Die Darstellung von Anthony Downs‘ Theorie an sich und deren Rezension soll Gegenstand dieser Forschungsanalyse sein. Hierzu sollen im Folgenden zuerst die grundlegenden Gedankengänge der Theorie Downs‘ umrissen werden, ehe aus Gründen der Übersichtlichkeit und um die inhaltliche Tiefe wahren zu können, konkret auf den rationalen Wähler und das sich dadurch ergebende Wahlparadoxon eingegangen wird. Als ebenso zentraler wie auch kontrovers diskutierter Bestandteil innerhalb der Theorie wurde dieses im Laufe der Zeit vielfacht kritisiert, modifiziert und weiterentwickelt.
Die neue politische Ökonomie hat es sich zum Ziel gesetzt, ökonomische Ansätze auf verschiedenste Bereiche der Politikwissenschaft zu übertragen, wie beispielsweise auf „die Bereitstellung kollektiver Güter, die Bürokratie, die internationale Migration und die Ehe“. Anthony Downs gilt dabei als einer der herausragenden Pioniere der Disziplin. 1957 übertrug er mit „An Economic Theory of Democracy“ das Modell des „homo oeconomicus“ auf die Demokratie und versuchte so das Verhältnis zwischen Wählern und Parteien zu beschreiben. Downs‘ Theorie wurde wiederholt in der Fachliteratur aufgegriffen und kontrovers diskutiert.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Die ökonomische Theorie der Demokratie
- Das Paradox der Wahlbeteiligung
- Reaktionen und Weiterentwicklungen
- Schluss
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Forschungsanalyse zielt darauf ab, Anthony Downs' ökonomische Theorie der Demokratie zu analysieren und deren Rezeption in der Fachliteratur zu untersuchen. Sie beleuchtet die grundlegenden Gedankengänge der Theorie, insbesondere den rationalen Wähler und das sich daraus ergebende Wahlparadoxon, das die Theorie maßgeblich beeinflusst hat.
- Die ökonomische Theorie der Demokratie und ihre Grundannahmen
- Das Wahlparadoxon: Rationaler Wähler und die Kosten der Wahlbeteiligung
- Kritikpunkte und Modifikationen der Theorie
- Weiterentwicklungen des Modells und Alternativerklärungen der Wahlbeteiligung
- Bedeutung und Relevanz der Theorie für die politische Wissenschaft
Zusammenfassung der Kapitel
- Einleitung: Die Forschungsanalyse stellt Anthony Downs' ökonomische Theorie der Demokratie und ihren Einfluss auf die politische Wissenschaft vor. Sie skizziert die zentrale Fragestellung der Arbeit, die Analyse der Theorie und deren Weiterentwicklungen.
- Die ökonomische Theorie der Demokratie: Dieses Kapitel erläutert die zentralen Elemente der Theorie und beschreibt das Modell des „homo oeconomicus“ im Kontext der politischen Entscheidungsfindung. Die Theorie betrachtet Parteien als Unternehmen und Wähler als Konsumenten, die rational ihre eigenen Interessen maximieren.
- Das Paradox der Wahlbeteiligung: Dieses Kapitel analysiert das Paradox der Wahlbeteiligung, das sich aus der Theorie ergibt. Es stellt die Frage, warum ein rational handelnder Wähler an einer Wahl teilnehmen sollte, wenn seine Stimme die Wahlentscheidung mit großer Wahrscheinlichkeit nicht beeinflussen kann.
- Reaktionen und Weiterentwicklungen: Dieses Kapitel beleuchtet verschiedene Reaktionen auf das Wahlparadoxon und verschiedene Modifikationen und Weiterentwicklungen der ökonomischen Theorie der Demokratie. Es stellt verschiedene Ansätze zur Erklärung der Wahlbeteiligung vor und diskutiert die Kritikpunkte an der Theorie.
Schlüsselwörter
Die Forschungsanalyse beschäftigt sich mit zentralen Themen der politischen Ökonomie, insbesondere mit dem Konzept des „homo oeconomicus“ im Kontext der Demokratie und dem Wahlparadoxon. Sie befasst sich mit dem rationalen Wähler, der Kosten der Wahlbeteiligung und verschiedenen Ansätzen zur Erklärung des Wahlverhaltens. Zu den wichtigsten Schlüsselbegriffen gehören: Ökonomische Theorie der Demokratie, Rational Choice, Public Choice, Wahlbeteiligung, Wahlparadoxon, Parteiendifferenzial, selektive Anreize, D-Term, Bürgerverantwortung.
Häufig gestellte Fragen
Was ist Anthony Downs' ökonomische Theorie der Demokratie?
Downs überträgt das Modell des "Homo Oeconomicus" auf die Politik: Parteien handeln wie gewinnmaximierende Unternehmen und Wähler wie nutzenmaximierende Konsumenten.
Was ist das Wahlparadoxon?
Es beschreibt die Frage, warum ein rationaler Wähler überhaupt wählen geht, da die Kosten (Zeit, Aufwand) meist höher sind als der statistische Einfluss der einzelnen Stimme auf das Ergebnis.
Was bedeutet "Rational Choice" in der Politikwissenschaft?
Es ist ein Ansatz, der davon ausgeht, dass politische Akteure Entscheidungen auf Basis einer rationalen Kosten-Nutzen-Abwägung treffen.
Wie erklären Downs' Nachfolger die Wahlbeteiligung trotz Paradoxon?
Durch Faktoren wie "Bürgerpflicht" (D-Term) oder selektive Anreize, die den psychologischen Nutzen der Wahlhandlung erhöhen.
Was ist das "Parteiendifferenzial"?
Es beschreibt den erwarteten Nutzenunterschied, den ein Wähler zwischen dem Sieg von Partei A im Vergleich zu Partei B für sich selbst sieht.
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- Anonym (Author), 2015, Der rationale Wähler in der Demokratietheorie von Anthony Downs, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/375499