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Der Untergang des Römischen Reiches aus der Perspektive der Zeitgenossen

Titel: Der Untergang des Römischen Reiches aus der Perspektive der Zeitgenossen

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2005 , 22 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Ines Jachomowski (Autor:in)

Weltgeschichte - Frühgeschichte, Antike
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Darstellung versucht sich primär in einer Wesensdefinition der spätantiken Epoche, wobei
sie Gründe darlegt und Theorien erläutert, wie es überhaupt zu einem Wesenswandel von der Antike zum Mittelalter kommen konnte. Zunächst wird eine allgemeine Einordnung und Typisierung dieser Periode vorgenommen, um eine Grundlage für die nachfolgenden Erklärungsversuche betreffs des Falls des antiken Römischen Reiches zu schaffen. Anschließend werden historische Deutungen von den Zeitgenossen bis zum Humanismus dargestellt, in einem letzten Kapitel schließlich folgt eine kurze Erläuterung und Einschätzung moderner geschichtswissenschaftlicher Untergangstheorien und -begründungen, wobei die Abschnitte IV 1.2. bis IV 1.5. weniger Gründe für den Untergang des Römischen Reiches analysieren wollen, sondern Theorien darstellen, die die Schwierigkeiten in Periodisierung und Wesensbestimmung der Epoche dokumentieren.

Leseprobe


Gliederung

I.Einleitung

II.Zum Begriff der „Spätantike“- Definition und zeitliche Einordnung

III.Historische Deutungen zum Untergang des Römischen Reiches

1. Das spätantike Weltbild – Das Römische Reich aus der Sicht der Zeitgenossen

1.1.Historische Charakterisierung der Epoche und ihrer Zeitgenossen

1.2.Das „Ewige Rom“ vs. Endzeiterwartungen

2. Sichtweisen auf das Römische Reich vom Mittelalter bis zur Renaissance

2.1.Mittelalter

2.2.Humanismus und Renaissance

IV.Geschichtswissenschaftliche Deutungen zum Untergang des Römischen Reiches

1. Allgemeine theoretische Modelle

1.1. Die Dekadenztheorie

1.2. Die Kontinuitätstheorie

1.3. Die Katastrophentheorie

1.4. Das Wesensproblem

1.5. Das Periodisierungsproblem

2. Historische Begründungen

2.1. Der Einfluß der Völkerwanderung auf den Untergang des Römischen Reiches

2.2. Der Einfluß des aufsteigenden Christentums auf den Untergang des Römischen Reiches

V. Statt eines Fazits: Die Rolle des Zusammenspiels äußerer und innerer Faktoren

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Wesen der Spätantike und analysiert die verschiedenen historischen Deutungen, die den Untergang des Römischen Reiches zu erklären versuchen. Dabei wird der Frage nachgegangen, wie es zu einem kulturellen Wandlungsprozess von der Antike zum Mittelalter kommen konnte und welche theoretischen sowie historischen Faktoren diesen Prozess maßgeblich beeinflussten.

  • Charakterisierung der spätantiken Epoche und Definitionsschwierigkeiten
  • Gegenüberstellung von optimistischen und pessimistischen Zukunftserwartungen in der Spätantike
  • Analyse geschichtswissenschaftlicher Theorien zum Untergang Roms (Dekadenz, Kontinuität, Katastrophe)
  • Untersuchung der Rolle der Völkerwanderung und des aufsteigenden Christentums als Transformationsfaktoren

Auszug aus dem Buch

1.3.Die Katastrophentheorie

Diese Theorie weist allein außenpolitischen Gründen den Untergang des Imperiums zu, anders ausgedrückt, die Barbarenhorden der Völkerwanderung überrannten das Römische Reich und trampelten es dabei zu Tode. Die Einseitigkeit dieser Theorie ignoriert die innenpolitischen Zeichen des Niedergangs in der Spätantike wie den Aufstieg des Christentums, die sinkende Bedeutung des Heeres, unfähige Kaiser, die Trennung zwischen West- und Ostrom, den Niedergang des Städtewesens, des Mittelmeerhandels... etc. Es ist nicht möglich, einem Ereignis allein die Schuld am Ende der Antike zu geben, auch die Völkerwanderung allein hat Rom nicht einstürzen lassen. Dafür haben viele verschiedene Entwicklungen und Ereignisse zusammenspielen müssen, damit so schwerwiegende Veränderungen in Gang gesetzt werden können.

Zusammenfassung der Kapitel

I.Einleitung: Die Einleitung definiert das Ziel der Arbeit, eine Wesensbestimmung der Spätantike vorzunehmen und die Theorien zum Untergang des Römischen Reiches sowie den kulturellen Wandel zum Mittelalter zu beleuchten.

II.Zum Begriff der „Spätantike“- Definition und zeitliche Einordnung: Dieses Kapitel erörtert die Definitionsschwierigkeiten der Epoche und zeigt, dass die Spätantike eine komplexe Übergangszeit zwischen Antike und Mittelalter darstellt.

III.Historische Deutungen zum Untergang des Römischen Reiches: Hier wird analysiert, wie Zeitgenossen und nachfolgende Generationen (Mittelalter bis Renaissance) das Römische Reich und dessen vermeintliches Ende wahrnahmen.

IV.Geschichtswissenschaftliche Deutungen zum Untergang des Römischen Reiches: Das Kapitel bietet eine systematische Übersicht über theoretische Modelle wie Dekadenz-, Kontinuitäts- und Katastrophentheorien sowie eine Untersuchung historischer Begründungsfaktoren.

V. Statt eines Fazits: Die Rolle des Zusammenspiels äußerer und innerer Faktoren: Der Abschluss fasst zusammen, dass kein einzelner Faktor, sondern ein komplexes Zusammenspiel von Kulturwandel, innenpolitischer Instabilität und äußeren Einflüssen zum Fall des Reiches führte.

Schlüsselwörter

Spätantike, Untergang des Römischen Reiches, Völkerwanderung, Christentum, Dekadenztheorie, Kontinuitätstheorie, Katastrophentheorie, Mittelalter, Historische Periodisierung, Imperium Romanum, Kulturwandel, Transformation, Antike, Geschichte, Rom

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit befasst sich mit der historischen Epoche der Spätantike und sucht nach Erklärungen für den Untergang des antiken Römischen Reiches sowie den Übergang in die mittelalterliche Welt.

Welche Themenfelder stehen im Mittelpunkt?

Zentrale Themen sind die zeitliche Definition der Spätantike, die Wahrnehmung dieses Prozesses durch Zeitgenossen sowie die verschiedenen geschichtswissenschaftlichen Modelle zur Erklärung des Niedergangs.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist eine Wesensdefinition der spätantiken Epoche und die Analyse der Faktoren, die zu einem grundlegenden kulturellen Wandlungsprozess führten.

Welche wissenschaftliche Methode wird angewandt?

Die Arbeit nutzt eine theoretisch-analytische Methode, indem sie vorhandene geschichtswissenschaftliche Deutungsmodelle (Dekadenz, Kontinuität etc.) aufgreift, vergleicht und kritisch hinterfragt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung des zeitgenössischen Weltbildes, die historische Rezeption in Mittelalter und Renaissance sowie eine detaillierte Auseinandersetzung mit wissenschaftlichen Modellen und kausalen Begründungsfaktoren.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Spätantike, Transformation, Dekadenz, Völkerwanderung und Kontinuität geprägt.

Welche Rolle spielte die Völkerwanderung laut der Arbeit?

Die Arbeit betont, dass die Völkerwanderung zwar ein einflussreicher externer Faktor war, aber nicht isoliert als alleinige Ursache für den Untergang Roms betrachtet werden darf.

Wie unterscheidet sich die Rolle des Christentums in der Spätantike?

Die Autorin verdeutlicht, dass das Christentum einerseits einen massiven Kulturwandel einleitete, andererseits von Zeitgenossen je nach Standpunkt entweder als Ursache des Niedergangs oder als Aufstieg verstanden wurde.

Ende der Leseprobe aus 22 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Der Untergang des Römischen Reiches aus der Perspektive der Zeitgenossen
Hochschule
Universität Rostock  (Heinrich-Schliemann-Institut für Altertumswissenschaften)
Veranstaltung
Spätantikes Gallien - frühromanisches Frankenreich
Note
1,7
Autor
Ines Jachomowski (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2005
Seiten
22
Katalognummer
V37460
ISBN (eBook)
9783638367936
ISBN (Buch)
9783638644433
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Untergang Römischen Reiches Perspektive Zeitgenossen Spätantikes Gallien Frankenreich
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Ines Jachomowski (Autor:in), 2005, Der Untergang des Römischen Reiches aus der Perspektive der Zeitgenossen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/37460
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  22  Seiten
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