Alexander der Große – Sohn Philipps II., König von Makedonien und Hegemon des korinthischen Bundes – ist wohl jedem ein Begriff. Oftmals werden Termini wie Hellenismus oder Indienfeldzug mit dem König assoziiert. Demnach werden Alexanders Taten zu dessen Lebzeiten häufig thematisiert, ob in Filmen oder auch Geschichtsbüchern. Welche Auswirkungen Alexanders plötzlicher Tod jedoch auf die darauffolgende Zeit und das griechische Reich hatte, wird meist völlig außer Acht gelassen. Unmittelbar nach Alexanders Tod kam es wegen Machtkämpfen zum Lamischen Krieg, beteiligte Parteien waren das Makedonenreich und Athen sowie dessen neue Bündnispartner. Genau jener Krieg soll in dieser Arbeit genauer untersucht werden. Im Fokus liegen hier die Aspekte der Innenpolitik Athens und die Gründung eines neuen Hellenbundes unter der Führung Athens.
Zu Beginn wird kurz auf den Verlauf des Krieges eingegangen, um so verschiedene Zusammenhänge, die im Laufe der Arbeit herausgearbeitet werden, besser verständlich zu machen. Anschließend wird näher auf die Innenpolitik Athens eingegangen. Hierbei wird der Weg hin zum Kriegsbeschluss näher erläutert. An dieser Stelle kommt die Frage auf, welche Motive die Athener zu einem Krieg bewegten und welche Ziele dabei verfolgt wurden. Im zweiten Themenfeld, der Gründung des Hellenbundes, wird zuerst auf den Rekrutierungsprozess eingegangen. Auf Fragen wie „Wer trat dem neuen Bündnis bei und weshalb?“ soll in diesem Kapitel eingegangen werden. Des Weiteren soll geklärt werden, wie die Struktur des Bündnissystems in Bezug auf Politik und Militärwesen aussah. Zum Ende des Kapitels wird noch die Frage beantwortet, welche Vorstellungen Athen selbst von dem neu gegründeten Hellenenbund hatte.
Inhaltsverzeichnis
- I. Einleitung
- II. Der Lamische Krieg
- 1. Kriegsverlauf
- 2. Die Situation in Athen vor dem Kriegsbeschluss und die Entscheidung für einen Krieg
- 2.1. Kriegsdiskussion und Kriegsbeschluss
- 2.2. Motive Athens für einen Krieg
- 2.3. Ziele eine Krieges
- 3. Der Aufbau des Hellenbundes
- 3.1. Rekrutierung von Bündnispartnern
- 3.2. Militärische Verfassung des Hellenbundes
- 3.3. Politische Verfassung des Hellenbundes
- 3.4. Athenische Ideologie
- III. Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Arbeit analysiert den Lamischen Krieg und beleuchtet dabei die Innenpolitik Athens sowie die Gründung eines neuen Hellenbundes unter athenischer Führung. Die Untersuchung geht der Frage nach, wie Athen zum Kriegsbeschluss gelangte und welche Motive und Ziele dahinter standen. Des Weiteren wird die Entstehung des Hellenbundes unter besonderer Berücksichtigung der Rekrutierung von Bündnispartnern, der militärischen und politischen Verfassung sowie der athenischen Ideologie untersucht.
- Die politische Situation in Athen im Vorfeld des Lamischen Krieges
- Die Motive und Ziele Athens für den Krieg gegen Makedonien
- Der Prozess der Gründung des neuen Hellenbundes
- Die militärische und politische Struktur des Hellenbundes
- Die athenische Ideologie im Kontext des Hellenbundes
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung stellt den Kontext des Lamischen Krieges vor, der durch den plötzlichen Tod Alexanders des Großen und den darauf folgenden Machtkampf in Makedonien ausgelöst wurde. Die Arbeit fokussiert sich auf die Rolle Athens in diesem Konflikt und die Entstehung eines neuen Hellenbundes unter athenischer Führung.
Das zweite Kapitel beschreibt den Kriegsverlauf des Lamischen Krieges. Es werden die Ereignisse vom Beginn des Krieges bis zur entscheidenden Schlacht bei Krannon zusammengefasst. Es werden die militärischen Erfolge der Athener und ihrer Bündnispartner, aber auch die Niederlagen, die letztlich zur Kapitulation Athens führten, beleuchtet.
Das dritte Kapitel beschäftigt sich mit der Situation in Athen vor dem Kriegsbeschluss und der Entscheidung für einen Krieg. Es werden die politischen Diskussionen in Athen sowie die verschiedenen Motive und Ziele, die die Athener zum Krieg gegen Makedonien trieben, erläutert.
Das vierte Kapitel untersucht den Aufbau des Hellenbundes. Es wird beleuchtet, wer sich dem Bündnis anschloss und aus welchen Gründen, sowie wie das Bündnissystem im Bezug auf Politik und Militärwesen organisiert war.
Schlüsselwörter
Lamischer Krieg, Athen, Hellenbund, Hypereides, Leosthenes, Antipatros, Makedonien, Innenpolitik, Bündnispartner, Kriegsmotive, Kriegsziele, militärische Verfassung, politische Verfassung, athenische Ideologie.
Häufig gestellte Fragen
Was war der Anlass für den Lamischen Krieg?
Der plötzliche Tod Alexanders des Großen im Jahr 323 v. Chr. löste Machtkämpfe aus, die Athen und seine Bündnispartner nutzten, um die makedonische Vorherrschaft abzuschütteln.
Welche Ziele verfolgte Athen im Lamischen Krieg?
Athen strebte nach politischer Unabhängigkeit (Eleutheria) von Makedonien und wollte seine führende Rolle in Griechenland durch die Gründung eines neuen Hellenenbundes wiederherstellen.
Wie war der neue Hellenenbund aufgebaut?
Der Bund unter athenischer Führung hatte sowohl eine militärische als auch eine politische Verfassung, die die Rekrutierung und Zusammenarbeit der griechischen Partnerstädte regelte.
Wer waren die wichtigsten Akteure in Athen?
Wichtige Figuren waren der Redner Hypereides, der den Kriegsbeschluss vorantrieb, und der Feldherr Leosthenes, der die Truppen des Bundes anführte.
Wie endete der Lamische Krieg?
Nach anfänglichen Erfolgen unterlagen die Griechen den Makedonen unter Antipatros, insbesondere in der entscheidenden Schlacht bei Krannon, was zur Kapitulation Athens führte.
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- Lisa Zechmann (Autor), 2016, Der Lamische Krieg. Die Gründung eines Hellenenbundes, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/376630