Sich verändernde konjunkturelle und strukturelle Herausforderungen und Rahmenbedingungen zwingen Unternehmen zur Reaktion mit verschiedensten Konzepten. In diesem Zusammenhang nutzen Unternehmen „Outsourcing“ von Produkten und Dienstleistungen im Rahmen des „Lean Managements“, um sich auf ihre Kernkompetenzen zu konzentrieren und Fixkosten zu reduzieren. Zunehmend wird mittels „Personal-Outsourcing“ versucht, den fixen Personalkostenblock abzubauen bzw. in variable Kosten umzuwandeln. Die Verschlankung der Unternehmen geht dabei einher mit umfangreichen Umstrukturierungs- und Rationalisierungsprozessen. Oftmals wird der Personalbestand derart minimiert, dass er keinen „Organizational Slack“ aufweist, d. h. keine Personalreserven (qualitativ wie quantitativ) hat. Da dies auch für den Führungskräftebereich gilt, kann es in bestimmten Situationen nötig sein, externe Managementressourcen und damit Know-how ins Unternehmen zu holen, um schnell, flexibel und adäquat auf Umwelt- und Wettbewerbsveränderungen reagieren zu können. Hierfür bietet sich der Einsatz von Interim-Management an.
Ziel dieser Arbeit ist es darzulegen, warum eine Nachfrage durch die Unternehmen nach Interim-Management als Personaldienstleistung existiert. Vor diesem Hintergrund ist eine Abgrenzung des Interim-Managements zu anderen Vertragsbeziehungen und dessen rechtliche Einordnung vorzunehmen, als auch dessen gegenwärtige Verbreitung aufzuzeigen. Kern der Arbeit bildet die Frage nach den Einsatzmöglichkeiten im Unternehmen, dem Aufzeigen und Evaluieren der Vor- und Nachteile, welche letztlich die Nachfrage nach Interim-Management bestimmen und beeinflussen.
Inhaltsverzeichnis
- 1. Einleitung
- 2. Interim-Management
- 2.1. Definition
- 2.2. Abgrenzung zu anderen Arbeits- und Dienstverhältnissen
- 2.3. Rechtliche Aspekte
- 2.4. Bedeutung und Verbreitung
- 3. Einsatzmöglichkeiten
- 3.1. Überblick
- 3.2. Stellvertretung
- 3.3. Krisenmanagement
- 3.4. Projektmanagement
- 4. Vor- und Nachteile des Interimseinsatzes
- 4.1. Zeitliche und flexible Verfügbarkeit
- 4.2. Vorzüge und Eigenschaften des Interim-Managers
- 4.3. Kostenseitige Betrachtung
- 4.4. Unabhängigkeit und Nachhaltigkeit
- 4.5. Weitere Aspekte
- 5. Fazit und Ausblick
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Ziel dieser Arbeit ist es, die Nachfrage nach Interim-Management als Personaldienstleistung durch Unternehmen zu beleuchten. Dabei werden die Definition und rechtliche Einordnung von Interim-Management sowie die Abgrenzung zu anderen Vertragsbeziehungen näher betrachtet. Außerdem wird die Bedeutung und Verbreitung von Interim-Management analysiert. Des Weiteren werden Einsatzmöglichkeiten von Interim-Management im Unternehmen aufgezeigt, um anschließend die Vor- und Nachteile zu untersuchen, die die Nachfrage nach dieser Personaldienstleistung beeinflussen.
- Definition und Abgrenzung von Interim-Management
- Rechtliche Rahmenbedingungen und Bedeutung von Interim-Management
- Einsatzmöglichkeiten von Interim-Management im Unternehmen
- Vor- und Nachteile des Interimseinsatzes für Unternehmen
- Einflussfaktoren auf die Nachfrage nach Interim-Management
Zusammenfassung der Kapitel
Das erste Kapitel widmet sich der Einleitung und stellt den Kontext der Arbeit vor. Es geht um die Herausforderungen, die Unternehmen aufgrund verändernder Rahmenbedingungen bewältigen müssen, und wie Outsourcing und Personal-Outsourcing dabei eine Rolle spielen.
Das zweite Kapitel befasst sich mit dem Interim-Management. Es werden die Definition, rechtliche Aspekte, Abgrenzung zu anderen Arbeits- und Dienstverhältnissen sowie Bedeutung und Verbreitung von Interim-Management beleuchtet.
Das dritte Kapitel untersucht verschiedene Einsatzmöglichkeiten von Interim-Management in Unternehmen, darunter Stellvertretung, Krisenmanagement und Projektmanagement.
Im vierten Kapitel werden die Vor- und Nachteile des Interimseinsatzes für Unternehmen beleuchtet. Dabei werden Aspekte wie zeitliche und flexible Verfügbarkeit, Vorzüge und Eigenschaften des Interim-Managers, Kosten, Unabhängigkeit, Nachhaltigkeit und weitere Aspekte betrachtet.
Schlüsselwörter
Interim-Management, Personaldienstleistung, Outsourcing, Personal-Outsourcing, Lean Management, Kernkompetenzen, Fixkosten, Organizational Slack, Umwelt- und Wettbewerbsveränderungen, Managementressourcen, Know-how, Vertragsbeziehungen, Einsatzmöglichkeiten, Vor- und Nachteile, Nachfrage, Flexibilität, Kostenreduktion.
Häufig gestellte Fragen
Was ist Interim-Management?
Interim-Management ist der befristete Einsatz externer Führungskräfte in Unternehmen, um spezifische Probleme zu lösen, Vakanzen zu überbrücken oder Projekte umzusetzen.
Warum fragen Unternehmen Interim-Management nach?
Gründe sind fehlende interne Personalreserven (Organizational Slack), der Bedarf an speziellem Know-how oder die Notwendigkeit, schnell auf Marktveränderungen zu reagieren.
In welchen Situationen wird ein Interim-Manager eingesetzt?
Typische Einsatzgebiete sind die Stellvertretung bei plötzlichen Ausfällen, das Krisenmanagement in Sanierungsphasen oder die Leitung komplexer Projekte.
Was sind die Vorteile von Interim-Management?
Vorteile sind die sofortige Verfügbarkeit, hohe Flexibilität, die Umwandlung von fixen in variable Personalkosten und die objektive Außensicht des Managers.
Wie grenzt sich Interim-Management von Beratung ab?
Im Gegensatz zum Berater übernimmt der Interim-Manager operative Linienverantwortung und ist direkt an der Umsetzung der Maßnahmen beteiligt.
- Quote paper
- Thomas Geyer (Author), 2004, Die Nachfrage nach Interimsmanagement als Personaldienstleistung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/37753