Ausgrenzung und Anfeindung, sogar Mobbing und Diskriminierung sind keine Seltenheiten an Orten, an denen unterschiedliche Menschen aufeinandertreffen. Es gibt verschiedene Ursachen, die zu Diskriminierung führen können: Religionszugehörigkeit, soziale Status, äußerliche Merkmale und spezifische Gruppenzugehörigkeit sind einige von diesen.
Einer in Deutschland im Jahr 2010 durchgeführten Umfrage zufolge sind 54,8 % der Befragten der Meinung, dass es in ihrer unmittelbaren Umgebung nicht genügend Menschen gebe, die sie so akzeptieren, wie sie sind.
In meiner Arbeit werde ich untersuchen, inwieweit Homosexualität in Deutschland im 21. Jahrhundert von der Gesellschaft akzeptiert wird und ob Diskriminierungen und Ausgrenzungen homosexueller Paare stattfindet. Um meine Fragen beantworten zu können, werde ich zunächst die Ursachen für Diskriminierung gegenüber Homosexuellen darlegen. Daraufhin versuche ich dies mithilfe des Theoretikers Norbert Elias anhand seines Modells Winston Parva zu verdeutlichen, welches er in seinem Werk "Etabliert und Außenseiter" beschreibt.
Inhaltsverzeichnis
- 1. Einleitung und Fragestellung
- 2. Begriffserklärungen
- 2.1. Stigmatisierung
- 2.2. Außenseiter
- 2.3. Diskriminierung
- 3. Ursachen für die Diskriminierung Homosexueller
- 4. Norbert Elias: Über die Gesellschaft der Individuen
- 4.1. Prozess- und Figurationssoziologie
- 4.2. Anwendung von Winston Parva auf Homophobie
- 5. Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Arbeit befasst sich mit der Diskriminierung von Homosexuellen in der deutschen Gesellschaft des 21. Jahrhunderts und analysiert die Ursachen für diese Ausgrenzung anhand des soziologischen Modells von Norbert Elias. Sie untersucht, inwieweit Homosexualität in Deutschland von der Gesellschaft akzeptiert wird und ob Diskriminierungen und Ausgrenzungen homosexueller Paare stattfinden.
- Diskriminierung von Homosexuellen in Deutschland
- Ursachen für die Ausgrenzung und Diskriminierung
- Das soziologische Modell von Norbert Elias
- Akzeptanz von Homosexualität in der Gesellschaft
- Gleichstellung homosexueller Paare
Zusammenfassung der Kapitel
- Kapitel 1: Einleitung und Fragestellung
- Kapitel 2: Begriffserklärungen
- Kapitel 3: Ursachen für die Diskriminierung Homosexueller
- Kapitel 4: Norbert Elias: Über die Gesellschaft der Individuen
Die Einleitung führt das Thema der Diskriminierung von Homosexuellen in der heutigen Gesellschaft ein und stellt die Leitfrage der Arbeit vor: Inwieweit wird Homosexualität in Deutschland im 21. Jahrhundert von der Gesellschaft akzeptiert?
Dieses Kapitel definiert wichtige Begriffe, die im Zusammenhang mit der Ausgrenzung und Diskriminierung von Homosexuellen stehen, wie Stigmatisierung, Außenseiter und Diskriminierung.
Das Kapitel beleuchtet verschiedene Ursachen für die Diskriminierung von Homosexuellen in der Gesellschaft. Es wird beispielsweise auf die eingeschränkte rechtliche Gleichstellung und die negativen Erfahrungen von Kindern mit gleichgeschlechtlichen Eltern hingewiesen.
Dieses Kapitel stellt das soziologische Modell von Norbert Elias vor, insbesondere die Prozess- und Figurationssoziologie. Es wird erläutert, wie Elias' Modell zur Erklärung von Ausgrenzung und Diskriminierung herangezogen werden kann.
Schlüsselwörter
Homosexualität, Diskriminierung, Ausgrenzung, Akzeptanz, Gesellschaft, Norbert Elias, Prozess- und Figurationssoziologie, Winston Parva, Stigmatisierung, Außenseiter, Fremdadoption, rechtliche Gleichstellung.
Häufig gestellte Fragen
Wie erklärt Norbert Elias die Ausgrenzung von Minderheiten?
Elias nutzt das Modell von „Etablierten und Außenseitern“ (Winston Parva). Er beschreibt, wie Gruppen Macht nutzen, um andere zu stigmatisieren und sich selbst durch eine überlegene Identität abzugrenzen.
Wird Homosexualität in Deutschland im 21. Jahrhundert voll akzeptiert?
Die Arbeit untersucht genau diese Frage. Trotz rechtlicher Fortschritte finden weiterhin Diskriminierung, Mobbing und soziale Ausgrenzung statt, was oft auf tief verwurzelte gesellschaftliche Machtstrukturen zurückzuführen ist.
Was sind die Hauptursachen für die Diskriminierung Homosexueller?
Ursachen sind unter anderem religiöse Vorurteile, gesellschaftliche Normen zur Kernfamilie sowie eine lange Zeit fehlende rechtliche Gleichstellung (z.B. bei der Adoption).
Was bedeutet Stigmatisierung im soziologischen Kontext?
Stigmatisierung ist der Prozess, bei dem bestimmten Personen oder Gruppen negative Merkmale zugeschrieben werden, die sie von der „normalen“ Gesellschaft abheben und sie so zu Außenseitern machen.
Was ist die Prozess- und Figurationssoziologie?
Dies ist der theoretische Ansatz von Norbert Elias. Er betrachtet die Gesellschaft nicht als statisch, sondern als ein Geflecht (Figuration) von Individuen, deren Beziehungen und Machtverhältnisse sich ständig wandeln.
Spielt die rechtliche Gleichstellung eine Rolle bei der Akzeptanz?
Ja, die Arbeit zeigt auf, dass gesetzliche Regelungen (wie die Fremdadoption oder die Ehe für alle) wichtige Schritte zur Überwindung des Außenseiter-Status sind, aber nicht automatisch alle sozialen Vorurteile beenden.
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- Anonym (Author), 2014, Homosexualität zwischen Akzeptanz und Ausgrenzung. Ein Erklärungsversuch mit Norbert Elias, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/383699