Ziel dieser Seminararbeit ist die Erarbeitung des Themas "Die Diskussion um die Verlegerbeteiligung in der VG WORT". Dass es überhaupt zu dieser weitreichenden Diskussion kam, erschließt sich über einen mehrere Jahre andauernden Rechtsstreit zwischen einem wissenschaftlichen Autor gegen die Verwertungsgesellschaft VG WORT.
Der Kläger, Martin Vogel, sah seine Rechte als Autor verletzt, indem auch die Verleger von der Verwertungsgesellschaft zu gleichen Teilen wie er an den Tantiemen der Verwertung seiner Werke beteiligt wurde. Vom Landgericht über Oberlandesgericht bis hin zum Bundesgerichtshof wurde der Rechtsstreit getragen.
In dieser Arbeit wird jener Rechtsstreit betrachtet, Aktionen und Reaktionen der Verwertungsgesellschaft VG WORT miteinbezogen und schließlich darüber berichtet, wie sich die Verteilungspraxis nach dem letztinstanzlichen Urteil bis heute entwickelt hat.
Inhaltsverzeichnis
Literaturverzeichnis
Abkürzungsverzeichnis
I. V orwort
Die Verlagsgesellschaft WORT und ihre Ziele
II. Die Entwicklung des Rechtsstreits
1. V erfahren vor dem Landgericht München
2. Das Verfahren vor dem Oberlandesgericht München
Folgen aus der richterlichen Entscheidung des OLG München
3. Zeitgleich stattfindendes Verfahren vor dem Europäischen Gerichtshof
Reaktion der VG WORT auf das Urteil des EuGH
4. Die letztinstanzliche Entscheidung des Bundesgerichtshofs
III. Folgen und rechtliche Betrachtung des Urteils
1. Rechtliche Überlegungen zur letztinstanzlichen Entscheidung
2. Folgen für Verlage und Autoren
Häufig gestellte Fragen
Worum ging es im Rechtsstreit gegen die VG WORT?
Der Autor Martin Vogel klagte gegen die Praxis, dass Verleger pauschal an den Tantiemen der VG WORT beteiligt wurden, die eigentlich den Urhebern zustehen.
Was entschied der Bundesgerichtshof (BGH) letztinstanzlich?
Der BGH entschied, dass die pauschale Verlegerbeteiligung ohne spezifische Rechtseinräumung durch den Autor unzulässig ist.
Welche Folgen hatte das Urteil für wissenschaftliche Verlage?
Verlage mussten teils erhebliche Rückzahlungen an die VG WORT leisten, da die Rechtsgrundlage für ihren Anteil an den Tantiemen entfallen war.
Welche Rolle spielte der Europäische Gerichtshof (EuGH) in diesem Fall?
Ein zeitgleich stattfindendes Verfahren vor dem EuGH beeinflusste die deutsche Rechtsprechung maßgeblich und stärkte die Rechte der Urheber gegenüber den Verlegern.
Was sind die Ziele der VG WORT?
Die Verwertungsgesellschaft verwaltet treuhänderisch die Zweitverwertungsrechte von Autoren und Verlegern und schüttet die entsprechenden Tantiemen aus.
- Quote paper
- Linda Dittrich (Author), 2017, Die Diskussion um die Verlegerbeteiligung in der VG WORT, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/385601