Die Unterweisung findet an der Hotelrezeption, dem Arbeitsplatz der Auszubildenden statt.
Dieser Platz ist bestens geeignet, da sich die Auszubildende in ihrem gewohnten lernförderlichen Arbeitsumfeld befindet. Der Arbeitsplatz ist ergonomisch eingerichtet, die Sitz- und Tischflächen lassen sich variabel an die Körpergröße der Auszubildenden anpassen. Der Tisch und der Stuhl der Auszubildenden wurden im Hinblick auf die Unfallverhütungsvorschriften auf ihre Standfestigkeit überprüft. Die Temperatur im Lobby-Bereich des Hotels liegt bei 22°C. Alle benötigten Lernmaterialien liegen am Arbeitsplatz bereit.
Die Unterweisung findet um 09:30 Uhr, einer für das konzentrierte Lernen optimalen Uhrzeit, im Back-Office der Rezeption statt. Die Auszubildende hat dadurch die Möglichkeit sich mit der nötigen Ruhe auf die Unterweisung zu konzentrieren.
Die Unterweisung ist auf 20 Minuten festgesetzt.
Inhaltsverzeichnis
1. Ort und Dauer der Unterweisung
2. Vorstellung der Auszubildenden
2.1 Merkmale
2.2 Wissen/ Können
2.3 Leistungsverhalten und persönliches Verhalten
2.4 Soziales Verhalten
2.5 Entwicklungsphase:
3. Didaktische Überlegungen
3.1 Fachlicher Inhalt der Unterweisung
3.2 Wichtigkeit für die Auszubildende
3.3 Zusammenhang mit dem Berufsschulunterricht
4. Methodische Überlegungen
4.1 Methodenwahl
4.2 Methodenbegründung
5. Lernziele
5.1 Allgemeines
5.2 Richtlernziel
5.3 Groblernziel
5.4 Feinlernziel, Lernzielbereich und Lernzielstufen
6. Geplanter Unterweisungsverlauf
6.1 Stufe 1: Vorbereiten und Motivieren der Auszubildenden
6.2 Stufe 2: Vormachen und Erklären
6.3 Stufe 3: Nachmachen und Erklären durch die Auszubildende
6.4 Stufe 4: Üben und Festigen des Gelernten
7. Ausbildungserfolgskontrollen
7.1 Allgemein
7.2 Ausbildungserfolgskontrollen während der Unterweisung
Zielsetzung & Themen
Ziel dieser Arbeit ist die strukturierte Planung und methodische Durchführung einer praktischen Unterweisung im Rahmen der Ausbildereignungsprüfung, um der Auszubildenden die korrekte Führung und Abrechnung einer Hotelkasse zu vermitteln.
- Methodik der Vier-Stufen-Methode im betrieblichen Kontext
- Festlegung kognitiver, psychomotorischer und affektiver Lernziele
- Strukturierung einer Arbeitszergliederung für Kassenabrechnungen
- Umsetzung von Unfallverhütungsvorschriften am Arbeitsplatz
- Einsatz von Erfolgskontrollen im Ausbildungsverlauf
Auszug aus dem Buch
6. Geplanter Unterweisungsverlauf
Frau Kaufmann wird von mir freundlich begrüßt und in ein kurzes lockeres Gespräch verwickelt. Dadurch nehme ich Frau Kaufmann die eventuell vorhandenen Hemmungen und Ängste vor der folgenden Unterweisung.
Ich informiere Frau Kaufmann über das Thema der geplanten Unterweisung. Ich weise sie darauf hin, dass sie dieses neu erworbene Wissen für spätere Aufgaben qualifiziert. Ziel ist es, das Interesse von Frau Kaufmann zu wecken und die Leistungsbereitschaft zu steigern.
Um das vorhandene Wissen abzufragen knüpfe ich an das vorausgegangene Ausbildungsthema an, indem ich ihr eine Frage über das „Buchen von Umsätzen mit Hilfe des Computers“ stelle. Kann Frau Kaufmann die Frage positiv beantworten, werde ich das lobend anerkennen, um sie weiter zu motivieren. Hat sie Probleme bei der Beantwortung werde ich ihr meine Enttäuschung darüber mitteilen und ihr eine zeitnahe Wiederholung des Themas ankündigen. Gleichzeitig muss ich ihr meine gestellte Frage beantworten, um sie nicht im Unwissen zu lassen.
Ich überprüfe zusammen mit Frau Kaufmann die Funktion und die korrekte Einstellung ihres Arbeitsstuhls und verweise dabei auf die Unfallverhütungsvorschriften und die allgemeine Verordnung „BGV A1“.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Ort und Dauer der Unterweisung: Beschreibt die Rahmenbedingungen des Arbeitsplatzes in der Hotelrezeption und die zeitliche Planung der Unterweisung.
2. Vorstellung der Auszubildenden: Skizziert das Profil der Auszubildenden hinsichtlich Alter, Vorwissen und ihrer aktuellen Entwicklungsphase.
3. Didaktische Überlegungen: Erläutert den fachlichen Inhalt der Unterweisung sowie deren Bedeutung für den betrieblichen Alltag und den Bezug zur Berufsschule.
4. Methodische Überlegungen: Begründet die Entscheidung für die Vier-Stufen-Methode aufgrund ihrer hohen Praxisnähe und Lerneffektivität.
5. Lernziele: Definiert die angestrebten Richt-, Grob- und Feinlernziele inklusive der Lernzielbereiche und Stufen.
6. Geplanter Unterweisungsverlauf: Detaillierte Beschreibung der vier Phasen des Lernprozesses, von der Vorbereitung bis zur Festigung des Gelernten.
7. Ausbildungserfolgskontrollen: Erklärt die Methoden zur Überprüfung des Lernerfolgs während der Unterweisung.
Schlüsselwörter
Ausbildereignungsprüfung, Hotelkasse, Kassenabrechnung, Vier-Stufen-Methode, Berufsbildung, Arbeitszergliederung, Hotelfachfrau, Lernziele, Erfolgskontrolle, Tages-Finanzbericht, Ausbildung, Unterweisung, Handlungskompetenz, Logisbereich.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Dokumentation grundsätzlich?
Die Arbeit dokumentiert den geplanten Ablauf einer praktischen Unterweisung im Ausbildungsberuf Hotelfachfrau am Beispiel der Kassenführung.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Im Fokus stehen die praktische Kassenabrechnung, die Anwendung der Vier-Stufen-Methode und die pädagogische Gestaltung des Ausbildungsprozesses.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist die Vermittlung der Kompetenz, eine Kassenabrechnung eigenständig, korrekt und unter Beachtung betrieblicher Vorschriften durchzuführen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird die klassische Vier-Stufen-Methode angewendet, ergänzt durch das Prinzip des "Learning by doing".
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil umfasst didaktische und methodische Überlegungen, die Festlegung von Lernzielen sowie den konkreten zeitlichen Ablauf der Unterweisung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Hotelfachfrau, Kassenabrechnung, Ausbildung, Vier-Stufen-Methode und Handlungskompetenz.
Warum wird die Vier-Stufen-Methode bevorzugt?
Da diese Methode den Auszubildenden von Beginn an einbindet und durch das "Lernen mit allen Sinnen" eine Behaltensquote von ca. 90 % erreicht werden kann.
Welche Rolle spielt die Unfallverhütung?
Die Unfallverhütung wird bereits bei der Vorbereitung des Arbeitsplatzes durch ergonomische Anpassungen und Verweise auf die BGV A1 berücksichtigt.
- Quote paper
- Ingo Ulbrich (Author), 2005, Hotelkasse führen und abrechnen (Unterweisung Hotelfachmann / -fachfrau), Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/37942