Im Kiosk, beim Arzt, im Supermarkt, auf der Straße, im Flugzeug, in Schaufenstern, beim Friseur... Überall sehen wir sie – die Illustrierten. Doch was versteckt sich eigentlich genau hinter diesem Begriff? Warum sind die buntbedruckten Zeitschriften so beliebt? Seit wann gibt es die Illustrierten? Und vor allem: wie lange werden sie sich auf dem großen Markt der Bilder noch etablieren können? Forschungsdefizite sind ein charakteristisches Merkmal bei der Behandlung von Illustrierten. Denn diesem Zeitschriftentyp haftet das Etikett der Trivialität und Unseriösität an. Doch warum brillieren Illustrierte häufig mit Top-Auflagen? Nur weil sie den Unterhaltungs- Bedürfnissen ihrer Leser gerecht werden? Menschen sind seit jeher neugierig. Diese natürliche Eigenschaft wird von den Illustrierten weitgehend befriedigt. Andererseits ist kaum eine Zeitschrift so anspruchslos und auflagenkonzentriert, wie die Illustrierte. Die Folge auf dem überfüllten Markt ist die allmähliche Verdrängung durch Spezialzeitschriften und Fernsehmagazine.
In den folgenden Punkten wird der unerforschten Gattung der Illustrierten auf den Grund gegangen. Der Weg dieser Zeitschrift von Holzschnitten über Kupferstiche bis hin zu den ersten Fotos wird verfolgt, und die Entwicklung der Illustrierten zum Massenmedium nachvollzogen. In der Zeit von 1725 bis heute erlebte diese Zeitschriftengattung viele Hochs und Tiefs, die im Folgenden aufgeführt und begründet werden. Vielleicht können wir nach eingehender Untersuchung dieser Zeitschrift eine Zukunftsaussicht für die Illustrierte auf dem Markt voller Konkurrenz wagen...
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Definition: Illustrierte
- Zum Begriff „Illustrierte“
- Charakteristik der Illustrierten
- Faszination Bild
- Verhältnis Bild - Text
- Die klassischen Illustrierten
- „Quick“
- „Stern“
- „Bunte“
- „Neue Revue“
- Die Entwicklung der Illustrierten
- Vorläufer der Illustrierten Zeitschriften
- Familienblätter
- Blütezeit im 19. Jahrhundert
- Die Illustrierte im Nationalsozialismus
- Etablierungszeit nach 1950
- Wachstumsphase von 1957 bis 1972
- Von der Regressionsphase (1972-1988) bis heute
- Zunehmende Konkurrenz seit den 90er Jahren
- Konkurrenz am Zeitschriftenmarkt
- Konkurrenz durch das Fernsehen
- Ausblick
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit befasst sich mit dem Phänomen der Illustrierten. Sie verfolgt den Weg dieser Zeitschriftengattung von ihren Anfängen bis zur heutigen Zeit und analysiert ihre Entwicklung zum Massenmedium. Dabei wird untersucht, wie sich die Illustrierte in einem sich ständig verändernden Medienmarkt positioniert und welche Herausforderungen sie in Zukunft bewältigen muss.
- Definition und Charakteristik der Illustrierten
- Die Faszination des Bildes in der Illustrierten
- Die Entwicklung der Illustrierten im Laufe der Geschichte
- Die Konkurrenz der Illustrierten im Medienmarkt
- Zukunftsaussichten für die Illustrierte
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung führt in das Thema der Illustrierten ein und stellt die Forschungsdefizite und die Relevanz des Themas heraus. Das zweite Kapitel definiert den Begriff „Illustrierte“ und zeichnet ein Bild ihrer Charakteristik. Der dritte Teil befasst sich mit den klassischen Illustrierten und stellt „Quick“, „Stern“, „Bunte“ und „Neue Revue“ vor. Die Kapitel vier und fünf beleuchten die Entwicklung der Illustrierten von ihren Vorläufern im 19. Jahrhundert bis hin zur heutigen Zeit und die Herausforderungen durch zunehmende Konkurrenz.
Schlüsselwörter
Illustrierte, Zeitschrift, Massenmedium, Bild, Text, Geschichte, Entwicklung, Konkurrenz, Medienmarkt, Publikumszeitschrift, Familienblätter, Nationalsozialismus, Fernsehmagazine.
Häufig gestellte Fragen
Was charakterisiert eine „klassische Illustrierte“?
Illustrierte zeichnen sich durch eine starke Bildorientierung, Unterhaltungsfokus und eine breite Themenmischung aus, die neugierige Leser anspricht.
Warum erlebten Illustrierte im 19. Jahrhundert eine Blütezeit?
Durch technische Fortschritte wie Holzschnitte und später Fotografie konnten Zeitschriften erstmals Massenauflagen mit visuellen Inhalten produzieren.
Welche Zeitschriften gelten als Klassiker in Deutschland?
Die Arbeit nennt insbesondere „Quick“, „Stern“, „Bunte“ und die „Neue Revue“ als prägende Titel der Nachkriegszeit.
Welche Konkurrenz bedroht die klassischen Illustrierten heute?
Seit den 90er Jahren werden sie zunehmend durch Spezialzeitschriften, Fernsehmagazine und digitale Medien vom Markt verdrängt.
Wie war das Verhältnis von Bild zu Text in der Entwicklung?
Das Bild wurde immer dominanter, während der Text oft auf eine erläuternde oder unterhaltende Funktion reduziert wurde, um die Faszination des Visuellen zu nutzen.
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- Esther Geißdörfer (Author), 2002, Aufstieg und Fall der klassischen Illustrierten, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/37168