Der Bereich der Rehabilitationspädagogik schließt viele Aufgaben und Zielsetzungen bei der Arbeit mit behinderten Menschen ein. Ob und wie diese Aufgaben unternommen und tatsächlich verwirklicht werden, ist mitunter Angelegenheit der rehabilitationspädagogischen Forschung. Durch Studien und Untersuchungen, welche durch ein großes Repertoire von Erhebungsmethoden gekennzeichnet sind, ermöglichen den Einblick in den Lebensalltag von Behinderten. Umfragen in Form von Fragebögen finden den häufigsten Anklang in der quantitativen Forschung. Interviews hingegen sind charakteristisch für den qualitativen Bereich der Forschung. Beide Forschungsbereiche haben einen wichtigen Anteil an der Verbesserung der Lebenssituation behinderter Menschen. So möchte auch Leue-Käding (2002), die Verfasserin der Dissertation "Sexualität und Partnerschaft bei Jugendlichen mit einer geistigen Behinderung – Probleme und Möglichkeiten einer Enttabuisierung", einen Beitrag zur Aufklärung in diesem auf Grund seiner Brisanz, wenig diskutierten und oft in der Öffentlichkeit verdrängten Lebensbereich leisten.
Diese Arbeit widmet sich ausschließlich der forschungsmethodischen Analyse der empirischen Untersuchung von Leue-Käding, inhaltliche oder themenspezifische Schwerpunkte stehen nicht zur Debatte. Daher ist diese Arbeit wie folgt aufgebaut: Der erste Teil beschreibt kurz die Anlage der empirischen Untersuchung (2) von Leue-Käding, bevor es zum eigentlichen Hauptteil dieser Arbeit, der methodischen Vorgehensweise (3) und dessen Darstellung der Ergebnisse (4) der empirischen Untersuchung kommt. Das abschließende Fazit (5) wird diese Arbeit abrunden.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Anlage der empirischen Untersuchung
- Forschungsmethodisches Instrumentarium der empirischen Untersuchung
- Netzwerk des methodischen Zugangs
- Vorbereitung der Interviews
- Durchführung der Interviews
- Methodische Darstellung der Ergebnisse
- Textanalytische Darstellung
- Themenanalytische Darstellung
- Schilderung von Interviewsituationen
- Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Arbeit analysiert die forschungsmethodische Vorgehensweise in der Dissertation von Leue-Käding (2002) zum Thema "Sexualität und Partnerschaft bei Jugendlichen mit einer geistigen Behinderung - Probleme und Möglichkeiten einer Enttabuisierung". Ziel ist es, die methodischen Ansätze der empirischen Untersuchung zu beleuchten und zu verstehen, wie diese Erkenntnisse zur Aufklärung und Enttabuisierung des Themas beitragen können.
- Qualitative Forschungsmethoden im Fokus
- Narrative und problemzentrierte Interviews
- Perspektiven verschiedener Akteure (Jugendliche, Eltern, Lehrer)
- Sichtbarkeit und Verständnis der Lebensrealität von Jugendlichen mit geistiger Behinderung im Kontext von Sexualität und Partnerschaft
- Möglichkeiten und Grenzen der Enttabuisierung
Zusammenfassung der Kapitel
- Einleitung: Diese Einleitung präsentiert die Dissertation von Leue-Käding und erläutert den Fokus dieser Arbeit auf die methodische Analyse der empirischen Untersuchung.
- Anlage der empirischen Untersuchung: Dieses Kapitel beschreibt den Entstehungskontext und die grundlegende Vorgehensweise der Untersuchung. Dazu gehören die Auswahl der Probanden (Jugendliche mit geistiger Behinderung, Eltern, Lehrer) sowie die eingesetzten Methoden.
- Forschungsmethodisches Instrumentarium der empirischen Untersuchung: Dieser Abschnitt beleuchtet das methodische Vorgehen der Untersuchung, insbesondere die Verwendung von qualitativen Methoden wie narrativen und problemzentrierten Interviews sowie Expertengesprächen. Die Relevanz des qualitativen Ansatzes für die Erforschung von Lebenswirklichkeiten und individuellen Perspektiven wird hervorgehoben.
Schlüsselwörter
Die zentralen Themen der Arbeit sind Sexualität, Partnerschaft, geistige Behinderung, qualitative Forschung, narrative Interviews, problemzentrierte Interviews, Enttabuisierung, Lebenswirklichkeit, Perspektiven verschiedener Akteure.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Dissertation von Susan Leue-Käding?
Sie untersucht die Themen Sexualität und Partnerschaft bei Jugendlichen mit einer geistigen Behinderung und sucht nach Wegen der Enttabuisierung.
Welche Forschungsmethoden wurden in der Studie angewandt?
Die Studie nutzt qualitative Methoden, insbesondere narrative und problemzentrierte Interviews sowie Expertengespräche.
Wer wurde für die empirische Untersuchung befragt?
Die Probanden umfassen betroffene Jugendliche mit geistiger Behinderung sowie deren Eltern und Lehrer.
Was ist das Ziel der forschungsmethodischen Analyse?
Ziel ist es, das methodische Instrumentarium der Dissertation kritisch zu beleuchten und zu zeigen, wie qualitative Forschung Lebenswirklichkeiten sichtbar machen kann.
Wie werden die Ergebnisse der Interviews dargestellt?
Die Darstellung erfolgt textanalytisch und themenanalytisch, ergänzt durch Schilderungen der konkreten Interviewsituationen.
- Citar trabajo
- M. A. Sabine Wolf (Autor), 2003, Forschungsmethodische Analyse zur Dissertation "Sexualität und Partnerschaft bei Jugendlichen mit einer geistigen Behinderung" von Susan Leue-Käding, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/381200