Dieser Text thematisiert die Ortlosigkeit von Ellis Island. Nach dem Buch von dem Franzosen George Perec und Robert Bober 'Geschichten von Ellis Island oder wie man Amerikaner machte', wird Ellis Island historisch, wie auch kulturell auf Perec's These von ihr als den Ort der Ortlosigkeit untersucht. Dabei wird jenes Buch als Textquelle verwendet und in Bezug zu dessen Fotografien von Ellis Island gesetzt. Von Bedeutung ist ebenfalls Perec's persönlicher Hintergrund aus jüdischen Elternhaus. Der Ort der Ortlosigkeit wird in diesem Text um die Nicht-Identität von Juden handeln.
Letztlich soll bewiesen werden, dass Ellis Island trotz seines geschichtsträchtigen Geschehens, nicht als Ort bezeichnet werden kann.
Inhaltsverzeichnis
- Ellis Island, der "Ort, der Ortlosigkeit"
- Die Nicht-Identität von Juden
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Der Text analysiert die Rolle von Ellis Island als "Ort der Ortlosigkeit", wie von George Perec beschrieben. Er untersucht die Auswirkungen der Einwanderungserfahrung auf die Identität der Einwanderer und beleuchtet die Paradoxie der Suche nach Freiheit in einem Ort, der durch seine Entwurzelung und Identitätsverlust gekennzeichnet ist.
- Die Erfahrung der Identitätslosigkeit von Einwanderern auf Ellis Island
- Die Rolle von Ellis Island als "Nicht-Ort" im Sinne von Marc Augé
- Die Fotographie als Medium der Dokumentation und Interpretation der Einwanderungserfahrung
- Die Bedeutung des "Auslöschens" in Perecs Werk und seine Verbindung zum Thema der Einwanderung
- Die Suche nach Identität als zentrales Motiv des Textes
Zusammenfassung der Kapitel
Der erste Teil des Textes untersucht die Nicht-Identität der Juden im Kontext von Ellis Island. Er beleuchtet die Entwurzelung der Einwanderer, die durch den Verlust ihrer Heimat und Identität gekennzeichnet ist. Der zweite Teil konzentriert sich auf die Rolle von Ellis Island als "Ort der Ortlosigkeit" und analysiert die Paradoxie des Ortes als Sphäre sowohl der Freiheit als auch der Entfremdung.
Schlüsselwörter
Ellis Island, Ort der Ortlosigkeit, Nicht-Identität, Einwanderung, Identität, Freiheit, Entwurzelung, Fotographie, Auslöschen, George Perec, Marc Augé, Träneninsel, Geist-Dasein, Identitätsverlust.
Häufig gestellte Fragen zur Ortlosigkeit von Ellis Island
Warum bezeichnet George Perec Ellis Island als „Ort der Ortlosigkeit“?
Weil es für die Einwanderer ein Transitraum war, der durch Entwurzelung, Identitätsverlust und das Fehlen einer dauerhaften Heimat gekennzeichnet war.
Welche Rolle spielt die jüdische Identität in diesem Text?
Perec nutzt seinen persönlichen Hintergrund, um die „Nicht-Identität“ von Juden und deren historische Erfahrung der Heimatlosigkeit zu thematisieren.
Was meint Marc Augé mit dem Begriff „Nicht-Ort“?
Nicht-Orte sind Räume wie Flughäfen oder Transitlager, die keine geschichtliche oder identitätsstiftende Bindung für den Einzelnen erzeugen.
Wie wird Fotografie in Perecs Werk eingesetzt?
Fotografien dienen als Medium der Dokumentation, um das „Auslöschen“ von Identitäten auf Ellis Island sichtbar und interpretierbar zu machen.
Warum wird Ellis Island auch als „Träneninsel“ bezeichnet?
Der Begriff spiegelt die traumatische Erfahrung der Einwanderer wider, die dort oft von ihren Familien getrennt oder abgewiesen wurden.
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- Sarah Jungnitz (Author), 2017, Fotografie und Literatur. Die Ortlosigkeit von Ellis Island. Zu "Geschichten von Ellis Island oder wie man Amerikaner machte" von George Perec und Robert Bober, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/387701