Im Jahr 1940 besetzt Nazi-Deutschland Frankreich. Zu dieser Zeit ist Aristides de Sousa Mendes portugiesischer Generalkonsul in Bordeaux. Entgegen der Weisung des portugiesischen Diktators Salazar unterschreibt Aristides de Sousa Mendes Visa für die Durchreise nach Portugal und rettet damit 30.000 Menschenleben, darunter 10.000 Juden. Er verliert sein Amt und wird nach Portugal zurückbeordert, wo er keine Erlaubnis erhält, als Anwalt zu arbeiten. Er stirbt in großer Armut und wird erst 1986 offiziell von der portugiesischen Regierung rehabilitiert. Er gilt als einer der "Gerechten unter den Völkern" und wird als der "portugiesische Schindler" bezeichnet.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Die deutsche Besetzung Frankreichs
- Die äußeren Umstände in Europa vor der Ernennung Aristides de Sousa Mendes zum Konsul Portugals in Bordeaux
- Der portugiesische Konsul in Bordeaux
- Der ungehorsame portugiesische Konsul
- Die Bestrafung des Konsuls in der Heimat
- Die späte Rehabilitierung des portugiesischen Konsuls
- Resumo
- Literatur
- Internet
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit befasst sich mit dem Leben und Wirken von Aristides de Sousa Mendes, einem portugiesischen Diplomaten, der während des Zweiten Weltkriegs tausenden von Flüchtlingen, darunter vielen Juden, das Leben rettete. Die Arbeit untersucht die historischen Umstände, die zu Sousa Mendes' mutigem Handeln führten, analysiert seine Entscheidungen im Kontext der portugiesischen Neutralitätspolitik und beleuchtet die tragischen Folgen seiner Taten für ihn selbst.
- Die Rolle Portugals während des Zweiten Weltkriegs
- Die Verfolgung jüdischer Menschen durch das NS-Regime
- Der Kampf gegen die NS-Ideologie und die Rettung von Flüchtlingen
- Die moralischen und politischen Dilemmata des Widerstands gegen einen totalitären Staat
- Die posthum erfolgte Ehrung von Aristides de Sousa Mendes als „Gerechter unter den Völkern“
Zusammenfassung der Kapitel
- Einleitung: Die Einleitung stellt Aristides de Sousa Mendes vor und beschreibt seine Verdienste als „portugiesischer Schindler“. Sie skizziert den historischen Kontext seiner Taten und die damalige Situation der jüdischen Flüchtlinge im besetzten Frankreich.
- Die deutsche Besetzung Frankreichs: Dieses Kapitel beschreibt die deutsche Besetzung Frankreichs im Zweiten Weltkrieg, die politische Situation und die Etablierung der Vichy-Regierung. Es erläutert die deutsche Militärverwaltung und die Auswirkungen auf die jüdische Bevölkerung.
- Die äußeren Umstände in Europa vor der Ernennung Aristides de Sousa Mendes zum Konsul Portugals in Bordeaux: Dieses Kapitel beschreibt die politische Situation in Europa vor dem Ausbruch des Zweiten Weltkriegs. Es behandelt die Machtergreifung Hitlers, die Verabschiedung der Nürnberger Gesetze, den jüdischen Exodus aus Deutschland und die Konferenz von Evian, die sich mit der Aufnahme jüdischer Flüchtlinge befasste.
- Der portugiesische Konsul in Bordeaux: Dieses Kapitel stellt Aristides de Sousa Mendes und seine diplomatische Laufbahn vor. Es schildert seine Ernennung zum Generalkonsul in Bordeaux und die schwierigen Umstände, unter denen er sein Amt antrat.
- Der ungehorsame portugiesische Konsul: Dieses Kapitel beschreibt Sousa Mendes' Widerstand gegen die Anweisungen der portugiesischen Regierung, die Juden und andere Flüchtlinge die Einreise nach Portugal verweigerten. Es erläutert seine mutigen Entscheidungen, trotz persönlicher Risiken Visa zu vergeben und Flüchtlinge zu retten.
Schlüsselwörter
Die zentralen Themen und Schlüsselbegriffe dieses Buches sind der Holocaust, die deutsche Besatzung Frankreichs, die portugiesische Neutralitätspolitik, das diplomatische Handeln von Aristides de Sousa Mendes, der Widerstand gegen das NS-Regime, die Rettung von Flüchtlingen und die posthum erfolgte Ehrung von Sousa Mendes als „Gerechter unter den Völkern“. Die Arbeit befasst sich auch mit den moralischen und politischen Dilemmata, denen sich Sousa Mendes und andere während des Zweiten Weltkriegs gegenüber sahen.
Häufig gestellte Fragen zu Aristides de Sousa Mendes
Wer war Aristides de Sousa Mendes?
Er war ein portugiesischer Generalkonsul in Bordeaux, der während des Zweiten Weltkriegs tausenden Menschen das Leben rettete und als „portugiesischer Schindler“ bekannt wurde.
Wie viele Menschen rettete er vor dem NS-Regime?
Sousa Mendes unterschrieb entgegen der Anweisung seines Diktators Salazar Visa für ca. 30.000 Menschen, darunter etwa 10.000 Juden.
Welche Konsequenzen hatte sein Handeln für ihn?
Er verlor sein Amt, erhielt Berufsverbot als Anwalt und starb schließlich in großer Armut.
Wann wurde er rehabilitiert?
Die offizielle Rehabilitierung durch die portugiesische Regierung erfolgte erst posthum im Jahr 1986.
Was bedeutet der Titel „Gerechter unter den Völkern“?
Es ist eine staatliche Auszeichnung Israels für Nichtjuden, die unter Einsatz ihres Lebens Juden vor dem Holocaust retteten.
- Quote paper
- Dr. Karin Weise (Author), 2017, Über Aristides de Sousa Mendes. Der "Schindler" von Portugal, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/374593