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Sprachliche Analyse der Textsorte Horoskop

Title: Sprachliche Analyse der Textsorte Horoskop

Bachelor Thesis , 2015 , 67 Pages , Grade: 2,5

Autor:in: Kamila Torba (Author)

German Studies - Linguistics
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Horoskope genießen als Textsorte aus wissenschaftlicher Sicht kein besonders hohes Ansehen. Sie werden meistens mit Astrologie und Aberglauben assoziiert und demzufolge oft verächtlich behandelt und belächelt. Sie gelten als banal, billig und trivial. Jedoch bei einer genaueren Untersuchung stellt sich heraus, dass in ihnen ein großes Potenzial steckt, was nicht nur in der vorliegenden Arbeit zu zeigen versucht wird, sondern wovon auch die in den letzten Jahren zu diesem Thema entstandene Literatur zeugt. Sie wurden über einen langen Zeitraum vernachlässigt, jedoch ungerecht. Auch die Tatsache, dass sie in fast jeder Zeitung oder Zeitschrift erscheinen, bedeutet, dass sie ein fester Bestandteil der Massenmedien sind und gern gelesen werden. Es gibt viele Menschen, die sich nach ihrem Inhalt richten, genauso wie nach einer Wettervorhersage.

Im ersten Teil wird der theoretische Hintergrund mit Hilfe entsprechender Fachliteratur genauer beleuchtet. Dabei wird auf begriffliche Grundlagen sowie verschiedene Theorieansätze eingegangen, wie sich die Entwicklung der Textlinguistik vollzogen hat, von ihrer transphrastischen, über kommunikativ-pragmatische bis zur kognitivistischen Phase. Es werden vor allem die Grundbegriffe wie Text, Textsorte und Textfunktion erklärt. Der weitere Teil erläutert den Begriff des Horoskops und versucht die Eigenschaften zu beschreiben, die es zu einer Pressetextsorte ausmachen. Anschließend wird der bisherige Forschungsstand präsentiert, dafür wurden einige wissenschaftliche Arbeiten ausgewählt, die zu diesem Thema entstanden sind. Im empirischen Teil werden Horoskope unter verschiedenen Kriterien untersucht.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einführung

2. Theoretische Grundlagen

2.1. Text als Untersuchungsgegenstand der Textlinguistik

2.2. Textsorten und ihre Klassifikation

2.3. Textfunktion

3. Linguistische Analyse Horoskope als Pressetextsorte

3.1. Theoretische Grundlagen für Untersuchungskriterien

3.1.1. Begriffsbestimmung »Horoskop«

3.1.2. Horoskope als Pressetexsorte

3.1.3. Zum Forschungsstand

4. Sprachliche Analyse

4.1. Situationalität

4.1.1. Die Produzenten von Pressehoroskopen.

4.1.2. Die Rezipienten von Horoskopen

4.1.3. Die materielle Textgestalt

4.2. Funktionalität

4.2.1. Horoskop als Informationstext

4.2.2. Horoskop als Appelltext

4.2.3. Horoskop als Kontakttext

4.3. Thematizität

4.4. Formulierungsadäquatheit

4.4.1. Formulierungsmuster

4.4.2. Textsortenspezifische Lexeme und Wortgruppen

4.4.2.1. Personenbezeichnungen

4.4.2.2. Objektbezeichnungen

4.4.2.3. Bezeichnungen für den Bezug auf die Sterne

4.4.3. Zeitausdrücke

4.4.4. Modalität

4.4.5. Syntaktische Charakteristika

5. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, die Textsorte "Pressehoroskop" sprachwissenschaftlich zu analysieren und deren Bedeutung im massenmedialen Kontext aufzuzeigen. Dabei wird untersucht, durch welche sprachlichen Mittel und strukturellen Merkmale diese Texte trotz ihrer scheinbaren Trivialität für ein breites Publikum attraktiv gestaltet werden und wie die verschiedenen, teils widersprüchlichen Funktionen (Information, Appell, Kontakt) in der Praxis zusammenwirken.

  • Textlinguistische Einordnung von Horoskopen als Pressetextsorte
  • Analyse des situativ-kommunikativen Umfelds (Produzenten und Rezipienten)
  • Untersuchung der funktionalen Mehrdimensionalität
  • Analyse thematischer Schwerpunkte (Alltagsrelevanz)
  • Untersuchung von Formulierungsadäquatheit, Modalität und syntaktischer Gestaltung

Auszug aus dem Buch

3.1.2. Horoskope als Pressetextsorte

Obwohl heutzutage Horoskope in verschiedenen Massenmedien erscheinen, sind einige Gruppen von Zeitungen und Zeitschriften ohne sie nicht vorzustellen. Sie sind von vielen Menschen sehr beliebt und gehören für sie zur Pflichtlektüre. Tegtmeier weist darauf hin: „Kaum eine große Illustrierte, kaum eine Tageszeitung, die es sich noch nehmen ließe, eine Horoskop-Spalte anzubieten; es ist sogar belegt, daß die Auflagenzahlen empfindlich sinken, wenn Chefredakteure eine solche Kolumne wieder abschaffen. Zwar als ‚harmloses Gesellschaftsspiel‘ belächelt, ist die Lektüre des täglichen oder wöchentlichen Horoskops doch für viele Menschen zu einem absoluten Muß geworden […].” (Tegtmeier 1990, S. 11 zit. nach Bachmann-Stein 2004, S. 7) Fast zwei Drittel der Deutschen lesen Horoskope, die regelmäßig in Zeitungen und Zeitschriften veröffentlicht werden (vgl. Köster 1998, S. 97). Es kann nicht genau festgestellt werden, wie das Horoskop in seiner derzeitigen Darstellungsform als massenmediale Textsorte entstanden ist, aber die ersten Horoskope erscheinen 1930 in einer englischen Zeitung R. H. Naylor’s Express.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung: Die Einleitung beleuchtet die wissenschaftliche Vernachlässigung von Horoskopen und stellt die Relevanz einer sprachwissenschaftlichen Untersuchung dieser weit verbreiteten Massenmedientextsorte dar.

2. Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel erläutert textlinguistische Begriffe wie Text, Textsorte und Textfunktion sowie verschiedene wissenschaftliche Ansätze zur Definition von Textualität.

3. Linguistische Analyse Horoskope als Pressetextsorte: Hier erfolgt eine Begriffsbestimmung des Horoskops sowie eine Einordnung als Pressetextsorte, ergänzt durch einen Überblick über den bisherigen Forschungsstand.

4. Sprachliche Analyse: Dieser Hauptteil widmet sich der detaillierten Untersuchung des Korpus hinsichtlich Situationalität, Funktionalität, Thematizität und Formulierungsadäquatheit.

5. Zusammenfassung: Das abschließende Kapitel resümiert die Ergebnisse und betont, dass Horoskope trotz ihres Rufs als Trivialliteratur ein komplexes, untersuchungswürdiges Potenzial besitzen.

Schlüsselwörter

Horoskop, Pressetextsorte, Textlinguistik, Massenmedien, Textfunktion, Situationalität, Thematizität, Formulierungsadäquatheit, Modalität, Syntaktische Charakteristika, Sprachanalyse, Pressekommunikation, Astrologie, Alltagskommunikation, Textsortenklassifikation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der sprachlichen Analyse der Textsorte "Pressehoroskop", wobei deren Eigenschaften im Kontext von Massenmedien wissenschaftlich untersucht werden.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die Schwerpunkte liegen auf den textlinguistischen Kriterien der Situationalität, der kommunikativen Funktionalität, der thematischen Ausrichtung sowie den spezifischen sprachlichen Gestaltungsmitteln (Formulierungsadäquatheit).

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es, die sprachlichen Mittel der Textsorte korpusgestützt zu beschreiben und aufzuzeigen, wie diese Texte trotz ihrer oft unterschätzten Rolle im Alltag funktionieren und strukturiert sind.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Analyse basiert auf einem korpusgestützten Ansatz, unter Anwendung des textlinguistischen Rahmenmodells von Heinemann/Heinemann, ergänzt durch eine Vergleichsmethode bei der Auswertung der verschiedenen Zeitungen und Zeitschriften.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der situativen Rahmenbedingungen (Produzenten/Rezipienten), die Bestimmung der dominanten Textfunktionen sowie die detaillierte Untersuchung der Lexik und Syntax.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wesentlichen Begriffe sind Textlinguistik, Pressehoroskop, Textfunktion, Situationalität und textsortenspezifische Formulierungsmuster.

Wie unterscheidet sich die Darstellung in den verschiedenen Zeitungen?

Die Untersuchung zeigt, dass der Satzbau und die explizite Themennennung je nach Publikation variieren; während manche Zeitungen eine parataktische Struktur bevorzugen, dominieren in anderen hypotaktische Sätze.

Welche Rolle spielt die Modalität in Horoskopen?

Modalverben wie "können" und "sollen" sowie der Konjunktiv II werden genutzt, um die Aussagen zu relativieren und gleichzeitig eine beratende Funktion auszuüben, ohne verbindlich oder deterministisch zu wirken.

Warum wird das Horoskop trotz mangelnden Ansehens als untersuchungswürdig erachtet?

Die Arbeit argumentiert, dass das "unheimliche Potenzial" und die weite Verbreitung der Horoskope eine wissenschaftliche Auseinandersetzung rechtfertigen, da sie Erkenntnisse über den Sprachgebrauch und das Medienverhalten liefern.

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Details

Title
Sprachliche Analyse der Textsorte Horoskop
College
University of Zielona Góra  (Institut für Germanistik)
Grade
2,5
Author
Kamila Torba (Author)
Publication Year
2015
Pages
67
Catalog Number
V369367
ISBN (eBook)
9783668513365
ISBN (Book)
9783668513372
Language
German
Tags
sprachliche analyse textsorte horoskop
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Kamila Torba (Author), 2015, Sprachliche Analyse der Textsorte Horoskop, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/369367
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