Der Kundenwunsch nach Flexibilität bei Finanzprodukten nimmt stetig zu. Aufgrund des von der Europäischen Zentralbank vorgegebenen niedrigen Zinsniveaus sind Darlehen und Kredite bei privaten Sparern beliebt. Doch auch institutionelle Anleger setzen immer weniger auf Anleihen und fokussieren sich mehr auf Aktien. Seit Jahren befinden sich auch alternative Anlagen im Aufschwung, wie die Umfrage Mercer European Asset Allocation Survey 2017 zeigt. Optionen auf Aktienindizes bieten die Möglichkeit mit relativ wenig Einsatz hohe Gewinne zu erzielen. Die Finanzkrise im Jahr 2007 zeigt, dass dies in Verbindung mit einem hohen Risiko steht. Um eine Optionsbewertung durchzuführen wird das Black-Scholes-Modell verwendet, dessen Anwendung in den 70er Jahren zu einem Aufschwung an den Kapitalmärkten führte. Problematisch anzusehen ist, dass die Anleger dieser Bewertung vertrauen und somit das Restrisiko, welches durch dieses Modell entsteht, aufgrund der Einfachheit eingegangen wird. Dabei ist es wichtig zu verstehen, dass das Black-Scholes-Modell Risiken nicht eliminiert, sondern quantifiziert. Es gilt herauszufinden wie Optionspreise, basierend auf dem Black-Scholes-Modell zu bewerten sind. Weiterhin ist kritisch zu hinterfragen, ob die Ergebnisse des Modells in der Praxis valide sind. Die Ergebnisse werden im weiteren Verlauf dieser Arbeit untersucht.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Problemstellung und die Relevanz der Thematik
- Zielsetzung und Vorgehensweise
- Optionen
- Definition
- Arten und Preis
- Black-Scholes-Modell
- Annahmen
- Black-Scholes-Formel
- Praxisbeispiel anhand der AAPL-Aktie
- Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit befasst sich mit der Bewertung von Call- und Put-Optionen mithilfe des Black-Scholes-Modells. Das Hauptaugenmerk liegt auf der Berechnung der Formel und deren Risiken. Zudem wird die Anwendbarkeit des Modells auf ein Praxisbeispiel untersucht und die daraus resultierenden Defizite betrachtet.
- Bewertung von Optionen mit dem Black-Scholes-Modell
- Analyse der Formel und deren Risiken
- Anwendbarkeit des Modells in der Praxis
- Defizite und Einschränkungen des Black-Scholes-Modells
- Bewertung der Relevanz des Black-Scholes-Modells für die Praxis
Zusammenfassung der Kapitel
- Einleitung: Die Einleitung stellt die Problemstellung und die Relevanz der Optionspreisbewertung im Kontext des aktuellen Finanzmarktes dar. Sie führt die Zielsetzung und Vorgehensweise der Arbeit aus.
- Optionen: Dieses Kapitel definiert Optionen und erläutert verschiedene Arten von Optionen sowie ihre Preisbildung.
- Black-Scholes-Modell: In diesem Kapitel wird das Black-Scholes-Modell vorgestellt, einschließlich seiner Annahmen und der Black-Scholes-Formel.
- Praxisbeispiel anhand der AAPL-Aktie: Dieses Kapitel illustriert die Anwendung des Black-Scholes-Modells anhand eines konkreten Praxisbeispiels mit der Aktie von Apple (AAPL).
Schlüsselwörter
Optionen, Black-Scholes-Modell, Optionspreisbewertung, Finanzmarkt, Risiko, Volatilität, Risikomanagement, Aktien, Derivate, Praxisbeispiel, AAPL-Aktie.
Häufig gestellte Fragen
Was ist das Black-Scholes-Modell?
Das Black-Scholes-Modell ist ein mathematisches Modell zur Bewertung von Finanzoptionen, das in den 1970er Jahren entwickelt wurde und die Preisbildung von Call- und Put-Optionen revolutionierte.
Welche Annahmen liegen dem Black-Scholes-Modell zugrunde?
Zu den Annahmen gehören unter anderem effiziente Märkte, eine konstante Volatilität, keine Transaktionskosten und die Möglichkeit, kontinuierlich zu handeln.
Eliminiert das Black-Scholes-Modell Risiken?
Nein, das Modell eliminiert Risiken nicht, sondern quantifiziert sie. Es hilft Anlegern, das Preisrisiko besser einzuschätzen, schützt aber nicht vor Marktverlusten.
Wie wird das Modell am Beispiel der Apple-Aktie (AAPL) angewendet?
Die Arbeit nutzt reale Marktdaten der Apple-Aktie, um theoretische Optionspreise zu berechnen und diese mit den tatsächlichen Marktpreisen zu vergleichen.
Was sind die Schwächen des Black-Scholes-Modells in der Praxis?
Kritisch ist vor allem die Annahme einer konstanten Volatilität, da diese in der Realität stark schwankt. Zudem werden Marktsprünge ("Black Swan Events") oft nicht ausreichend berücksichtigt.
- Quote paper
- Kamil Winnowicz (Author), 2017, Optionen bewerten mithilfe des Black-Scholes-Modells auf Basis der Apple Aktie "AAPL", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/385361