In der vorliegenden Arbeit werden die Aspekte der Politischen Bildung und des Demokratie-Lernens durch das Arbeitsmodell Kinderparlament untersucht. Im Einzelnen gliedert sich die Arbeit wie folgt: die ersten drei Kapitel bilden die theoretische Grundlage und die Einführung in die Thematik. Zunächst werden die Rechte der Kinder in Deutschland anhand der UN-Kinderrechtskonvention angeführt, um die juristische Grundlage zu beleuchten. Sodann folgt die Definition und Präzisierung des Begriffs der politischen Bildung. Dies wird besonders unter dem Ziel der politischen Partizipation im Alltag und in der Schule betrachtet. Daran anschließend wird der Philosoph John Dewey und sein Prinzip des Demokratie-Lernens dargestellt. Um die Aktualität mit dem historischen Kontext zu verknüpfen, wird das Kerncurriculum zur Analyse herangezogen, da das Ziel des Demokratie-Lernen noch heute Ziel politischer Bildung ist.
Das Zentrum der Arbeit bildet das dritte Kapitel, in denen zunächst die Geschichte und Entstehung des Kinderparlaments dargestellt wird. Neben der Literatur ziehe ich in diesem Kapitel auch ein exemplarisches Kinderparlament heran: Das Schülerparlament der Haupt- und Realschule (Landkreis Aurich). Dies kann natürlich nur einen Einblick in die Strukturen und Bedingungen eines solchen Projekts bieten. Ergänzend dient die Fachliteratur. Das Kapitel beschäftigt sich beginnend mit den Organisationsstrukturen, also der Konzeption und dem Aufbau. Anschließend werden Aspekte erörtert, die die Reichweite eines Kinderparlaments betreffen. Dies sind die Bedingungsfelder, der Handlungsbedarf und das Machtgefüge. Daran anschließend werden die Ziele formuliert, die ein Kinderparlament verfolgt.
Das vierte Kapitel widmet sich einer theoretischen und persönlichen Reflexion um die Bedeutung für die politische Bildung. Dabei werden zum einen die Herausforderungen, und Möglichkeiten aber auch die Grenzen des Parlaments beleuchtet. An dieser Stelle findet ein individueller Ausblick für die Haupt- und Realschule statt. Dieses Kapitel beschäftigt sich hauptsächlich mit kritischen Überlegungen und der Bedeutung für die politische Willensbildung. Ein zusammenfassendes Fazit schließt die Arbeit ab. Die Ergebnisse werden resümiert. Die sich daraus ableitenden Konsequenzen für eine adäquate Beteiligung Jugendlicher im Bereich der Politik sollen anhand dessen verdeutlicht werden.
Inhaltsverzeichnis
- 1. Einleitung
- 2. Kinder als Teil der Gesellschaft
- 2.1. Die Rechte der Kinder nach der UN-Kinderrechtskonvention
- 3. Konzeption und Aufbau
- 3.1. Zur inhaltlichen Fassung der Komponente „politische Bildung“
- 3.2. Demokratie lernen als Ziel politischer Bildung
- 3.2.1. Früh übt sich - Das Kinderparlament
- 3.2.2. Geschichte, Entstehung und Verbreitung von Kinderparlamenten
- 3.3. Bedingungsfeld, Handlungsbedarf und Machtbefugnisse
- 3.4. Ziele
- 3.5. Dokumentation der Sitzung vom 13.02.2015
- 4. Bedeutung des Projekts
- 4.1. Herausforderungen, Grenzen und Möglichkeiten
- 4.2. Ausblick für die Haupt- und Realschule XY
- 5. Fazit
- 6. Literaturverzeichnis:
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit analysiert Kinder- und Jugendparlamente als repräsentative Modelle zur politischen Bildung und betrachtet die Förderung demokratischen Verhaltens bei Kindern und Jugendlichen. Sie fokussiert sich auf die Frage, inwiefern Kinderparlamente einen geeigneten Rahmen für Demokratie-Lernen bieten.
- Rechte der Kinder nach der UN-Kinderrechtskonvention
- Politische Bildung und das Ziel des Demokratie-Lernens
- Geschichte, Entstehung und Verbreitung von Kinderparlamenten
- Konzeption und Aufbau von Kinderparlamenten
- Bedeutung von Kinderparlamenten für politische Bildung
Zusammenfassung der Kapitel
Die ersten Kapitel legen die theoretische Grundlage für die Untersuchung. Kapitel 2 beleuchtet die Rechte der Kinder in Deutschland anhand der UN-Kinderrechtskonvention. Kapitel 3 definiert den Begriff der politischen Bildung und stellt das Prinzip des Demokratie-Lernens nach John Dewey dar.
Kapitel 3 widmet sich der Analyse von Kinderparlamenten. Es behandelt die Geschichte und Entstehung des Modells, seine Organisationsstrukturen, Bedingungsfelder, Handlungsbedarf, Machtgefüge und Ziele.
Kapitel 4 reflektiert die Bedeutung von Kinderparlamenten für die politische Bildung, beleuchtet Herausforderungen, Grenzen und Möglichkeiten und bietet einen Ausblick für die Haupt- und Realschule XY.
Schlüsselwörter
Kinderrechte, UN-Kinderrechtskonvention, politische Bildung, Demokratie-Lernen, Kinderparlament, repräsentative Partizipation, Selbstorganisation, politische Willensbildung, Herausforderungen, Grenzen, Möglichkeiten.
Häufig gestellte Fragen
Was ist ein Kinderparlament und welches Ziel verfolgt es?
Ein Kinderparlament ist ein Modell zur politischen Bildung, das Kindern ermöglicht, Demokratie durch Partizipation und Selbstorganisation im Alltag oder in der Schule zu erlernen.
Welche rechtliche Grundlage haben Kinderparlamente?
Die Grundlage bildet die UN-Kinderrechtskonvention, die das Recht der Kinder auf Beteiligung und Gehör in sie betreffenden Angelegenheiten festschreibt.
Wer war John Dewey und was hat er mit Demokratie-Lernen zu tun?
John Dewey war ein Philosoph, dessen Prinzip des „Demokratie-Lernens“ besagt, dass Demokratie nicht nur eine Regierungsform, sondern eine Lebensform ist, die man durch Handeln erlernen muss.
Wie ist ein typisches Schülerparlament aufgebaut?
Es verfügt über feste Organisationsstrukturen, regelmäßige Sitzungen und definierte Machtbefugnisse, um über schulische Belange mitzuentscheiden.
Welche Herausforderungen gibt es bei Kinderparlamenten?
Herausforderungen liegen oft im Machtgefüge zwischen Erwachsenen und Kindern sowie in der Gefahr, dass Partizipation nur pro forma stattfindet.
Fördert ein Kinderparlament die politische Willensbildung?
Ja, durch die Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Meinungen und die Suche nach Kompromissen schult es das Verständnis für politische Prozesse und Verantwortung.
- Arbeit zitieren
- Daje Brahms (Autor:in), 2015, Das Kinderparlament als Lernort politischer Bildung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/378260