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Essen und Trinken hält Leib und Seele zusammen - Die Kulturgeschichte des Essens im Spiegel der Spruchweisheiten

Title: Essen und Trinken hält Leib und Seele zusammen - Die Kulturgeschichte des Essens im Spiegel der Spruchweisheiten

Term Paper , 2004 , 27 Pages , Grade: 2

Autor:in: M.A. Sina Neumann (Author)

Cultural Studies - Empiric Cultural Studies
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Sprichwörter, Sentenzen, geflügelte Worte, sprichwörtliche Redensarten und Formeln sind Bestandteil des Alltags wie des Nicht-Alltags, wie zum Beispiel des Festes. Damals wie heute vermitteln sie Lebensweisheiten, Verhaltensregeln, Erfahrungen, Eselsbrücken und vieles mehr, aber auch Aberglauben und Irrtümer. Sie lassen uns aufhorchen oder schmunzeln, sie erleichtern uns das Leben indem sie uns (an)leiten, scheinen altbacken und sind doch allgegenwärtig und oft genutzt. Sie sind einfache, leicht zu merkende und zu vermittelnde Sprüche und gehören zur Kulturgeschichte eines jeden Landes unbedingt dazu, da sie die Kultur der Vergangenheit wie die der Gegenwart wiederspiegeln und damit „Zeitzeugen“ darstellen.

Die zahlreiche Literatur zur Kulturgeschichte des Essens und Trinkens ist in ihrem Umfang kaum zu erfassen, deshalb kann die Thematik stets nur angerissen werden. Auch zu den Sprichwörtern, Zitaten und geflügelten Worten gibt es eine Fülle von Literatur, jedoch handelt es sich zumeist um reine Sammlungen, die zur Analyse nur die zu erforschenden Objekte - also die Sprüche -, jedoch keinerlei Untersuchung der Quellen bieten, die für den Kulturwissenschaftler von Bedeutung sind.

Zu Beginn soll nun mit Hilfe von Definitionen die Kategorisierung der Sprüche möglich gemacht und damit in die Thematik eingeführt werden. Diese bilden, indem sie die Sprüche in Beziehung zu Form und Aussage setzen, die Grundlage zur Analyse und Bewertung des Spruchs „Essen und Trinken hält Leib und Seele zusammen“. In einem zweiten Schritt wird ebendieser Spruch dann kategorisiert und sein Ursprung betrachtet. Schließlich wird er im Kontext der Kulturgeschichte des Essens beurteilt, indem er in Relation zu Ausschnitten ebendieser gesetzt wird, wie zum Beispiel beim Verhältnis von Essen und Festen oder Essen und Glauben, und schlussendlich findet sich auch ein Fazit.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Begriffsbestimmungen

2.1 Sprichwörter

2.2 Sittensprüche

2.3 Sentenzen

2.4 Sprichwörtliche Redensarten

2.5 Sprichwörtliche Formeln

2.6 Geflügelte Worte

3. Kategorisierung und Ursprung von „Essen und Trinken hält Leib und Seele zusammen“

4. Bestandteile des Spruches, dessen Deutung und Bewertung unter Zuhilfenahme der Kulturgeschichte des Essens

4.1 Essen als bestimmendes Element für die Entwicklung der Menschheit

4.1.1 Das Brot - der Laib für den Leib

4.1.2 Das Salz - die Würze des Lebens

4.2 Essen und Erotik – Leib und Seele durch Essen stimulieren

4.3 Essen und Trinken als fester Bestandteil von Festen

4.3.1 Die Griechen der Antike

4.3.2 Das Erntedankfest

4.4 Essen und Glauben

4.4.1 Die Fastenzeit

4.4.2 Kannibalismus bei den Azteken

4.5 Essen und Trinken als Inspirationsquelle

4.5.1 Gemälde

4.5.2 Gedichte

5. Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die kulturelle und historische Bedeutung des Spruchs „Essen und Trinken hält Leib und Seele zusammen“ und analysiert, wie diese Redewendung in verschiedenen gesellschaftlichen Kontexten wie Glauben, Erotik, Riten und Kunst als Spiegel menschlicher Lebensgestaltung fungiert.

  • Definition und Kategorisierung verschiedener Spruchformen
  • Kulturgeschichte der Grundnahrungsmittel Brot und Salz
  • Essen als Verbindung von körperlicher Sättigung und geistiger Stimulation
  • Bedeutung von Essen und Trinken bei Festen und religiösen Riten
  • Essen und Trinken als Inspirationsquelle in der Kunst

Auszug aus dem Buch

4.1.1 Das Brot – der Laib für den Leib

Bereits einige hunderttausend Jahre der Menschheitsgeschichte waren verstrichen, ehe unsere Vorfahren die Nahrung nicht mehr ausschließlich in rohem Zustand zu sich nahmen. Sie sind ursprünglich Sammler, gehen dann zum Anbau über und nehmen im Laufe der folgenden Jahrtausende eine züchterische Auslese von besonders wohlschmeckenden und grosssamigen Getreidefrüchten vor. Die Getreidekörner werden zunächst roh verspeist. Bis zum handwerklichen Herstellen von Brot gibt es noch viele Dinge wie ständiges Bereithalten von Feuer beziehungsweise das Erzeugen desselbigen, und viele andere Hilfsmittel zu entdecken und zu erfinden. Anfangs verbessert man den Genuss durch das Rösten von Getreidekörnern, denn die roh gegessenen Samen sind schwer verdaulich.

Das Rösten ist eine Nachahmung des Fleischbratens. Später wird eine Suppe aus Getreidekörnern gefertigt, dabei werden sie zerquetscht und dann mit Wasser gekocht, so entsteht der Brei. Schließlich wird der Brei gekocht, durchaus keine eintönige Nahrung. Der Geschmack des Breies kann durch Zutaten wie Honig, Wurzeln, Beeren und Pilze, sogar durch Fisch und Fleisch verändert werden. Es ist wahrscheinlich Zufall, dass sich aus dem Brei der Fladen entwickelt. Trocknet Brei im Gefäß an oder bäckt er auf Stein fest - entsteht ein Fladen, der im frischen Zustand essbar ist, allerdings schnell sehr hart wird und auch wieder zu Brei aufgeweicht werden kann.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in das Thema Spruchweisheiten als Zeitzeugen ein und erläutert die Zielsetzung der Analyse des spezifischen Spruchs „Essen und Trinken hält Leib und Seele zusammen“.

2. Die Begriffsbestimmungen: Dieses Kapitel liefert eine wissenschaftliche Abgrenzung zwischen Sprichwörtern, Sittensprüchen, Sentenzen, Redensarten, Formeln und geflügelten Worten zur methodischen Vorbereitung.

3. Kategorisierung und Ursprung von „Essen und Trinken hält Leib und Seele zusammen“: Das Kapitel ordnet den Ausspruch historisch und formell ein, wobei er primär als deutsches Sprichwort kategorisiert wird.

4. Bestandteile des Spruches, dessen Deutung und Bewertung unter Zuhilfenahme der Kulturgeschichte des Essens: Der Hauptteil untersucht anhand verschiedener kultureller Aspekte, wie Essen den Leib und Geist des Menschen maßgeblich formt und beeinflusst.

5. Schlussbetrachtung: Das Fazit fasst zusammen, dass der Spruch die enge Verbindung von Nahrung, Glauben, Festkultur und menschlichem Sozialverhalten widerspiegelt.

Schlüsselwörter

Kulturgeschichte, Essen, Trinken, Sprichwörter, Leib und Seele, Brot, Salz, Ernährung, Festkultur, Riten, Glauben, Erotik, Kunst, Inspiration, Volkskunde

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die kulturelle Dimension des bekannten Sprichworts „Essen und Trinken hält Leib und Seele zusammen“ und dessen historische Verankerung.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Arbeit beleuchtet die Bedeutung von Nahrung in Bezug auf menschliche Entwicklung, soziale Riten, Erotik, religiöse Praktiken und die künstlerische Inspiration.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, den Ursprung und die tieferliegende Bedeutung des Spruchs mittels kulturgeschichtlicher Einordnung zu begründen und zu verifizieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine definitorische Abgrenzung der Spruchformen und eine vergleichende Analyse kulturgeschichtlicher Beispiele, um die Kernaussage des Sprichworts zu untermauern.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert die symbolische und praktische Rolle von Brot und Salz, die Verbindung von Essen und Erotik, Feste wie das Erntedankfest, religiöse Fastenbräuche sowie die Darstellung von Essen in der Kunst.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Schlagworte sind Kulturgeschichte, Sprichwörter, Ernährung, Riten, Religion und die anthropologische Verbindung von Körper und Geist durch Nahrung.

Warum wird im Kapitel 4.4.2 der Kannibalismus thematisiert?

Dieses Kapitel dient als extremes Beispiel, um zu illustrieren, dass die Verbindung von Glauben und der Nahrungsaufnahme keine geografischen oder kulturellen Grenzen kennt und die Universalität des untersuchten Sprichworts unterstützt.

Inwiefern beeinflusst das Gemälde von Arcimboldo die Argumentation?

Das Gemälde „Der Herbst“ dient als Beleg für die Inspirationskraft des Essens auf den menschlichen Geist, der dadurch künstlerische Werke erschaffen kann, was die Aussage des Sprichworts auf eine künstlerische Ebene hebt.

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Details

Title
Essen und Trinken hält Leib und Seele zusammen - Die Kulturgeschichte des Essens im Spiegel der Spruchweisheiten
College
http://www.uni-jena.de/  (Volkskunde/Kulturgeschichte)
Course
Spruchweisheiten
Grade
2
Author
M.A. Sina Neumann (Author)
Publication Year
2004
Pages
27
Catalog Number
V38420
ISBN (eBook)
9783638374880
ISBN (Book)
9783638654418
Language
German
Tags
Essen Trinken Leib Seele Kulturgeschichte Essens Spiegel Spruchweisheiten
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
M.A. Sina Neumann (Author), 2004, Essen und Trinken hält Leib und Seele zusammen - Die Kulturgeschichte des Essens im Spiegel der Spruchweisheiten, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/38420
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