Die vorliegende Bachelorthesis thematisiert die Kapitalanlage von Privatinvestoren in Zeiten des gegenwärtigen Niedrigzinsumfeldes unter Einbezug verschiedener Anlagestrategien. Die Anlage von Kapital erfährt, bedingt durch den demographischen Wandel mit einem einhergehenden sinkenden Rentenniveau, eine zunehmende Würdigung.
Besondere Bedeutung wird im Rahmen dieser Arbeit den Finanztiteln beigemessen. Die Zahl der deutschen Kapitalanleger an der Börse pendelt auf einem Niveau zwischen acht und zehn Millionen (DAI 2017, S.3). Dies ist unter anderem dem Dispositionseffekt geschuldet. Genannter Effekt besagt unter anderem, dass Privatanleger Verluste mehr fürchten, als sie Gewinne begehren. Dies zieht nach sich, dass greifbare Vorteile ungenutzt bleiben, um der unwahrscheinlicheren Chance des Versagens vorzubeugen (Haase 2016, S.3).
In der vorliegenden Arbeit wird der Privatanleger, auch Retail-Anleger genannt, als Wirtschaftssubjekt betrachtet. Dies ist eine natürliche Person, welche meist über wenig bis keine finanzielle Allgemeinbildung verfügt. Retail-Anleger bedürfen folglich oftmals professioneller Anlageberatung, um die, durch fehlende Expertise entstandene, Informationsasymmetrie zu minimieren, bzw. zu neutralisieren (Lambert/Leuz/Verrecchia 2011, S.5f.).
Der Rahmen einer Bachelorarbeit erfordert bei der vorhandenen Vielzahl an Investitionsmöglichkeiten eine gewisse Einschränkung. Gegenstand dieser Arbeit stellen primär Finanztitel dar. Zu diesen gehören unter anderem Fonds, Einzelaktien wie auch Zertifikate. Keine Beachtung finden hingegen Anlagestrategien, welche auf materielle Investitionsgegenstände ausgelegt sind. Ausnahme stellt das Investieren in Mietimmobilien dar, da diese Form der Kapitalanlage, wie im Verlauf der Arbeit noch genauer erläutert, in Deutschland als profitabel angesehen wird und dem Vergleich zu den vorherigen behandelten Finanztiteln dienen soll.
Inhaltsverzeichnis
- Problemstellung
- Theoretische Fundierung
- Privatanleger
- Niedrigzinsumfeld
- Eingrenzung der Anlagestrategien
- Benchmark & Bewertungsschema
- Vergleich der Anlagestrategien
- Aktien-Fonds
- Investmentfonds & Hedgefonds
- Exchange-Traded Funds
- Einzelaktien
- Value-Investing
- Buy-and-Hold
- Dividendenstrategie
- Schlussbetrachtung der Einzelaktien
- Day-Trading mit CFDs
- Zertifikate
- Hebelzertifikate
- Discount-Zertifikate
- Mietimmobilien
- Zusammenfassung & Fazit
- Reflexion der Vorgehensweise
- Handlungsanweisungen
- Ausblick
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Bachelorarbeit untersucht verschiedene Anlagestrategien für Privatinvestoren im Kontext des anhaltenden Niedrigzinsumfeldes. Ziel ist es, die Vor- und Nachteile verschiedener Strategien aufzuzeigen und Handlungsempfehlungen für Privatinvestoren abzuleiten.
- Analyse des Niedrigzinsumfeldes und seiner Auswirkungen auf private Kapitalanlagen
- Vergleich verschiedener Anlagestrategien (Aktienfonds, Einzelaktien, Day-Trading, Zertifikate, Immobilien)
- Bewertung der Risiken und Renditen verschiedener Anlageklassen
- Entwicklung von Handlungsempfehlungen für Privatinvestoren
- Reflexion der gewählten Methodik und Ausblick auf zukünftige Entwicklungen
Zusammenfassung der Kapitel
Problemstellung: Die Arbeit befasst sich mit der Kapitalanlage von Privatinvestoren im Niedrigzinsumfeld und untersucht die Herausforderungen, die sich daraus ergeben. Sie beleuchtet den Rückgang der Aktieninvestments durch deutsche Anleger aufgrund von Risikoaversion und Dispositionseffekt, verdeutlicht durch den Vergleich von historischen Aktienkursentwicklungen und aktuellen niedrigen Zinsen auf Spareinlagen. Die Arbeit legt den Fokus auf verschiedene Anlagestrategien als Alternativen zu niedrigverzinsenden Sparformen.
Theoretische Fundierung: Dieses Kapitel legt die theoretischen Grundlagen der Arbeit dar. Es definiert den Begriff des Privatanlegers und beschreibt das aktuelle Niedrigzinsumfeld sowie seine Ursachen und Auswirkungen auf die Kapitalanlage. Die Eingrenzung der betrachteten Anlagestrategien und das zu verwendende Bewertungs- und Benchmarkschema werden ebenfalls definiert, um einen methodisch sauberen Vergleich zu gewährleisten.
Vergleich der Anlagestrategien: Dieser zentrale Teil der Arbeit analysiert verschiedene Anlagestrategien für Privatanleger, darunter Aktienfonds (inklusive Investmentfonds, Hedgefonds und ETFs), Einzelaktien (mit den Strategien Value Investing, Buy-and-Hold und Dividendenstrategie), Day-Trading mit CFDs, und Zertifikate (Hebel- und Discountzertifikate), sowie Mietimmobilien. Jedes dieser Anlageinstrumente wird im Detail beschrieben, seine spezifischen Vor- und Nachteile werden im Kontext des Niedrigzinsumfelds analysiert und miteinander verglichen. Die Kapitel synthetisieren die Ergebnisse der einzelnen Analysen zu einem umfassenden Vergleich der Strategien.
Schlüsselwörter
Privatanleger, Niedrigzinsumfeld, Anlagestrategien, Aktienfonds, ETFs, Einzelaktien, Value Investing, Buy-and-Hold, Dividendenstrategie, Day-Trading, CFDs, Zertifikate, Hebelzertifikate, Discount-Zertifikate, Mietimmobilien, Risiko, Rendite, Portfolio.
Häufig gestellte Fragen (FAQ) zur Bachelorarbeit: Anlagestrategien für Privatanleger im Niedrigzinsumfeld
Was ist der Gegenstand der Bachelorarbeit?
Die Bachelorarbeit untersucht verschiedene Anlagestrategien für Privatinvestoren im Kontext des anhaltenden Niedrigzinsumfelds. Sie analysiert die Vor- und Nachteile verschiedener Strategien und leitet daraus Handlungsempfehlungen für Privatanleger ab.
Welche Anlagestrategien werden untersucht?
Die Arbeit vergleicht Aktienfonds (inklusive Investmentfonds, Hedgefonds und ETFs), Einzelaktien (mit den Strategien Value Investing, Buy-and-Hold und Dividendenstrategie), Day-Trading mit CFDs, Zertifikate (Hebel- und Discountzertifikate) und Mietimmobilien.
Wie ist die Arbeit strukturiert?
Die Arbeit gliedert sich in eine Problemstellung, eine theoretische Fundierung, einen Vergleich der Anlagestrategien, eine Zusammenfassung und ein Fazit. Die theoretische Fundierung definiert den Privatanleger, beschreibt das Niedrigzinsumfeld und legt das Bewertungs- und Benchmarkschema fest. Der Vergleich analysiert detailliert die einzelnen Anlagestrategien und deren Vor- und Nachteile. Das Fazit beinhaltet eine Reflexion der Vorgehensweise, Handlungsanweisungen und einen Ausblick.
Was sind die Ziele der Arbeit?
Die Arbeit zielt darauf ab, die Herausforderungen der Kapitalanlage im Niedrigzinsumfeld für Privatanleger zu beleuchten, verschiedene Anlagestrategien zu vergleichen, Risiken und Renditen zu bewerten und Handlungsempfehlungen für Privatinvestoren zu entwickeln. Zusätzlich wird die gewählte Methodik reflektiert und ein Ausblick auf zukünftige Entwicklungen gegeben.
Welche Schlüsselwörter beschreiben die Arbeit?
Schlüsselwörter sind: Privatanleger, Niedrigzinsumfeld, Anlagestrategien, Aktienfonds, ETFs, Einzelaktien, Value Investing, Buy-and-Hold, Dividendenstrategie, Day-Trading, CFDs, Zertifikate, Hebelzertifikate, Discount-Zertifikate, Mietimmobilien, Risiko, Rendite, Portfolio.
Wie wird das Niedrigzinsumfeld in der Arbeit behandelt?
Die Arbeit analysiert das Niedrigzinsumfeld und seine Auswirkungen auf private Kapitalanlagen. Sie beleuchtet den Rückgang von Aktieninvestments aufgrund von Risikoaversion und Dispositionseffekt und zeigt verschiedene Anlagestrategien als Alternativen zu niedrigverzinsenden Sparformen auf.
Wie werden die einzelnen Anlagestrategien bewertet?
Jede Anlagestrategie wird detailliert beschrieben, ihre spezifischen Vor- und Nachteile im Kontext des Niedrigzinsumfelds analysiert und mit anderen Strategien verglichen. Die Arbeit synthetisiert die Ergebnisse der Einzelanalysen zu einem umfassenden Vergleich.
Welche Handlungsempfehlungen werden gegeben?
Die Arbeit entwickelt Handlungsempfehlungen für Privatinvestoren basierend auf dem Vergleich der verschiedenen Anlagestrategien und der Analyse ihrer Risiken und Renditen. Diese Empfehlungen werden im Fazit der Arbeit präsentiert.
- Quote paper
- Marko Kühne (Author), 2017, Anlagestrategien für Privatinvestoren in einem Niedrigzinsumfeld, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/376787