Diese Arbeit befasst sich mit Hilfe von verschiedenen Theorien mit der Analyse des Rollentausches (der Bauer Jeppe wird für einen Tag zum Baron) und warum Jeppe derart größenwahnsinnig wird. Des weiteren wird die Frage diskutiert, inwiefern die geschichtlich sozialen Aspekte des Lebens als Bauer im frühen 18. Jahrhundert in Skandinavien zu Jeppes aggressivem Verhalten als Baron beitragen. Außerdem wird die Unterdrückung, welche Jeppe zu Hause von seiner Frau widerfährt, miteinbezogen. Zu guter Letzt wird ein Vergleich mit dem berühmten Standford-Prison-Experiment herangezogen, um die Macht der Situation besser zu erörtern.
Inhaltsverzeichnis
- Vorwort
- 1) Die Bauern Skandinaviens
- 1.1) Die Bauerntradition Dänemarks und Norwegens
- 1.2) Die Unterdrückung der Bauern
- 2) Der Konflikt sozialer Rollen
- 2.1) Die soziale Rolle Jeppes
- 2.2) Die Macht der Situation
- 2.3) Das Stanford-Prison-Experiment
- 2.4) Ein Vergleich zwischen Jeppe und dem Stanford-Prison-Experiment
- Nachwort
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit untersucht den Rollenkonflikt in Ludvig Holbergs Stück "Jeppe vom Berge" und analysiert, wie die soziale Rolle des Bauern Jeppe zu seiner Verwandlung in einen größenwahnsinnigen "Baron" führt. Die Arbeit befasst sich mit der Macht der sozialen Rolle und dem Einfluss der Situation auf das menschliche Verhalten.
- Der Einfluss der sozialen Rolle auf das menschliche Verhalten
- Die Macht der Situation und ihre Auswirkungen auf die Persönlichkeit
- Die historische Situation der Bauern in Skandinavien im 18. Jahrhundert
- Der Vergleich zwischen Jeppes Transformation und dem Stanford-Prison-Experiment
- Die Rolle von Alkoholismus und Unterdrückung in der Gestaltung von Jeppes Verhalten
Zusammenfassung der Kapitel
Das Vorwort führt in die Tragikomödie "Jeppe vom Berge" von Ludvig Holberg ein und beleuchtet die soziale und historische Situation des Bauern im frühen 18. Jahrhundert. Kapitel 1 befasst sich mit der Geschichte der Bauern Skandinaviens, insbesondere mit ihrer traditionellen Rolle als Wikinger und ihrer zunehmenden Unterdrückung durch Adel und Kirche. Kapitel 2 analysiert den Konflikt sozialer Rollen, der im Stück dargestellt wird, und untersucht die Rolle des Bauern Jeppes im Kontext der Macht der Situation. Darüber hinaus wird das Stanford-Prison-Experiment als Vergleich herangezogen, um die Auswirkungen der Situation auf das menschliche Verhalten besser zu verstehen.
Schlüsselwörter
Sozialer Rollenkonflikt, Macht der Situation, Stanford-Prison-Experiment, Bauern Skandinaviens, Unterdrückung, Alkoholkonsum, Tragikomödie, Ludvig Holberg, "Jeppe vom Berge".
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in Holbergs „Jeppe vom Berge“?
Das Stück handelt von einem armen, unterdrückten Bauern, der im Rausch als Baron verkleidet wird und in dieser neuen sozialen Rolle plötzlich selbst zum Tyrannen mutiert.
Was ist ein sozialer Rollenkonflikt?
Ein Rollenkonflikt entsteht, wenn die Erwartungen an verschiedene soziale Rollen einer Person (z. B. Ehemann, Untertan, Herrscher) nicht vereinbar sind oder die Person in eine völlig fremde Rolle gedrängt wird.
Warum wird Jeppe als Baron so größenwahnsinnig?
Die Arbeit analysiert dies als Folge seiner jahrelangen Unterdrückung. Die plötzliche Macht in der neuen Situation führt dazu, dass er die Aggressionen, die er selbst erfahren hat, nun weitergibt.
Wie wird der Vergleich zum Stanford-Prison-Experiment gezogen?
Beide zeigen die „Macht der Situation“: Menschen passen ihr Verhalten extrem schnell an die ihnen zugewiesene Machtposition an, oft mit negativen psychologischen Folgen.
Welche Rolle spielt die historische Situation der Bauern?
Im 18. Jahrhundert waren Bauern in Skandinavien stark unterdrückt und rechtlos. Jeppes Verhalten reflektiert die harten Lebensbedingungen und die Flucht in den Alkoholismus.
- Arbeit zitieren
- BA Daniel Hödl (Autor:in), 2015, Der Rollenkonflikt in Ludvig Holbergs "Jeppe vom Berge" oder "Der verwandelte Bauer". Die Macht der sozialen Rolle, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/380310