Das Ziel dieser Betrachtung ist es, zu untersuchen, ob ein Kausalzusammenhang zwischen Umgang mit der ausländischen Minderheit in dem sozialistischen Staat und der Fremdenfeindlichkeit in den neuen Bundesländern besteht. Zunächst werden wichtige Ausländergruppen der DDR vorgestellt, wobei auf ihre Struktur und die Rahmenbedingungen ihres Aufenthaltes eingegangen wird. Die Auswahl der Gruppen ist darauf zurückzuführen, dass besonders anhand dieser Beispiele ausländerpolitische Handlungsstränge erkennbar sind, auf die an späterer Stelle zurückgegriffen werden wird.
Es folgt die Aufarbeitung verschiedener Bedingungsfaktoren für den Umgang mit Ausländern in der DDR, sowie die Erläuterung des normativen Rahmens und der behördlichen Umsetzung. Es wird dann darauf eingegangen, wie die DDR-Bevölkerung Ausländer wahrgenommen hat, wodurch diese Eindrücke bedingt worden sind und ob eine merkliche Fremdenfeindlichkeit geherrscht hat. Im letzten Abschnitt wird die Situation der neuen Bundesländer in Bezug auf fremdenfeindliche Tendenzen charakterisiert und anschließend zusammengeführt, inwieweit sich von der DDR-Vergangenheit auf heutige Gegebenheiten schließen lässt und ob ein kausaler Zusammenhang herzustellen ist
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung.
- Wichtige Ausländergruppen in der DDR
- Vertragsarbeiter
- Studenten
- Asylberechtigte.
- Staatliche Grundlagen für den Umgang mit Ausländern
- Einfluss außenpolitischer Interessen auf Ausländerpolitik
- Umgang mit der NS-Vergangenheit
- Gesetzliche Regelungen/ Ausländergesetzgebung der DDR.
- Behördlicher Umgang mit Ausländern
- DDR- Bevölkerung und Ausländer
- Wahrnehmung und Umgang durch die Bevölkerung..
- Fremdenfeindlichkeit in der DDR
- Auswirkungen der DDR-Ausländerpolitik auf die Fremdenfeindlichkeit in den neuen Bundesländern........
- Situation in den neuen Bundesländern...
- Übertragbarkeit und kausale Zusammenhänge.
- Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen der Ausländerpolitik der DDR und der Fremdenfeindlichkeit in den neuen Bundesländern. Sie fragt, ob die Art und Weise, wie die DDR mit Ausländern umging, einen Einfluss auf die gegenwärtige Situation in den ostdeutschen Ländern hat.
- Ausländergruppen in der DDR
- Staatliche Grundlagen der Ausländerpolitik in der DDR
- Wahrnehmung von Ausländern durch die DDR-Bevölkerung
- Fremdenfeindlichkeit in der DDR
- Übertragbarkeit der DDR-Vergangenheit auf die Situation in den neuen Bundesländern
Zusammenfassung der Kapitel
- Einleitung: Der Text stellt die Problematik der fremdenfeindlichen Straftaten in den neuen Bundesländern dar und begründet die Notwendigkeit der Untersuchung der DDR-Vergangenheit als möglichen Einflussfaktor.
- Wichtige Ausländergruppen in der DDR: Dieses Kapitel präsentiert die wichtigsten Ausländergruppen in der DDR, darunter Vertragsarbeiter, Studenten und Asylberechtigte, und beleuchtet ihre jeweilige Situation und die Rahmenbedingungen ihres Aufenthalts.
- Staatliche Grundlagen für den Umgang mit Ausländern: Dieses Kapitel behandelt die rechtlichen und institutionellen Grundlagen der Ausländerpolitik in der DDR, einschließlich des Einflusses außenpolitischer Interessen und der Auseinandersetzung mit der NS-Vergangenheit.
- DDR-Bevölkerung und Ausländer: Dieses Kapitel analysiert die Wahrnehmung und den Umgang von Ausländern durch die DDR-Bevölkerung, einschließlich der Frage, ob eine merkliche Fremdenfeindlichkeit vorhanden war.
Schlüsselwörter
Die zentralen Themen der Arbeit sind Ausländerpolitik, Fremdenfeindlichkeit, DDR, neue Bundesländer, Vertragsarbeiter, Asylpolitik, NS-Vergangenheit, staatliche Institutionen, Bevölkerungswahrnehmung, Transformationsprozess.
Häufig gestellte Fragen
Welche Ausländergruppen lebten hauptsächlich in der DDR?
Die wichtigsten Gruppen waren Vertragsarbeiter (z. B. aus Vietnam oder Mosambik), Studenten aus befreundeten sozialistischen Staaten und Asylberechtigte.
Gab es in der DDR Fremdenfeindlichkeit?
Ja, trotz der staatlich verordneten „Völkerfreundschaft“ gab es in der Bevölkerung Vorurteile und fremdenfeindliche Tendenzen, die oft durch die räumliche Trennung und staatliche Reglementierung verstärkt wurden.
Wie beeinflusste die Ausländerpolitik der DDR die heutige Situation in Ostdeutschland?
Die Arbeit untersucht, ob die mangelnde Integration und der behördliche Umgang mit Minderheiten in der DDR einen Kausalzusammenhang zur Fremdenfeindlichkeit in den neuen Bundesländern nach der Wende aufweisen.
Welche rechtlichen Grundlagen regelten den Aufenthalt von Ausländern in der DDR?
Der Aufenthalt war durch spezifische Gesetzgebungen und zwischenstaatliche Verträge streng geregelt, wobei oft außenpolitische Interessen des sozialistischen Staates im Vordergrund standen.
Wie war das Verhältnis zwischen der DDR-Bevölkerung und den Vertragsarbeitern?
Der Kontakt war oft auf den Arbeitsplatz beschränkt. Private Kontakte waren staatlich nicht gefördert und fanden aufgrund der Unterbringung in Wohnheimen nur selten statt, was die Wahrnehmung als „Fremde“ verstärkte.
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- Anonym (Author), 2016, Ausländerpolitik der DDR. Auswirkungen auf die Fremdenfeindlichkeit in der DDR und in den neuen Bundesländern, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/371906