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Investigativer Journalismus in SPIEGEL und FOCUS

Title: Investigativer Journalismus in SPIEGEL und FOCUS

Term Paper , 2004 , 16 Pages

Autor:in: Kati Schulz (Author)

Communications - Journalism, Journalism Professions
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Neben dem STERN (8,34 Millionen Leser1) der Gruner + Jahr AG & Co. KG bzw. dem jung gestalteten SternNEON und dem SPIEGEL (6,77 Millionen Leser) des SPIEGELVerlags ist der FOCUS (5,18 Millionen Leser) das kleinste Wochenmagazin, welches im Burda Verlag erscheint.

Der Burda Verlag bietet 64 Publikumszeitschriften, eine Tageszeitung, FOCUS TV und hat Beteiligungen an neun Radiosendern, wogegen der SPIEGEL-Verlag innerhalb der SPIEGEL-Gruppe fünf Publikumszeitschriften, SPIEGEL TV, den TV-Sender XXP, zwei Fernsehfilm- und Produktionsgesellschaften und diverse Internetseiten führt. Beide Magazine ringen in der Liga der bedeutenden Werbeträger für die Kommunikation mit gehobenen, anspruchsvollen Zielgruppen. Der FOCUS rühmt sich, das Magazin für Entscheider zu sein, wobei am SPIEGEL das leserfreundliche Layout, die politische Orientierung geschätzt werden und welcher zudem zu den meist zitierten Magazinen Deutschlands2 gehört.

Inhaltlich bieten die beiden Magazine durchaus vergleichbare Themenfelder. In beiden Fällen sind die Bereiche „Deutschland“, „Kultur“, „Wirtschaft“, „Medien“, „Ausland“, „Forschung“ bzw. „Wissenschaft & Technik“ und Gesellschaft“ bzw. „Modernes Leben“ neben den Titelthemen zu finden. Zudem kommen im FOCUS noch „Internet“, „Entertainment“ und „Reportage“ sowie im SPIEGEL „Serie“ und „Sport“ hinzu. Generell verkauft der FOCUS mit Titeln wie „Jetzt schnell noch eine Lebensversicherung?“3, „Wer wird der mächtigste Mann der Welt? Bush oder Kerry - Was die Entscheidung bedeutet“4 und „Arbeitsrecht - Die grosse Anwaltsliste, 150 empfohlene Experten“5 einen Blick aus der Verbraucherperspektive. DER SPIEGEL hingegen versucht mit seinen Titeln eher eine Vogelperspektive zu vermitteln. So lauten die Titelblätter wie folgt: „China - Geburt einer Weltmacht“6, „Flüchtige Macht - Der einsame Kampf der Angela Merkel“7 und „Deutschland: Exportweltmeister (von Arbeitsplätzen)“8.
[...]
______
1 vgl. Miszewski 2004.
2 vgl. Medien Tenor 2002.
3 FOCUS Nr. 43 vom 18.10.2004
4 FOCUS Nr. 42 vom 11.10.2004
5 FOCUS Nr. 45 vom 30.10.2004
6 DER SPIEGEL Nr. 42 vom 11.10.2004
7 DER SPIEGEL Nr. 43 vom 18.10.2004
8 DER SPIEGEL Nr. 44 vom 25.10.2004

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Die Konkurrenten

2 Was ist investigativer Journalismus?

2.1 Charakteristika und internationaler Vergleich

2.2 Ein Beispiel aus der Vergangenheit

3 Zwei Artikel im Vergleich

3.1 Der Operndirektor

3.2 Korruption in Deutschland

4 Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht und vergleicht die Praxis des investigativen Journalismus in den Wochenmagazinen DER SPIEGEL und FOCUS. Ziel ist es, anhand konkreter Artikelbeispiele zu analysieren, inwieweit die Magazine den Kriterien des investigativen Journalismus gerecht werden und worin sich ihre publizistischen Ansätze im Hinblick auf Recherchetiefe und Themenaufbereitung unterscheiden.

  • Vergleich der journalistischen Arbeitsweisen von SPIEGEL und FOCUS.
  • Definition und historische Einordnung des investigativen Journalismus.
  • Analyse der Rahmenbedingungen für Investigativgeist in Deutschland.
  • Gegenüberstellung konkreter Artikel anhand investigativer Kriterien.
  • Bewertung der Rolle der Medien als "vierte Gewalt".

Auszug aus dem Buch

Ursachen für den gehemmten Investigativgeist in Deutschland

Britische und amerikanische Journalisten verstehen sich in ihrem ausgeprägten Selbstbewusstsein viel eher als Anwälte der Öffentlichkeit und vierte Gewalt. Deutsche Journalisten ziehen im Zweifelsfall dagegen ethische Gesichtspunkte heran und lehnen harte Methoden ab. Doch warum?

Sind es die Politiker, die den Journalismus herabsetzen oder sind es Fehler in der eigenen Branche, wie z. B. journalistische Fakes, Beliebigkeitsjournalismus oder zu hohe Kostenkontrolle? Doch nach diesen Gesichtspunkten kann man zwischen den Nationen keine Trennlinie ziehen, da sie die Nationen nicht elementar unterscheiden.

Oder sind es die amerikanischen Grundsätze wie First Amendment (verfassungsrechtliche Absicherung), Freedom of Information Act (Informationsanspruch) und die Hintenanstellung der Persönlichkeitsrechte gegenüber der Pressefreiheit, solange der Journalist nicht vorsätzlich und böswillig handelt? Doch wo bleiben die Briten bei dieser Möglichkeit?

Vielmehr sollte hier die Geschichte betrachtet werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Die Konkurrenten: Das Kapitel stellt die Marktpositionierung der Magazine SPIEGEL und FOCUS gegenüber und beleuchtet ihre unterschiedlichen publizistischen Konzepte sowie Zielgruppen.

2 Was ist investigativer Journalismus?: Hier werden die theoretischen Grundlagen definiert, inklusive der Abgrenzung zum Sensationsjournalismus und der Analyse kultureller Unterschiede im internationalen Journalismus.

3 Zwei Artikel im Vergleich: In diesem Teil werden zwei spezifische Artikel aus den Magazinen anhand von Kriterien wie Rechercheaufwand und soziale Relevanz kritisch miteinander verglichen.

4 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und kommt zu dem Schluss, dass der SPIEGEL durch aufwendigere Recherche stärker das Profil eines investigativen Mediums schärft als der FOCUS.

Schlüsselwörter

Investigativer Journalismus, DER SPIEGEL, FOCUS, Pressefreiheit, Recherchestrategien, Vierte Gewalt, Medienvergleich, Korruption, Politische Skandale, Medienethik, Journalistische Sorgfalt, Informationsanspruch, Medienanalyse, Wochenmagazine, Redaktionelle Arbeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das journalistische Selbstverständnis und die Arbeitsweise der Wochenmagazine DER SPIEGEL und FOCUS im Bereich des investigativen Journalismus.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Abgrenzung von investigativem Journalismus zu anderen Genres, die institutionellen Rahmenbedingungen in Deutschland sowie der Vergleich der tatsächlichen Rechercheleistungen beider Magazine.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die kritische Evaluation, ob und wie die untersuchten Magazine den hohen Ansprüchen investigativer Arbeit in der täglichen Praxis gerecht werden.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird ein qualitativer Vergleich gewählt, bei dem Kriterien des investigativen Journalismus (wie Recherchetiefe und Quellenunabhängigkeit) auf ausgewählte Fallbeispiele aus den Magazinen angewandt werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung des Begriffs, die Analyse historischer Hintergründe (SPIEGEL-Affäre) und den direkten Vergleich zweier aktueller journalistischer Artikel.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich primär durch Begriffe wie Investigativjournalismus, Pressefreiheit, Vierte Gewalt und Medienvergleich charakterisieren.

Wie unterscheidet sich der SPIEGEL vom FOCUS in der Recherche?

Der Arbeit zufolge setzt der SPIEGEL stärker auf aufwendige Eigenrecherche und Hintergrundberichte, während der FOCUS eher eine kuratierte, visuell orientierte und weniger tiefgreifende Darstellung präferiert.

Welche Bedeutung hatte die SPIEGEL-Affäre für den deutschen Journalismus?

Die Affäre wird als historischer Wendepunkt betrachtet, der die Pressefreiheit in Deutschland nachhaltig gestärkt und das Bewusstsein für die Rolle der Medien als unabhängige Kontrollinstanz geschärft hat.

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Details

Title
Investigativer Journalismus in SPIEGEL und FOCUS
College
Stuttgart Media University
Author
Kati Schulz (Author)
Publication Year
2004
Pages
16
Catalog Number
V38611
ISBN (eBook)
9783638376174
ISBN (Book)
9783640965878
Language
German
Tags
Investigativer Journalismus SPIEGEL FOCUS
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Kati Schulz (Author), 2004, Investigativer Journalismus in SPIEGEL und FOCUS, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/38611
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