Karl-Theodor zu Guttenberg ist ein erfolgreicher und gefeierter Politiker. Der jüngste Verteidigungsminister aller Zeiten. Die Medien scheinen ihn zu lieben. Doch dann entpuppt sich seine Doktorarbeit als Plagiat. Die Krise beginnt. Zu Guttenberg muss reagieren: Zunächst spricht er von "abstrusen" Vorwürfen, 14 Tage später tritt er zurück.
Die Hausarbeit umreißt die Plagiats-Krise des Ministers. Die entscheidende Frage, die beantwortet werden soll ist: Hat zu Guttenberg Fehler in der Krisenkommunikation gemacht und wenn ja, welche?
Das Vorgehen in der Hausarbeit stellt sich wie folgt dar: Der theoretische Hintergrund der Krisenkommunikation ausschließlich im Kontext der Regierungs-PR wird vorgestellt. Bestimmende
Fragen sind hier: Was ist eine Krise, wann spricht man von einer politischen Krise, welche Krisenarten- und Verläufe gibt es? Wie wird Krisenkommunikation definiert, welche Ziele werden verfolgt und was sind die besonderen Faktoren der Krisenkommunikation im politischen Feld? Sowie: Welche sind die Grundregeln der Krisenkommunikation?
Folgend steht die Krise um Karl-Theodor zu Guttenberg und seine Krisenkommunikation im Mittelpunkt der Betrachtung. Es wird kurz zu Guttenbergs Situation vor der Krise umrissen und aufgezeigt, wie die Plagiatsaffäre ausgelöst wird und was "GuttenPlag Wiki" ist. Es folgt eine chronologische Wiedergabe ausgewählter Zitate von zu Guttenberg und der Bundeskanzlerin, die die Krisenkommunikation jener Tage prägnant darstellen und nachvollziehbar machen soll.
Auf Zitate anderer Regierungsmitglieder, der Opposition und aus der Welt der Wissenschaft musste aus Gründen der Umfangsbeschränkung der Hausarbeit weitgehend verzichtet werden. Folgend wird die
Krisenkommunikation Karl-Theodor zu Guttenbergs anhand des vorgestellten theoretischen Hintergrundes eingeordnet und bewertet. Dies geschieht mit Fokussierung auf die entscheidende
Frage: "Hat zu Guttenberg Fehler in der Krisenkommunikation gemacht und wenn ja, welche?"
Der letzte Punkt dieses Kapitels beinhaltet ausschließlich Fakten rund um den Zeitraum des Erscheinens
des Interview-Buches "Vorerst gescheitert". Tiefergehende Analysen zur Frage nach der Inszenierung
eines Comebacks entfallen, lediglich Guttenbergs eigener Standpunkt zu diesem Thema wird deutlich.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Krisenkommunikation in der Regierungskommunikation
- Definition der politischen Krise, Krisenarten und Verlauf
- Definition, Ziele und Besonderheiten der Krisenkommunikation im politischen System
- Regeln der Krisenkommunikation
- Karl-Theodor zu Guttenberg: Krise und Krisenkommunikation
- Karl-Theodor zu Guttenberg vor der Krise
- Plagiatsvorwürfe gegen Karl-Theodor zu Guttenberg
- Chronik der Krisenkommunikation in Zitaten
- Die Krisenkommunikation des Karl-Theodor zu Guttenbergs
- Vorerst gescheitert
- Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Hausarbeit analysiert die Plagiats-Krise von Karl-Theodor zu Guttenberg und seine Krisenkommunikation. Der Fokus liegt darauf, zu beurteilen, ob er Fehler in der Krisenkommunikation gemacht hat und wenn ja, welche.
- Definition und Arten von politischen Krisen
- Ziele und Besonderheiten der Krisenkommunikation im politischen System
- Regeln der Krisenkommunikation in der Regierungskommunikation
- Analyse der Krisenkommunikation von Karl-Theodor zu Guttenberg im Kontext der Plagiatsaffäre
- Bewertung von Guttenbergs Krisenkommunikation anhand der theoretischen Grundlagen
Zusammenfassung der Kapitel
- Einleitung: Die Einleitung führt den Leser in die Thematik der Plagiatsaffäre um Karl-Theodor zu Guttenberg ein und stellt die zentrale Fragestellung der Arbeit vor: Hat zu Guttenberg Fehler in der Krisenkommunikation gemacht?
- Krisenkommunikation in der Regierungskommunikation: Dieses Kapitel beleuchtet den theoretischen Hintergrund der Krisenkommunikation im Kontext der Regierungs-PR. Es werden Definitionen von politischen Krisen, Krisenarten und -Verläufe sowie die Besonderheiten der Krisenkommunikation im politischen System erörtert. Des Weiteren werden die Grundregeln der Krisenkommunikation vorgestellt.
- Karl-Theodor zu Guttenberg: Krise und Krisenkommunikation: Dieses Kapitel konzentriert sich auf die Krise um Karl-Theodor zu Guttenberg und seine Krisenkommunikation. Es umfasst eine Darstellung seiner Situation vor der Krise, die Auslöser der Plagiatsaffäre, eine chronologische Wiedergabe relevanter Zitate sowie eine Einordnung und Bewertung der Krisenkommunikation anhand der theoretischen Grundlagen.
Schlüsselwörter
Die Hauptideen und zentralen Begriffe in dieser Arbeit sind: Krisenkommunikation, politische Krise, Regierungskommunikation, Plagiatsaffäre, Karl-Theodor zu Guttenberg, Glaubwürdigkeit, Vertrauen, Medien, Öffentlichkeit, Transparenz, One-Voice-Policy, Issue-Management.
Häufig gestellte Fragen
Was war der Auslöser für die Krise von Karl-Theodor zu Guttenberg?
Der Auslöser war die Aufdeckung von Plagiaten in seiner Doktorarbeit, was zu massiven Vorwürfen in Medien und Wissenschaft führte.
Welche Fehler machte Guttenberg in seiner Krisenkommunikation?
Guttenberg bezeichnete die Vorwürfe zunächst als „abstrus“, was seine Glaubwürdigkeit beschädigte, als sich die Vorwürfe erhärteten. Er reagierte zu spät und trat erst 14 Tage nach Krisenbeginn zurück.
Was ist das „GuttenPlag Wiki“?
Das GuttenPlag Wiki war eine kollaborative Plattform, auf der Internetnutzer die Dissertation systematisch auf Plagiate untersuchten und dokumentierten.
Welche Regeln der Krisenkommunikation wurden in der Arbeit untersucht?
Untersucht wurden Grundregeln wie Transparenz, Glaubwürdigkeit, die „One-Voice-Policy“ und ein proaktives Issue-Management im politischen System.
Was behandelt das Buch „Vorerst gescheitert“?
Das Interview-Buch gibt Guttenbergs eigenen Standpunkt zur Affäre wieder und wird in der Arbeit im Kontext einer möglichen Inszenierung eines Comebacks betrachtet.
- Quote paper
- Margarete Daalmann (Author), 2012, Krise und Krisenkommunikation. Die Plagiatsaffäre um Karl-Theodor zu Guttenberg, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/373519