In den letzten Jahren konnte eine enorme Steigerung der Bedeutung der Ressource Wissen festgestellt werden. Organisationen haben diesen Trend erkannt und versuchen mit einer effizienteren Verwendung dieser Ressource ihre Innovationskraft zu verbessern und somit ihre eigene Wettbewerbskraft zu erhöhen.
Durch die vermehrte Auslagerung der Produktion in andere Länder ist eine veränderte Arbeitsteilung festzustellen. Deutschland entwickelt sich zur Wissensgesellschaft, was diese immaterielle Ressource an Bedeutung gewinnen lässt. Die damit verbundene Veränderung des Wettbewerbs und die internationalen Lernprozesse machen es notwendig, das Wissen optimal zu erfassen, zu vervielfältigen und an den geforderten Stellen verfügbar zu machen.
Vor allem für KMU stellt dies eine besondere Herausforderung dar. Das Know-how ist oft auf bestimmte Wissensträger fokussiert und die Dringlichkeit des Transfers dieses Wissens an andere Standorte zu transferieren, ist den einzelnen Personen meist nicht bewusst. Zudem wird in kleineren Unternehmen oft nicht das Budget und die Ressourcen bereitgestellt, welches für die Implementierung und den Betrieb eines effizienten Wissensmanagementsystems (WMS) benötigt wird.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Motivation
- Zielsetzung
- Aufbau der Arbeit
- Definitionen
- Wissensmanagement
- Informationen und Wissen
- Implizites und explizites Wissen
- Unternehmensstruktur
- Unternehmenskultur
- Anreizsysteme
- Funktional- und hierarchieübergreifendes WMS
- Rahmenbedingungen
- Modelle und Methoden des WMS
- Wissenstreppe
- SECI-Modell
- Bausteine des Wissensmanagement
- Methoden und Tools
- Phasen der Implementierung
- Chancen und Risiken
- Aufwand vs. Nutzen
- Wissensbilanz
- Bilanzierung von Wissen
- Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit der Konzeption eines Wissensmanagementsystems (WMS) für kleine und mittlere Unternehmen (KMU). Die zentrale Zielsetzung besteht darin, aufzuzeigen, wie Wissen in KMU marktorientiert aufgebaut und gesichert werden kann, um es für die erfolgreiche Umsetzung in Geschäftserfolge zu nutzen.
- Definition und Bedeutung von Wissensmanagement in KMU
- Einfluss von Unternehmensstruktur und Kultur auf ein WMS
- Modelle und Methoden des Wissensmanagements
- Phasen der Implementierung eines WMS
- Chancen und Risiken bei der Einführung eines WMS
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung führt in das Thema Wissensmanagement für KMU ein und erläutert die Motivation und Zielsetzung der Arbeit. Sie gibt außerdem einen Überblick über den Aufbau der Arbeit. Die Definitionen des Wissensmanagements, von Informationen und Wissen sowie die Unterscheidung zwischen implizitem und explizitem Wissen werden im zweiten Kapitel vorgestellt. Das dritte Kapitel befasst sich mit der Unternehmensstruktur und den Rahmenbedingungen für die Implementierung eines WMS. Dabei werden die Unternehmenskultur, Anreizsysteme, die Struktur des WMS sowie die Rahmenbedingungen beleuchtet. Das vierte Kapitel stellt verschiedene Modelle und Methoden des Wissensmanagements vor, darunter die Wissenstreppe und das SECI-Modell.
Schlüsselwörter
Die Arbeit fokussiert auf die Themen Wissensmanagement, KMU, Unternehmensstruktur, Implementierung, Modelle und Methoden, Chancen und Risiken, sowie die Bilanzierung von Wissen. Weitere wichtige Begriffe sind: Wissenstreppe, SECI-Modell, Implizites und Explizites Wissen.
Häufig gestellte Fragen
Warum ist Wissensmanagement für KMU so wichtig?
KMU hängen oft von einzelnen Wissensträgern ab; Wissensmanagement sichert dieses Know-how und fördert die Innovationskraft des Unternehmens.
Was ist der Unterschied zwischen implizitem und explizitem Wissen?
Explizites Wissen ist dokumentiert und leicht teilbar; implizites Wissen ist personengebundenes Erfahrungswissen, das schwer zu formalisieren ist.
Was besagt das SECI-Modell?
Es beschreibt die Wissensumwandlung durch Sozialisation, Externalisierung, Kombination und Internalisierung.
Was sind die größten Hürden für Wissensmanagement in KMU?
Häufig fehlen Budget, Zeit und das Bewusstsein für die Dringlichkeit des Wissenstransfers zwischen den Mitarbeitern.
Was ist eine Wissensbilanz?
Ein Instrument zur Bewertung des intellektuellen Kapitals eines Unternehmens, um den Wert von Wissen messbar zu machen.
- Quote paper
- Markus Netter (Author), Christian Stemper (Author), 2017, Konzipierung eines Wissensmanagementsystems für kleine und mittlere Unternehmen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/386141