Diese Arbeit beschäftigt sich mit dem Thema PLM und hat als Ziel, ein Vorgehensmodell zur PLM-Evaluierung zu entwickeln. Dieses soll Unternehmen erleichtern (1) den grundsätzlichen Bedarf, (2) den eigenen Reifegrad bzw. Optimierungspotentiale im Unternehmen und (3) Evaluierungskriterien für Systemanbieter zu bestimmen. Sie bedient sich hierbei der Methodik der Literaturanalyse und stützt sich auf Quellen aus Wissenschaft und Industrie. Hierbei werden verschiedene Vorgehensmodelle aus der Literatur behandelt.
Im Verlauf der Arbeit wird der Fokus vor allem auf ein neues Model gelegt. Dieses besteht aus der VDI Richtlinie 2219 sowie dem sogenannten Maturity Modell nach Batenburg (2006) und dem Evolutionären Modell von Arnold et alii.
Es wird argumentiert, dass sich der Evaluationsprozess über alle Phasen der PLM-Implementierung erstreckt und iterativer Natur ist. D.h. Ergebnisse einer Phase können zu einer neuen Beurteilung von Ergebnissen früherer Phasen führen. Dieses Evaluierungsmodell wird anhand von ausgewählten Punkten, welche potentielle Problemfelder darstellen, erläutert und mit Beispielen aus Unternehmen mit hohem Engineering-Anteil veranschaulicht. Zielgruppe dieser Arbeit sind somit Großunternehmen, aber auch KMUs, die Konstruktion, Entwicklung und Produktion alleine oder in Kooperation mit Partnerunternehmen betreiben.
Inhaltsverzeichnis
- Evaluierungsmodelle
- PLM Evaluierung nach Kalypso
- CIM Data Modell für PLM Evaluierung
- Fraunhofer Modell
- Tech Clarity Framework
- Y - Modell nach Scheer
- Holistisches PLM Modelle
- Synthese von VDI mit Arnold
- Fazit und Entwurf eines neuen Modells
- Selbstevaluierung
- Unternehmensbedarf an PDM bzw. PLM
- Ist-Analyse
- Dokumentenverwaltung
- Nummernsysteme
- Klassifizierungssysteme
- Produktstruktur
- Freigabe- und Änderungswesen
- Systemevaluierung
- Systemintegration und Systemschnittstellen
- ERP
- PDM- und Autorensysteme
- Team Data Management Systeme
- Publishing und Webpräsenz
- Lieferantenevaluierung
- Implementierung
- Support
- Sonstige Kriterien und Anforderungen
- Systemintegration und Systemschnittstellen
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit hat zum Ziel, ein Vorgehensmodell für die Evaluierung von PLM-Systemen zu entwickeln. Dieses Modell soll Unternehmen bei der Bestimmung ihres eigenen Reifegrads und der Definition von Anforderungen an PLM-Lösungen unterstützen. Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse und bezieht Quellen aus Wissenschaft und Industrie ein.
- Entwicklung eines Vorgehensmodells für die PLM-Evaluierung
- Analyse des Bedarfs an PLM-Systemen in Unternehmen
- Bestimmung des Reifegrads von Unternehmen im Hinblick auf PLM
- Entwicklung von Kriterien für die Evaluierung von PLM-Systemen
- Integration von bestehenden Modellen aus der Literatur und Praxis
Zusammenfassung der Kapitel
Kapitel 1 beleuchtet verschiedene Modelle für die Evaluierung von PLM / PDM Systemen, die in der Literatur und Praxis diskutiert werden. Es werden verschiedene Modelle vorgestellt und analysiert, um Stärken und Schwächen aufzuzeigen.
Kapitel 2 konzentriert sich auf die Selbstevaluierung. Es wird untersucht, welchen Reifegrad und welche Fähigkeiten ein Unternehmen haben muss, bevor ein PLM-System sinnvoll eingeführt werden kann. Dieses Kapitel beinhaltet eine detaillierte Analyse der Ist-Situation von Unternehmen hinsichtlich relevanter Aspekte wie Dokumentenverwaltung, Nummernsysteme, Klassifizierungssysteme, Produktstruktur und Freigabe- und Änderungswesen.
Schlüsselwörter
Product Lifecycle Management, PLM, PDM, Evaluierungsmodelle, Selbstevaluierung, Systemevaluierung, Reifegrad, Anforderungen, Systemintegration, Systemschnittstellen, Industrie 4.0
Häufig gestellte Fragen
Was ist das Ziel einer PLM-Evaluierung?
Ziel ist es, den grundsätzlichen Bedarf eines Unternehmens zu klären, den eigenen Reifegrad zu bestimmen und geeignete Kriterien für die Auswahl eines Systemanbieters festzulegen.
Welche Modelle werden für die PLM-Evaluierung herangezogen?
Die Arbeit nutzt unter anderem die VDI Richtlinie 2219, das Maturity Modell nach Batenburg und das evolutionäre Modell von Arnold et al.
Warum ist die Ist-Analyse vor der Einführung eines PDM-Systems wichtig?
Sie deckt Schwachstellen in der Dokumentenverwaltung, bei Nummernsystemen oder im Änderungswesen auf, die behoben werden müssen, damit das neue System effizient arbeiten kann.
Wie hängen ERP und PLM zusammen?
Die Systemintegration zwischen PLM (Produktentwicklung) und ERP (Ressourcenplanung) ist entscheidend für einen durchgängigen Datenfluss im Unternehmen.
An wen richtet sich das entwickelte Vorgehensmodell?
Es richtet sich sowohl an Großunternehmen als auch an KMUs mit hohem Engineering-Anteil, die ihre Konstruktions- und Produktionsprozesse optimieren wollen.
- Quote paper
- Alexandros Baltas (Author), 2016, Vorgehensweise und Vergleich von Modellen für die Evaluierung eines PLM / PDM Systems, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/385368