m Zuge der Überführung der Deutschen Bundesbahn in das private Unternehmen Deutsche Bahn AG im Jahre 1994 wurde auch die Verantwortung für Maßnahmen des Brand- und Katastrophenschutzes neu geregelt. Die DB AG ist gemäß des Allgemeinen Eisenbahngesetzes (AEG) verpflichtet, an Maßnahmen des Brandschutzes und der Technischen Hilfeleistung mitzuwirken. Dieser Verpflichtung kommt die DB AG mit ihrem Notfallmanagement nach. Die im Jahre 1998 getroffene Vereinbarung zwischen den Innenministern der Länder und der DB AG beinhaltet unter anderem, dass bestehende längere Tunnel möglichst dem Stand der Technik anzupassen sind.
Um fehlende Brandschutzeinrichtungen wie z.B. Rauch- und Wärmeabzugsanlagen oder Löschwasserversorgung zu kompensieren hat die DB AG Rettungszüge konzipiert, die im Einsatzfall mit Angehörigen von Berufsfeuerwehr und Rettungsdiensten sowie Notärzten und einem Lokführer besetzt werden. In der vorliegenden Arbeit soll zunächst der Rettungszug der DB AG genauer beschrieben werden, um seine Aufgabe näher erläutern zu können. Im Anschluss erfolgt ein kurzer Überblick über bisherige Einsätze im Rahmen von Übungen und Zugunglücken des besagten Rettungszuges.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Der Tunnel-Rettungszug der DB AG
- Das Sicherheitskonzept für Zwischenfälle in Tunneln
- Aufgabe und Aufbau des Rettungszuges
- Das Einsatzkonzept
- Bisherige Einsätze des Tunnel-Rettungszuges
- Übungen der Feuerwehr mit Rettungszugeinsatz
- Einsätze im Rahmen von Zugunfällen
- Eschede 1998
- Vellmar 1999
- Landkreis Göttingen 1999
- Fazit
- Literaturverzeichnis
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Arbeit untersucht die Aufgabe und die bisherigen Einsätze des Tunnel-Rettungszuges der DB AG. Der Fokus liegt auf dem Sicherheitskonzept der DB AG für Zwischenfälle in Tunneln und der Rolle des Rettungszuges innerhalb dieses Konzepts.
- Das Sicherheitskonzept für Zwischenfälle in Tunneln der DB AG
- Die Aufgabe und der Aufbau des Tunnel-Rettungszuges
- Das Einsatzkonzept des Rettungszuges
- Bisherige Einsätze des Rettungszuges bei Übungen und Zugunfällen
- Die Bedeutung des Rettungszuges für die Sicherheit im Bahnbetrieb
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung führt in die Thematik des Brand- und Katastrophenschutzes im Bahnbetrieb ein und erläutert die Rolle der DB AG in diesem Bereich. Kapitel 2 befasst sich mit dem Tunnel-Rettungszug der DB AG. Es beschreibt das Sicherheitskonzept für Zwischenfälle in Tunneln, die Aufgabe und den Aufbau des Rettungszuges sowie das Einsatzkonzept. Kapitel 3 gibt einen Überblick über bisherige Einsätze des Rettungszuges, darunter Übungen mit der Feuerwehr und Einsätze im Rahmen von Zugunfällen, wie z. B. das Unglück in Eschede.
Schlüsselwörter
Tunnel-Rettungszug, DB AG, Sicherheitskonzept, Brandschutz, Katastrophenschutz, Zugunfälle, Übungen, Eschede, Vellmar, Landkreis Göttingen.
Häufig gestellte Fragen
Was ist die Aufgabe eines Tunnelrettungszuges (RTZ)?
Er dient der Brandbekämpfung und technischen Hilfeleistung in Bahntunneln, um fehlende ortsfeste Brandschutzeinrichtungen zu kompensieren.
Wie ist ein Rettungszug der DB AG aufgebaut?
Er besteht meist aus zwei Lokomotiven, Transportwagen für Rettungskräfte, einem Gerätewagen und einem Sanitätswagen.
Wer besetzt den Rettungszug im Einsatzfall?
Er wird mit Kräften der Berufsfeuerwehr, Rettungsdiensten, Notärzten und einem Lokführer der Deutschen Bahn besetzt.
War der Rettungszug beim Unglück in Eschede im Einsatz?
Ja, der Rettungszug war einer der zentralen Bestandteile der Hilfeleistung beim ICE-Unglück in Eschede im Jahr 1998.
Welche rechtliche Grundlage verpflichtet die DB AG zum Brandschutz?
Die Verpflichtung ergibt sich aus dem Allgemeinen Eisenbahngesetz (AEG) und Vereinbarungen mit den Innenministern der Länder.
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- Anonym (Author), 2005, Aufgabe und bisherige Einsätze der Tunnelrettungszüge der DB AG, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/38505