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Aspekte der Ethik und Beratung in der Pränataldiagnostik

Title: Aspekte der Ethik und Beratung in der Pränataldiagnostik

Term Paper , 2015 , 22 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Sozial Arbeit (Bacherlor) Franziska Koch (Author)

Pedagogy - Theory of Science, Anthropology
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Es ist leichter „nein“ zu Veränderungen zu sagen, als mit ihr zu wachsen. Thema dieser Hausarbeit ist die Pränataldiagnostik (PND) mit dem Aspekt der Ethik und der Beratung. Ich möchte mich mit der Frage auseinandersetzten, ob die PND nun Fluch oder Segen ist und ob daraus die resultierende Beratung zur Perfektionierung der scheinbar nötigen PND geworden ist. Denn mit dem heutigen Wissen und Können der Medizin entwickeln sich die gestalterischen Eingriffe an Möglichkeiten mit wahnsinniger Geschwindigkeit. Daher ist menschliche Existenz nun nicht mehr nur ein Geschenk Gottes und der Ursprung der Natur. Sondern vielmehr ist die Schwangerschaft ein kontrollierter Prozess geworden, wo es um die Vorsorge, Auslese von Krankheit und Behinderungen geht. Und dieses Für und Wider löst Hoffnungen sowie aber auch unvorhergesehene Ängste mit endlosen Fragen aus. Da es nun aber die moderne Medizin verlangt, sich mit der Pränataldiagnostik auseinander zu setzen und den sich daraus resultiert Fragen, wird eine professionelle Beratung unausweichlich und wird somit ein Muss zu jeder medizinischen Vorsorge. Daher möchte ich ebenfalls ein Augenmerk darauflegen, welches Gewicht die Beratung spielt, wenn bereits durch die PND über ein Leben entschieden wird. Denn die ethischen Aspekte sind oftmals nicht mit der PND zu vereinbaren. Zwei Literaturquellen, die meine Arbeit in größerem Ausmaß angeregt haben, sind zu einem die Zeitschrift von dem Hrsg. Sichtwechsel e.V., mit dem Titel: „Schwangerschaft und pränatale Diagnostik“ geschrieben von Kurmann und Wegener. Und das Buch „Pränataldiagnostik und psychosoziale Beratung“ von Wassermann und Rohde. Zu Anfang meiner Hausarbeit erkläre ich die Grundlagen der PND, das umfasst den eigentlichen Begriff sowie die genauen Methoden aber auch die rechtliche Seite der PND. Dies dient dem Verständnis und der Orientierung zu diesem Thema.

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Inhaltsverzeichnis

1. Pränataldiagnostik (PND)

1.1 Methoden der PND

1.1.1 Nichtinvasiven Untersuchungsmethoden

1.1.2 Invasiven Methoden

1.2 Ziel der PND

1.3 Risiken der PND

1.4 Die gesetzliche Grundlage

2. PND auf dem Prüfstand der Ethischen Aspekte

2.1 Das Für und Wider der PND

2.2 Wann ist ein Leben lebenswert?

3. Die psychosoziale Beratung

3.1 Beratung vor der PND

3.2 Das Ziel der Beratung vor der PND

4. Beratung während der PND

4.1 Ziel der Beratung während der PND

4.2 Wichtige Aspekte die Aufkommen

5. Beratung nach der PND

5.1 Ziele der Beratung nach der PND

5.2 Was kommt nach der Diagnostik?

6. Persönliche Stellungnahme

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Pränataldiagnostik (PND) im Spannungsfeld zwischen medizinischem Fortschritt, ethischer Verantwortung und der Notwendigkeit einer psychosozialen Beratung für werdende Eltern. Die zentrale Forschungsfrage ist dabei, ob die PND als Segen oder Fluch zu betrachten ist und welche Rolle eine professionelle Beratung bei der Bewältigung der resultierenden Entscheidungszwänge spielt.

  • Grundlagen, Methoden und Risiken der Pränataldiagnostik
  • Ethische Reflexion über Lebenswert und gesellschaftliche Selektion
  • Rechtlicher Rahmen und die Bedeutung der ärztlichen Aufklärung
  • Konzept und Ziele der psychosozialen Begleitung vor, während und nach der Diagnostik
  • Umgang mit Belastungssituationen und Krisenintervention bei pathologischen Befunden

Auszug aus dem Buch

2.1 Das Für und Wider der PND

Für: Einem Kind mit schwerer Behinderungen kann ein Leben voller Schmerz und Leid erspart bleiben.

Wider: Inwieweit ein behinderter Mensch Schmerz und Leid empfindet, wissen wir nicht, wir wissen das behinderte Menschen genauso an ihrem Leben hängen wir jeder andre. Mitleid sollte hier keinen Raum finden, denn es entspringt aus der eigenen Angst, Erwartungen, Ansprüchen und der Solidarität, die man eigentlich jemanden entgegen bringen sollte.

Für: Der Frau könnte die zweite Hälfte der Schwangerschaft, das Austragen eines behinderten/kranken Kindes erspart bleiben.

Wider: Ein Schwangerschaftsabbruch ab der 12 SSW ist mit erheblichen Belastungen verbunden, die zu psychischen und psychischen Störungen führen können.

Für: Die Pflege eines behinderten Kindes kann eine unzumutbare Belastung für die Eltern/Partnerschaft/Familie sein.

Wider: Durch die gestellte Aufgabe des Andersseins lernt der Mensch mitzuwachsen und Grenzen zu verschieben. Ein Zusammenwachsen der Familie findet statt und es eröffnet sich ein anderes wertvolles Leben mit anderen Facetten.

Für: Eltern haben für viele Jahre über Ihr „normales“ Elterndasein hinaus Verantwortung.

Wider: Es gibt viele verschiedene Wohnformen und Projekte, die dazu dienen, den Elternteilen Entlastung zu geben. Auch sind Einrichtungen für eine eigenständige Entwicklung der behinderten Menschen besser.

Für: Durch die PND ist es der Mutter möglich, sich bewusst zu entscheiden und sich damit dann auf das Kommende besser vorzubereiten

Zusammenfassung der Kapitel

1. Pränataldiagnostik (PND): Dieses Kapitel erläutert die medizinischen Grundlagen, unterteilt in invasive und nichtinvasive Methoden, und betrachtet die gesetzlichen sowie risikobezogenen Rahmenbedingungen.

2. PND auf dem Prüfstand der Ethischen Aspekte: Hier erfolgt eine ethische Auseinandersetzung mit der PND, wobei die konträren Argumente für und gegen die Untersuchung sowie die gesellschaftliche Definition von lebenswertem Leben beleuchtet werden.

3. Die psychosoziale Beratung: Dieses Kapitel widmet sich der Bedeutung der Beratung vor der Untersuchung, um Eltern Entscheidungskompetenz zu vermitteln und die emotionale Belastung einzuordnen.

4. Beratung während der PND: Der Fokus liegt auf der Unterstützung schwangerer Frauen bei auffälligen Befunden, um Ängste zu mindern und die Bindung zum ungeborenen Kind zu stabilisieren.

5. Beratung nach der PND: Hier wird die notwendige Krisenintervention bei belastenden Diagnosen thematisiert, um eine verantwortungsvolle Entscheidungsfindung und langfristige psychische Entlastung zu ermöglichen.

6. Persönliche Stellungnahme: Die Autorin fasst ihre ethische Position zusammen und kritisiert die zunehmende Tendenz der medizinischen Perfektionierung zu Lasten der menschlichen Vielfalt.

Schlüsselwörter

Pränataldiagnostik, PND, Ethik, psychosoziale Beratung, Schwangerschaft, Behinderung, Lebensrecht, Selbstbestimmung, Schwangerschaftsabbruch, Eugenik, Medizin, Krisenintervention, Selektion, Fehlbildung, Vorsorge

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Hausarbeit befasst sich mit den ethischen, rechtlichen und psychosozialen Aspekten der Pränataldiagnostik und untersucht deren Rolle in der heutigen Schwangerschaftsvorsorge.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Zentrale Themen sind die Abwägung von Nutzen und Risiko der PND, die ethische Problematik der Selektion sowie die notwendige professionelle Beratung der Eltern.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, aufzuzeigen, wie medizinische Verfahren Ängste und Entscheidungszwänge bei Eltern auslösen und warum eine psychosoziale Begleitung für einen verantwortungsvollen Umgang damit essenziell ist.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Arbeit?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse und einer ethisch-theoretischen Reflexion der aktuellen medizinischen und rechtlichen Praxis.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Darstellung medizinischer Verfahren, eine ethische Analyse der PND-Problematik und ein ausführliches Kapitel zur psychosozialen Beratung in verschiedenen Phasen der Diagnostik.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Pränataldiagnostik, Ethik, psychosoziale Beratung, Selbstbestimmung, Lebenswert und Selektion.

Welche Bedeutung hat das "Zeitfenster" für Eltern?

Das Zeitfenster zwischen der Diagnosestellung und einem möglichen Schwangerschaftsabbruch ist entscheidend, um den Eltern Raum für psychosoziale Beratung und konstruktive Auseinandersetzung mit der neuen Lebenssituation zu geben.

Warum betont die Autorin die Rolle des Partners?

Die Autorin hebt die Einbeziehung des Partners hervor, da Krisen bei der PND die Partnerschaft stark belasten können und ein gemeinsamer Prozess für eine stabile Entscheidung unerlässlich ist.

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Details

Title
Aspekte der Ethik und Beratung in der Pränataldiagnostik
College
Protestant University of Applied Sciences Dresden
Grade
1,3
Author
Sozial Arbeit (Bacherlor) Franziska Koch (Author)
Publication Year
2015
Pages
22
Catalog Number
V381407
ISBN (eBook)
9783668578784
ISBN (Book)
9783668578791
Language
German
Tags
Pränataldiagnostik Abbruch Abtreibung Ethik Beratung Hilfe Urteilsbildung Kinder Diagnostik Pränatal Euthanasie Baby Familie Entscheidungen Schwangerschaft Behinderung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sozial Arbeit (Bacherlor) Franziska Koch (Author), 2015, Aspekte der Ethik und Beratung in der Pränataldiagnostik, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/381407
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