Eine wissenschaftliche Arbeit, welche nach der Erklärung für Willensschwäche sucht und sich dabei auf Aristoteles und vor allem Donald Davidson bezieht. Die Arbeit orientiert sich an den englischen Originaltexten und wird durch essayistische Abschnitte ergänzt.
Inhaltsverzeichnis
- Einführung
- Der Praktische Syllogismus
- Aristoteles
- Davidsons Willensschwäche
- Kritik
- Abschluss
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Dieser Essay befasst sich mit der Frage, ob und wie Willensschwäche möglich ist. Der Schwerpunkt liegt dabei auf Donald Davidsons Theorie der Willensschwäche. Es wird aber auch einen Blick auf Aristoteles geworfen, da seine Überlegungen einen guten Einstieg bieten und seine Handlungstheorie grundlegend ist.
- Die Problematik der Willensschwäche in der Handlungstheorie
- Untersuchung von Donald Davidsons Theorie der Willensschwäche
- Vergleich mit Aristoteles' Theorie der Akrasia
- Der praktische Syllogismus als Modell für die Handlungstheorie
- Die Rolle von Gründen und Kausalität in der Handlungstheorie
Zusammenfassung der Kapitel
- Einführung: Der Essay stellt die Thematik der Willensschwäche in der Handlungstheorie vor und erklärt, dass diese Problematik von vielen Philosophen heruntergespielt wird. Der Essay befasst sich mit der Frage, ob und wie Willensschwäche möglich ist und konzentriert sich auf Donald Davidsons Theorie der Willensschwäche. Es wird auch auf Aristoteles eingegangen, da seine Überlegungen einen guten Einstieg in die Thematik bieten.
- Der Praktische Syllogismus: Um Handlungen logisch nachzuvollziehen und erklären zu können, bedient sich die Handlungstheorie bestimmter Schemen und Modelle. Der praktische Syllogismus ist ein solches Modell, das die Grundüberlegungen der Handlungstheorie verständlich darstellt.
- Aristoteles: Aristoteles ist einer der ersten Philosophen, der sich mit der Handlungstheorie und insbesondere mit willensschwachen Handlungen auseinandergesetzt hat. Er fasst das Thema der Willensschwäche unter dem Namen «Akrasia» zusammen. Bei Aristoteles ist das Zustandekommen einer Handlung ein bewusster Prozess, der als Handlung an sich betrachtet wird. Der willensschwache Mensch bei Aristoteles ist sich der Falschheit seiner Handlung bewusst, gibt aber aufgrund von empirischen Reizen der Lust nach. Aristoteles unterscheidet zudem zwischen permanent vorhandenem Wissen und Wissen, das akut aktualisiert werden muss.
Schlüsselwörter
Die wichtigsten Schlüsselwörter und Fokusthemen des Textes sind Willensschwäche, Handlungstheorie, praktischer Syllogismus, Akrasia, Donald Davidson, Aristoteles, Gründe, Kausalität, Wissen, Lust, empirische Wahrnehmung.
Häufig gestellte Fragen
Was versteht Donald Davidson unter Willensschwäche?
Davidson analysiert, wie ein Akteur wider besseres Wissen handeln kann, obwohl er Gründe hat, eine andere Handlung vorzuziehen.
Was ist "Akrasia" bei Aristoteles?
Aristoteles beschreibt Akrasia als einen Zustand, in dem der Mensch aufgrund von Begierde oder Lust gegen seine vernünftige Einsicht handelt.
Wie erklärt der praktische Syllogismus menschliches Handeln?
Der praktische Syllogismus ist ein logisches Modell, bei dem aus einer allgemeinen Regel und einer konkreten Beobachtung eine Handlung als logische Konsequenz folgt.
Warum ist Willensschwäche ein Problem für die Handlungstheorie?
Sie stellt das Prinzip infrage, dass Menschen immer rational gemäß ihren stärksten Überzeugungen und Wünschen handeln.
Welchen Unterschied macht Aristoteles beim Wissen?
Er unterscheidet zwischen latent vorhandenem Wissen und aktuell genutztem Wissen. Der Willensschwache besitzt zwar das richtige Wissen, wendet es im Moment der Handlung aber nicht an.
- Quote paper
- Dean Heizmann (Author), 2017, Willensschwäche nach Donald Davidson, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/375142