Die PISA-Studie, die im Jahre 2000 durchgeführt wurde, zeigt, dass dem deutschen Schriftspracherwerb mehr Bedeutung zukommen muss. Die deutschen Schülerinnen und Schüler stehen hinsichtlich ihrer Lesekompetenz, im Vergleich zu anderen Ländern, bei dieser Studie im Mittelfeld. Gut ausgestattete Schulen und gute Lehrkörper sind oftmals nicht ausreichend, was diese Thematik angeht. Gerade im Vorschulalter (Kindesalter 5 bis 6 Jahre) sollten Kinder der Problematik des Anlautes eines Wortes gewachsen sein. Der Schriftspracherwerb ist von dem alphabetischen Verständnis der Sprache abhängig, die durch unterschiedliche Methodiken geschult werden kann. Der Schriftspracherwerb unterteilt sich in drei Phasen. Die Aneignung findet in der ersten Phase „logographisches Lesen“ statt, das rein visuell dargestellt wird, um fortfolgend den Sinn des „alphabetischen Schreibens“ zu verstehen. Hat das Kind das verinnerlicht, kann es erste Lautstrukturen in das Schriftbild modifizieren. Skandinavische und deutsche Trainingsstudien beweisen, dass Kinder, die mit dem spielerischen Umgang die Schriftsprache erlernen, meist in der zweiten und dritten Klasse eine bessere Lesekompetenz aufweisen. Deshalb soll diese Methodik im Näheren anhand eines Beispiels erläutert werden. Im ersten Abschnitt sollte eine kurze Zusammenfassung des didaktischen Textes „Der Buchstaben-Fresser“ von Paul Maar einen Überblick über das Beispiel verschaffen. Des Weiteren wird dieses Beispiel anhand positiver und negativer Kritik betrachtet. Das Ende der Hausarbeit bildet ein Fazit.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Kurze Zusammenfassung des Buches „Der Buchstaben-Fresser“
- Bewertung der Einsatzmöglichkeiten des Buches
- positive Aspekte
- negative Aspekte
- Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit befasst sich mit der didaktischen Relevanz des Kinderbuches „Der Buchstaben-Fresser“ von Paul Maar im Kontext des Schriftspracherwerbs. Ziel ist es, die Einsatzmöglichkeiten des Buches im Grundschulunterricht zu analysieren und anhand positiver und negativer Aspekte dessen Potenzial für die Förderung des Leselernens zu bewerten.
- Der spielerische Umgang mit Buchstaben und Wörtern
- Die Förderung des phonologischen Bewusstseins und der Lautstruktur
- Die Bedeutung von Selbstkontrolle und kreativen Prozessen im Schriftspracherwerb
- Der Einsatz von Multimodalität im Unterricht (Hörbuch und Bilderbuch)
- Die Berücksichtigung unterschiedlicher Leistungsstände von Schülerinnen und Schülern
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung
Der Text beleuchtet die Bedeutung des Schriftspracherwerbs im Kontext der PISA-Studie und verweist auf die Notwendigkeit, Kinder schon im Vorschulalter an die Problematik des Anlautes von Wörtern heranzuführen. Die drei Phasen des Schriftspracherwerbs werden erläutert, wobei die spielerische Förderung des Schriftspracherwerbs im Mittelpunkt steht.
Kurze Zusammenfassung des Buches „Der Buchstaben-Fresser“
Das Kinderbuch „Der Buchstaben-Fresser“ von Paul Maar erzählt die Geschichte eines Fabelwesens, das Buchstaben frisst und somit neue Wörter entstehen lässt. Die Geschichte soll Schülerinnen und Schüler spielerisch an die Bedeutung von Buchstaben und Wörtern heranführen und sie zum kreativen Umgang mit Sprache anregen.
Bewertung der Einsatzmöglichkeiten des Buches
positive Aspekte
Der spielerische Umgang mit dem Buch fördert das phonologische Bewusstsein und die Lautstruktur von Wörtern. Die klare Aufgabenstellung und der strukturierte Ablaufplan der Unterrichtseinheit ermöglichen ein nachvollziehbares Lernen. Die Kreativität der Kinder wird durch die Möglichkeit des selbstständigen Erfindens von Wörtern gefördert, wodurch die Motivation und das selbstständige Lernen unterstützt werden.
negative Aspekte
Dieser Abschnitt wurde aufgrund der Spoiler-Richtlinie ausgelassen.
Schlüsselwörter
Schriftspracherwerb, phonologisches Bewusstsein, Lautstruktur, spielerisches Lernen, Kreativität, Selbstkontrolle, Multimodalität, Kinderbuch, „Der Buchstaben-Fresser“, Paul Maar.
Häufig gestellte Fragen
Wie hilft Paul Maars "Buchstabenfresser" beim Lesenlernen?
Das Buch fördert spielerisch das phonologische Bewusstsein, indem Kinder durch das "Fressen" von Buchstaben neue Wörter entdecken und die Lautstruktur von Sprache verstehen.
In welche Phasen unterteilt sich der Schriftspracherwerb?
Der Erwerb beginnt mit dem logographischen Lesen (visuelle Erkennung), gefolgt vom alphabetischen Schreiben (Laut-Buchstaben-Zuordnung) und schließlich der Automatisierung.
Warum ist spielerischer Umgang mit Sprache im Vorschulalter wichtig?
Studien zeigen, dass Kinder, die schon früh spielerisch mit Anlauten und Buchstaben umgehen, in der Grundschule eine signifikant bessere Lesekompetenz entwickeln.
Welche didaktischen Vorteile bietet das Buch für den Unterricht?
Es motiviert zum kreativen Erfinden von Wörtern, bietet klare Aufgabenstellungen und lässt sich gut durch Multimodalität (Hörbuch/Bilderbuch) ergänzen.
Was war der Hintergrund für diese Untersuchung zum Schriftspracherwerb?
Die Ergebnisse der PISA-Studie 2000 machten deutlich, dass die Lesekompetenz deutscher Schüler gestärkt werden muss, was neue methodische Ansätze erfordert.
- Quote paper
- Anna Witzstrock (Author), 2012, Der Schriftspracherwerb im deutschen Raum. Inwieweit kann Paul Maars "Der Buchstabenfresser" dazu beitragen die Rechtschreibung von Kindern zu verbessern?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/376422