Thomas W. ist 12 Jahre alt und besitzt die deutsche Staatsbürgerschaft. Bei der Geburt gab es keine Komplikationen und seine Entwicklung verlief normal. Außer den typischen Kinderkrankheiten hatte er keine nennenswerten anderen Krankheiten. Anhand eines CFT 20 – Tests (Intelligenztest) wurde ein IQ von 104 festgestellt. Die motorischen Fähigkeiten liegen ebenfalls im mittleren Bereich. Thomas’ Interessen liegen im technischen Bereich. Er interessiert sich sehr für den Aufbau und die Funktion von Handys, mobilen Festnetz Anlagen und Computern. Er selbst besitzt ebenfalls ein Handy, das er immer bei sich trägt und anderen Personen präsentiert. Thomas’ Familie ist oft umgezogen was zur Folge hat, dass er sich nirgends richtig zu Hause fühlt. Er hat Schwierigkeiten auf Personen zuzugehen und sich auf sie einzulassen. Sich anderen Personen anzuvertrauen, über seine Probleme zu reden oder Erlebnisse aufzuarbeiten fällt ihm besonders schwer. Thomas findet keinen richtigen Weg zum kommunizieren. In der Schule fällt Thomas dadurch auf, dass er versucht durch Quatsch Aufmerksamkeit auf sich zu lenken. Er wird oft aggressiv, wodurch er auch in Konflikt mit vielen Lehrern und Schülern gerät.
Inhaltsverzeichnis
- Anthropologische Voraussetzungen
- Soziokulturelle Voraussetzungen
- Therapie
- Lernziel
- Medien
- Methoden
- Durchführung
- Ergebnis und Reflexion
- Anhang
- Verlaufsplan
- Protokoll / Geschichte
- Protokoll / Interview
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die pädagogische Handlungseinheit zielt auf den Aufbau einer Beziehung zu Thomas W., einem 12-jährigen Jungen mit Schwierigkeiten im sozialen Bereich, ab. Das Ziel ist es, dass Thomas sich öffnen kann, über seine Probleme spricht und eine Vertrauensbasis zu den wichtigen Bezugspersonen in seinem Leben aufbauen kann.
- Beziehungsaufbau und Vertrauensbildung
- Kommunikationsfähigkeiten verbessern
- Soziale Interaktion fördern
- Umgang mit Aggressionen und Aufmerksamkeitssuche
- Entwicklung einer positiven Beziehung zu den Eltern
Zusammenfassung der Kapitel
Anthropologische Voraussetzungen
Dieses Kapitel stellt Thomas W. vor und beschreibt seine Persönlichkeit und seine Entwicklung. Es wird erwähnt, dass er Schwierigkeiten hat, mit anderen Menschen in Kontakt zu treten und sich ihnen anzuvertrauen. Thomas hat auch Schwierigkeiten mit der Kommunikation und zeigt häufig aggressives Verhalten.
Soziokulturelle Voraussetzungen
In diesem Kapitel werden die Lebensumstände von Thomas beleuchtet. Es wird beschrieben, dass er mit seiner Mutter lebt und wenig Kontakt zu seinem Vater hat. Seine Eltern haben sich getrennt, als er 7 Jahre alt war, und er hatte seitdem Schwierigkeiten, eine enge Beziehung zu seiner Mutter aufzubauen. Die Trennung der Eltern hat Thomas stark beeinflusst.
Therapie
Dieses Kapitel beschreibt den Beginn der Therapie von Thomas. Es wird erklärt, dass die Therapie sich hauptsächlich auf den Beziehungsaufbau konzentriert und dass Thomas bereits eine vorherige Therapie zur Unterstützung während der Trennung seiner Eltern absolviert hat.
Lernziel
Das Kapitel Lernziel definiert die Ziele der pädagogischen Handlungseinheit. Das Hauptziel ist es, eine vertrauensvolle Beziehung zu Thomas aufzubauen und ihm zu helfen, seine Kommunikationsfähigkeiten zu verbessern. Darüber hinaus soll er lernen, mit anderen Menschen in Kontakt zu treten und seine Aggressionen zu kontrollieren.
Medien
Dieses Kapitel listet die Medien auf, die in der pädagogischen Handlungseinheit eingesetzt werden, darunter Spiele, ein Diktiergerät und ein Denkspiel. Die Verwendung der Medien wird im Verlaufsplan näher erläutert.
Methoden
Das Kapitel Methoden präsentiert verschiedene Methoden, die in der Handlungseinheit eingesetzt werden. Dazu gehören Spielaktivitäten, das gemeinsame Erstellen von Geschichten und das Führen von Interviews. Die Methoden dienen dazu, eine entspannte Atmosphäre zu schaffen und Thomas zu motivieren, sich zu öffnen.
Schlüsselwörter
Die pädagogische Handlungseinheit konzentriert sich auf den Beziehungsaufbau in der Kinder- und Jugendlichen Psychotherapie, insbesondere bei Kindern mit sozialen Schwierigkeiten. Zentrale Themen sind die Kommunikation, die Entwicklung von Vertrauensbasis und die Bewältigung von Aggressionen.
Häufig gestellte Fragen
Was ist das Ziel der Therapie bei Thomas W.?
Das Hauptziel ist der Beziehungsaufbau und die Vertrauensbildung, damit sich der 12-jährige Junge öffnen und über seine sozialen Schwierigkeiten sprechen kann.
Welche Probleme zeigt der Junge im Alltag?
Thomas fällt durch aggressives Verhalten, Aufmerksamkeitssuche ("Quatsch machen") und Schwierigkeiten, sich auf andere Menschen einzulassen, auf.
Welche Rolle spielt die Familiengeschichte?
Häufige Umzüge und die Trennung der Eltern haben dazu geführt, dass sich Thomas nirgends zu Hause fühlt und Schwierigkeiten hat, Vertrauen zu entwickeln.
Welche Methoden werden in der Therapie eingesetzt?
Eingesetzt werden spielerische Aktivitäten, das gemeinsame Erstellen von Geschichten und Interviews, um eine entspannte Kommunikationsbasis zu schaffen.
Wie werden Medien in dieser pädagogischen Einheit genutzt?
Es werden Spiele, ein Diktiergerät und Denkspiele verwendet, um Thomas zu motivieren und seine technischen Interessen (z. B. Handys) in die Arbeit einzubeziehen.
Was sind die soziokulturellen Voraussetzungen des Falls?
Die Arbeit beleuchtet die Lebensumstände bei der Mutter, den geringen Kontakt zum Vater und die Auswirkungen der instabilen sozialen Bindungen.
- Quote paper
- Andrea Scheib (Author), 2003, Beziehungsaufbau in der Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapie, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/37894