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Das Entstehen und Erstarken des Bürgertums als gesellschaftliche Gruppe im 19. Jahrhundert

Titel: Das Entstehen und Erstarken des Bürgertums als gesellschaftliche Gruppe im 19. Jahrhundert

Hausarbeit , 2015 , 13 Seiten , Note: 3,0

Autor:in: Julia Engels (Autor:in)

Geschichte Deutschlands - Neuere Geschichte
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In dieser Hausarbeit soll nicht primär das 19. Jahrhundert als Epoche abgehandelt werden, sondern die zentrale Frage lautet: Wie, wann und warum kam es zum Entstehen und Erstarken des Bürgertums als gesellschaftliche Gruppe? Hierzu soll die Entwicklung vom Stadtbürgertum in der Frühen Neuzeit über die Kultur des Wirtschafts- und Bildungsbürgertums bis zur Bürgergesellschaft genau analysiert werden.
Dabei soll anhand unterschiedlicher Begriffserklärungen der unscharfe Bürgerbegriff dargelegt werden. Zusätzlich sollen für das Entstehen und das Erstarken des Bürgertums Rückschlüsse aus der Antike, dem Mittelalter und der Aufklärung gezogen werden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1. Fragestellung

1.2. Forschungsstand und Quellenlage

1.3. Argumentation und Aufbau der Arbeit

2. Die Entstehung des Bürgertums- Begriffserklärung-

2.1. Gesellschaftliche Gruppierungen und deren Aufgaben

2.2. Repräsentation des Bürgertums im 19. Jahrhundert

3. Die Wende in der bürgerlichen Gesellschaft

4. Fazit

5. Anhang

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Entstehen und Erstarken des Bürgertums als zentrale gesellschaftliche Gruppe im 19. Jahrhundert. Ziel ist es, durch die Analyse historischer Wandlungsprozesse von der Frühen Neuzeit bis zur Bürgergesellschaft zu erklären, warum diese Schicht maßgeblichen Einfluss auf Politik und Gesellschaft ausübte und wie sich der Begriff des "Bürgers" im Verlauf der Epoche definierte.

  • Entwicklung des Bürgertums von der Frühen Neuzeit bis ins 19. Jahrhundert
  • Analyse gesellschaftlicher Gruppierungen und deren Machtstrukturen
  • Bedeutung der rechtlichen Bestimmungen für das Bürgertum
  • Sozialer Wandel und die Entstehung der Arbeiterbewegung
  • Einfluss des Leistungsprinzips und der Verbürgerlichung

Auszug aus dem Buch

2. DIE ENTSTEHUNG DES BÜRGERTUMS -BEGRIFFSERKLÄRUNG-

Zunächst lässt sich das Bürgertum als eine mittlere Gesellschaftsschicht zwischen Adel und besitzloser Unterschicht (z.B. verarmte Bauern) definieren. Genauer betrachtet umfasst das Bürgertum im 19. Jahrhundert höchst unterschiedliche soziale Gruppen, deren Ursprünge bereits in der Antike liegen. Es gilt zwischen drei Hauptgruppen zu differenzieren: dem Großbürgertum (Kaufleute, Industrielle, Bankiers), der Intelligenz (Inhaber akademischer Berufe und Künstler) und dem Kleinbürgertum (dazu zählen u.a. Handwerker, Kleingewerbetreibende). Im 19. Jahrhundert waren die Kriterien Einkommen, Besitz, Beruf und Bildung ausschlaggebend für soziale Ungleichheiten. Die bürgerliche Gesellschaft legitimierte soziale Ungleichheit durch das Leistungsprinzip. Vor allem die oberen Schichten des Bürgertums waren fortan auf die reflexive Aneignung von Wissen angewiesen.

Der Begriff des Bürgers entwickelte sich in Abhängigkeit zu der Stellung im Beruf. Der Prozess der Verbürgerlichung sorgte dafür, dass immer wieder neue Schichten (etwa.: höhere Angestellte) Zugang zum Bürgertum fanden. Das Bildungsbürgertum bestand aus der gesellschaftlichen Elite mit Universitätsabschluss, zu der sich u.a. Beamte, Professoren, Juristen, Künstler, Lehrer und Ärzte zählten. Führungspersonal wurde vorwiegend aus dem Sozialmilieu der Unternehmerfamilien, hohen Beamtenschaft und Angestellten in Spitzenpositionen ergänzt. Hinzu kamen die regen Forschungsaktivitäten von Statistikern, Soziologen und Nationalökonomen in der Phase der sich rasch entwickelnden empirischen Sozialforschung im 19. Jahrhundert. Der Aufstieg der Wissenschaften war dem Bürgertum zu verdanken. Sie verfügten über Privilegien im Gerichts- und Steuerwesen; so war ein großer Teil der Oberschicht davon befreit, Steuern und Abgaben zahlen zu müssen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik des 19. Jahrhunderts als „Jahrhundert des Bürgertums“ ein und erläutert die Forschungsfrage sowie die methodische Herangehensweise der Arbeit.

2. Die Entstehung des Bürgertums- Begriffserklärung-: Hier wird das Bürgertum in seine verschiedenen sozialen Untergruppen gegliedert und die Bedeutung von Bildung, Beruf und Leistungsprinzip für diese Schicht analysiert.

3. Die Wende in der bürgerlichen Gesellschaft: Dieses Kapitel behandelt den gesellschaftlichen Wandel im späten 19. Jahrhundert und die Entstehung neuer Forderungen nach sozialer Gleichheit durch die Arbeiterbewegung.

4. Fazit: Das Fazit fasst den Übergang von der Ständegesellschaft zur bürgerlichen Klassengesellschaft zusammen und bewertet die historische Bedeutung der bürgerlichen Emanzipation.

5. Anhang: Dieser Teil dokumentiert die verwendeten Literaturquellen sowie die herangezogenen historischen Dokumente und Gesetzestexte.

Schlüsselwörter

19. Jahrhundert, Bürgertum, Verbürgerlichung, Ständegesellschaft, Klassengesellschaft, Bildungsbürgertum, Großbürgertum, Leistungsprinzip, Sozialer Wandel, Rechtsgleichheit, Arbeiterbewegung, Gesellschaftsstruktur, Allgemeine Landrecht, Emanzipation, Politische Umgestaltung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der historischen Entwicklung des Bürgertums im 19. Jahrhundert und dessen Rolle als treibende Kraft für gesellschaftliche und politische Veränderungen.

Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?

Die Arbeit fokussiert sich auf die Differenzierung des Bürgertums, die Bedeutung des Leistungsprinzips, die rechtliche Definition des Bürgerstatus und den Wandel zur modernen Klassengesellschaft.

Was ist die zentrale Forschungsfrage der Hausarbeit?

Die Autorin untersucht, wie, wann und warum es zum Entstehen und Erstarken des Bürgertums als gesellschaftliche Gruppe kam.

Welche wissenschaftliche Methode wird zur Analyse verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse sowie die Auswertung zeitgenössischer Quellen, insbesondere Gesetzestexte wie das Allgemeine Landrecht für die Preußischen Staaten.

Was steht im inhaltlichen Hauptteil im Fokus?

Der Hauptteil analysiert die Entstehung des Begriffs Bürgertum, die verschiedenen sozialen Gruppierungen, die Repräsentation des Bürgertums und die Wende zur Bürgergesellschaft durch soziale Bewegungen.

Welche Schlagworte charakterisieren diese Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere 19. Jahrhundert, Bürgertum, Verbürgerlichung, Ständegesellschaft und soziale Mobilität.

Welche Bedeutung hatte das Allgemeine Landrecht von 1794 für die Definition des Bürgers?

Es diente als erste juristische Grundlage, die Bürger von Adel und Bauernstand abgrenzte und den Status des "Bürgers" an einen Wohnsitz in der Stadt knüpfte.

Warum entstand im späten 19. Jahrhundert eine sozialistische Arbeiterbewegung?

Aufgrund anhaltender sozialer Ungleichheit und der Dominanz elitärer Schichten forderten benachteiligte Gruppen Rechte und Gleichstellung, was zur Organisation der Arbeiter führte.

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Details

Titel
Das Entstehen und Erstarken des Bürgertums als gesellschaftliche Gruppe im 19. Jahrhundert
Hochschule
Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen  (Historisches Institut der RWTH Aachen)
Note
3,0
Autor
Julia Engels (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2015
Seiten
13
Katalognummer
V384468
ISBN (eBook)
9783668606050
ISBN (Buch)
9783668606067
Sprache
Deutsch
Schlagworte
entstehen erstarken bürgertums gruppe jahrhundert
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Julia Engels (Autor:in), 2015, Das Entstehen und Erstarken des Bürgertums als gesellschaftliche Gruppe im 19. Jahrhundert, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/384468
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Leseprobe aus  13  Seiten
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