Im Fokus dieser Arbeit steht der englisch-spanische Sprachkontakt der USA, das Spanglish. Bisher wurden viele Werke zu diesem Thema verfasst, jedoch gibt es einen Bereich, der bislang noch relativ unerforscht ist und zwar die Diskursmarker des Spanglish. Diese Arbeit setzt sich zum Ziel, Studienergebnisse zu spanisch-englischen Diskursmarkern in den USA näher zu betrachten. Im Laufe der Recherche kristallisierten sich dabei die Diskursmarker-Paare "like" und "como", "you know" und "tú sabes" sowie "so" und "entonces" als besonders interessant heraus.
Zu diesem Zweck soll zunächst ein genereller Überblick zur historischen Herkunft des Spanglish sowie der Versuch einer Definition gegeben werden. Anschließend wird das Codeswitching näher erläutert werden mit seinen Formen, Limitationen sowie Einflussfaktoren. Der Begriff des Diskursmarkers und seine Stellung im Rahmen des Codeswitching wird erläutert und schließlich auf die spezifisch spanglishen Diskursmarker eingegangen werden.
Hierbei werden zu Beginn die jeweiligen Marker im rein spanischen bzw. rein englischen Kontext präsentiert, um ihre konventionellen Funktionen herauszufinden. Schließlich werden sie anhand der maßgeblichen Studien von Aaron, Said-Mohand und Torres im englisch-spanischen Sprachkontakt komparatistisch betrachtet, um ihre Entwicklung und die mögliche wechselseitige Beeinflussung zu analysieren.
Inhaltsverzeichnis
- 1. Einleitung
- 2. Spanglish - Das Sprachphänomen der USA
- 2.1 Historische Fakten
- 2.2 Spanglish als detraducción
- 3. Codeswitching
- 3.1 Definition
- 3.2 Intrasententielles Codeswitching
- 3.3 Intersententielles Codeswitching
- 3.4 Die Regeln des Codeswitching
- 3.5 Der Einfluss extra-linguistischer Faktoren auf das Codeswitching
- 4. Spanisch-Englische Diskursmarker
- 4.1 Definition Diskursmarker
- 4.2 Analyse der Diskursmarker des Spanglish
- 4.2.1 Die Diskursmarker like und como
- 4.2.1.1 Konventionelle Funktionen
- 4.2.1.2 Funktionen und Vorkommen im Spanglish
- 4.2.2 Die Diskursmarker you know und tú sabes
- 4.2.2.1 Konventionelle Funktionen
- 4.2.2.2 Funktionen und Vorkommen im Spanglish
- 4.2.3 Die Diskursmarker so und entonces
- 4.2.3.1 Konventionelle Funktionen
- 4.2.3.2 Funktionen und Vorkommen im Spanglish
- 5. Schlussfolgerungen und Ausblick
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht das Phänomen des Spanglish, einer in den USA entstandenen Sprachvarietät, die aus dem Sprachkontakt von Englisch und Spanisch resultiert. Der Fokus liegt dabei auf der Analyse von Diskursmarkern im Spanglish und ihrer Entwicklung in der bilingualen Sprachgemeinschaft. Die Arbeit zielt darauf ab, die Funktionen und das Vorkommen dieser Marker in der spanglishen Sprache zu beleuchten und ihre mögliche wechselseitige Beeinflussung zu analysieren.
- Historische Entwicklung und Kontext des Spanglish in den USA
- Das Phänomen des Codeswitching und seine Bedeutung für die Entstehung des Spanglish
- Definition und Funktion von Diskursmarkern im Allgemeinen
- Analyse spezifischer spanglisher Diskursmarker wie "like", "como", "you know", "tú sabes", "so" und "entonces"
- Die Entwicklung und wechselseitige Beeinflussung dieser Diskursmarker im Sprachkontakt von Englisch und Spanisch
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung führt in das Thema des Sprachkontakts und des Bilingualismus ein, wobei der Fokus auf das Spanglish in den USA gelegt wird. Im zweiten Kapitel wird die historische Entwicklung des Spanglish sowie dessen Definition und Entstehung als "detraducción" beleuchtet. Das dritte Kapitel beschäftigt sich mit dem Phänomen des Codeswitching, seinen Formen, Limitationen und Einflussfaktoren. Im vierten Kapitel wird der Begriff des Diskursmarkers erläutert und seine Rolle im Rahmen des Codeswitching verdeutlicht. Anschließend werden die spezifischen Diskursmarker des Spanglish im Detail betrachtet, wobei ihre konventionellen Funktionen im rein spanischen und englischen Kontext vorgestellt werden. Schließlich werden die Diskursmarker anhand relevanter Studien im englisch-spanischen Sprachkontakt analysiert, um ihre Entwicklung und die mögliche wechselseitige Beeinflussung zu untersuchen.
Schlüsselwörter
Spanglish, Sprachkontakt, Codeswitching, Diskursmarker, Bilingualismus, USA, Englisch, Spanisch, "like", "como", "you know", "tú sabes", "so", "entonces"
Häufig gestellte Fragen
Was versteht man unter dem Begriff "Spanglish"?
Spanglish bezeichnet das Sprachphänomen des intensiven Kontakts zwischen Englisch und Spanisch in den USA, das durch Codeswitching und gegenseitige Beeinflussung geprägt ist.
Welche Diskursmarker werden in dieser Arbeit analysiert?
Die Analyse konzentriert sich auf die Paare "like" und "como", "you know" und "tú sabes" sowie "so" und "entonces".
Was ist der Unterschied zwischen intersententiellem und intrasententiellem Codeswitching?
Intrasententielles Codeswitching findet innerhalb eines Satzes statt, während intersententielles Codeswitching den Wechsel zwischen zwei eigenständigen Sätzen beschreibt.
Wie beeinflussen sich die Sprachen im Spanglish gegenseitig?
Durch den Sprachkontakt übernehmen Diskursmarker oft Funktionen aus der jeweils anderen Sprache, was zu einer funktionalen Erweiterung oder Veränderung der Begriffe führt.
Welche Rolle spielen extra-linguistische Faktoren beim Codeswitching?
Faktoren wie soziale Identität, der Kontext des Gesprächs und die Intention des Sprechers bestimmen maßgeblich, wann und wie zwischen den Sprachen gewechselt wird.
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- Sara Fackler Calvo (Author), 2016, "Ya tú sabes, man!" Diskursmarker im Sprachkontakt von Englisch und Spanisch in den USA, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/370836