung ausreichenden Kenntnis von Textverständlichkeit zu gelangen, werden verschiedene Perspektiven und Definitionen dazu vorgestellt. Ein weiteres Kapitel widmet sich der historischen Entwicklung der Textverständlichkeitsforschung. Anhand einiger ausgewählter Konzepte sollen hier verschiedene Herangehensweisen und ihre Unterschiede vorgestellt werden. Besonders soll dabei die Entwicklung von empirisch-induktiven Modellen hinzu theoretisch-deduktiven Modellen herausgearbeitet werden.
Inhaltsverzeichnis
- 1 Einleitung
- 1.1 Zur Relevanz und Aufgabe der Arbeit
- 1.2 Zur Gliederung dieser Arbeit
- 2 Textverständlichkeit
- 2.1 Textmerkmale und Lesermerkmale
- 2.2 Bewertungsverfahren
- 2.3 Grenzen und Krise
- 2.4 Online-Texte
- 2.5 Journalistische Texte
- 2.6 Abgrenzung. Zum Textbegriff
- 2.7.1 Textoberfläche
- 2.7.2 Textstruktur
- 2.8 Zum Textverstehen
- 2.8.1 Text als Kommunikationsinstrument
- 2.8.2 Textverstehen als kognitionspsychologischer Vorgang
- 2.8.3 Der Einfluss von Merkmalen der Textoberfläche.
- 3 Verständlichkeitsforschung
- 3.1 Vorgeschichte und erste schriftliche Erwähnungen
- 3.2 Empirische Forschung
- 3.2.1 Lesbarkeitsforschung und Lesbarkeitsformeln
- 3.2.2 Das Hamburger Verständlichkeitsmodell
- 3.3 Theoretische Forschung
- 3.3.1 Der interaktionale Ansatz von Groeben
- 3.3.2 Der prozedurale Ansatz von Kintsch et al.
- 4 Untersuchung
- 4.1 Textmerkmale.
- 4.1.1 Lange Wörter .
- 4.1.2 Lange Sätze.
- 4.1.3 Zur Auswahl und Aussagefähigkeit der Textmerkmale
- 4.2 Quelle und untersuchte Texte
- 4.3 Ablauf der Untersuchung
- 4.4 Ergebnisse . . .
- 4.4.1 Lange Wörter
- 4.4.2 Lange Sätze.
- 4.4.3 Überprüfung der Forschungsfrage und der Hypothesen
- 4.5 Diskussion & Vergleich . . .
- 5 Fazit & Ausblick
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die vorliegende Bachelorarbeit befasst sich mit der Frage der Textverständlichkeit in Online-Nachrichten. Ziel der Arbeit ist es, zu untersuchen, welche Verständlichkeitshürden sich aus dem Lesen von Online-Texten ergeben könnten und ob Online-Redaktionen im Laufe der Zeit begonnen haben, ihren Schreibstil an die neue Lesesituation anzupassen. Dabei wird die Verständlichkeit von journalistischen Texten als oberstes Ziel betrachtet.
- Textverständlichkeit in Online-Nachrichten
- Verständlichkeitshürden im Online-Lesen
- Anpassung des Schreibstils an die Online-Lesesituation
- Analyse von Textmerkmalen wie Satzlänge und Wortlänge
- Untersuchung von Politik-Artikeln auf der Nachrichten-Website Zeit Online
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung führt in die Thematik der Textverständlichkeit in Online-Nachrichten ein und erläutert die Relevanz und Aufgabe der Arbeit sowie deren Gliederung. Im zweiten Kapitel wird das Konzept der Textverständlichkeit näher beleuchtet, wobei Textmerkmale, Lesermerkmale, Bewertungsverfahren, Grenzen und Krise sowie die Besonderheiten von Online-Texten und journalistischen Texten im Fokus stehen. Kapitel drei widmet sich der Verständlichkeitsforschung, betrachtet deren Vorgeschichte und erste schriftliche Erwähnungen sowie empirische und theoretische Forschungsansätze. Kapitel vier stellt die Untersuchung dar, wobei die gewählten Textmerkmale, die Quelle und die untersuchten Texte sowie der Ablauf und die Ergebnisse der Untersuchung erläutert werden. Im fünften Kapitel wird das Fazit der Arbeit gezogen und ein Ausblick auf zukünftige Forschungsfragen gegeben.
Schlüsselwörter
Textverständlichkeit, Online-Journalismus, Online-Texte, Journalistische Texte, Textmerkmale, Satzlänge, Wortlänge, Lesbarkeitsforschung, Verständlichkeitsforschung, Online-Redaktionen, Schreibstil, Lesesituation
Häufig gestellte Fragen
Wie unterscheidet sich die Textverständlichkeit online von Printmedien?
Online-Texte müssen an eine neue Lesesituation angepasst werden, da das digitale Lesen oft oberflächlicher erfolgt und andere Hürden bietet.
Welche Merkmale wurden bei "Zeit Online" untersucht?
Die Untersuchung analysierte über mehrere Jahre hinweg die Satzlänge und Wortlänge in Politik-Artikeln.
Was ist das Hamburger Verständlichkeitsmodell?
Es ist ein empirisch-induktives Modell, das Texte nach Kriterien wie Einfachheit, Gliederung, Kürze und Prägnanz bewertet.
Haben Online-Redaktionen ihren Schreibstil angepasst?
Die Bachelorarbeit geht genau dieser Frage nach und prüft mittels quantitativer Analyse, ob Sätze und Wörter im Laufe der Zeit kürzer und verständlicher wurden.
Welchen Einfluss hat die Textoberfläche auf das Verstehen?
Merkmale wie Wortwahl und Satzbau beeinflussen als kognitionspsychologische Faktoren maßgeblich, wie schnell und effizient Informationen aufgenommen werden.
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- Johann Ph. Moeller (Author), 2017, Die Textverständlichkeit in Onlinenachrichten, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/387954