Horoskope genießen als Textsorte aus wissenschaftlicher Sicht kein besonders hohes Ansehen. Sie werden meistens mit Astrologie und Aberglauben assoziiert und demzufolge oft verächtlich behandelt und belächelt. Sie gelten als banal, billig und trivial. Jedoch bei einer genaueren Untersuchung stellt sich heraus, dass in ihnen ein großes Potenzial steckt, was nicht nur in der vorliegenden Arbeit zu zeigen versucht wird, sondern wovon auch die in den letzten Jahren zu diesem Thema entstandene Literatur zeugt. Sie wurden über einen langen Zeitraum vernachlässigt, jedoch ungerecht. Auch die Tatsache, dass sie in fast jeder Zeitung oder Zeitschrift erscheinen, bedeutet, dass sie ein fester Bestandteil der Massenmedien sind und gern gelesen werden. Es gibt viele Menschen, die sich nach ihrem Inhalt richten, genauso wie nach einer Wettervorhersage.
Im ersten Teil wird der theoretische Hintergrund mit Hilfe entsprechender Fachliteratur genauer beleuchtet. Dabei wird auf begriffliche Grundlagen sowie verschiedene Theorieansätze eingegangen, wie sich die Entwicklung der Textlinguistik vollzogen hat, von ihrer transphrastischen, über kommunikativ-pragmatische bis zur kognitivistischen Phase. Es werden vor allem die Grundbegriffe wie Text, Textsorte und Textfunktion erklärt. Der weitere Teil erläutert den Begriff des Horoskops und versucht die Eigenschaften zu beschreiben, die es zu einer Pressetextsorte ausmachen. Anschließend wird der bisherige Forschungsstand präsentiert, dafür wurden einige wissenschaftliche Arbeiten ausgewählt, die zu diesem Thema entstanden sind. Im empirischen Teil werden Horoskope unter verschiedenen Kriterien untersucht.
Inhaltsverzeichnis
- 1. Einführung
- 2. Theoretische Grundlagen
- 2.1. Text als Untersuchungsgegenstand der Textlinguistik
- 2.2. Textsorten und ihre Klassifikation
- 2.3. Textfunktion
- 3. Linguistische Analyse Horoskope als Pressetextsorte
- 3.1. Theoretische Grundlagen für Untersuchungskriterien
- 3.1.1. Begriffsbestimmung »Horoskop«
- 3.1.2. Horoskope als Pressetextsorte
- 3.1.3. Zum Forschungsstand
- 4. Sprachliche Analyse
- 4.1. Situationalität
- 4.1.1. Die Produzenten von Pressehoroskopen
- 4.1.2. Die Rezipienten von Horoskopen
- 4.1.3. Die materielle Textgestalt
- 4.2. Funktionalität
- 4.2.1. Horoskop als Informationstext
- 4.2.2. Horoskop als Appelltext
- 4.2.3. Horoskop als Kontakttext
- 4.3. Thematizität
- 4.4. Formulierungsadäquatheit
- 4.4.1. Formulierungsmuster
- 4.4.2. Textsortenspezifische Lexeme und Wortgruppen
- 4.4.2.1. Personenbezeichnungen
- 4.4.2.2. Objektbezeichnungen
- 4.4.2.3. Bezeichnungen für den Bezug auf die Sterne
- 4.4.3. Zeitausdrücke
- 4.4.4. Modalität
- 4.4.5. Syntaktische Charakteristika
- 5. Zusammenfassung
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit zielt auf eine linguistische Analyse der Textsorte Horoskop ab. Ziel ist es, die sprachlichen Besonderheiten dieser oft verkannten Textsorte zu untersuchen und aufzuzeigen, dass Horoskope mehr sind als bloßer Aberglaube. Die Analyse basiert auf theoretischen Grundlagen der Textlinguistik und einer empirischen Untersuchung verschiedener Horoskopbeispiele.
- Sprachliche Merkmale von Horoskopen
- Funktionale Aspekte von Horoskopen (Information, Appell, Kontakt)
- Situationaler Kontext der Horoskop-Produktion und -Rezeption
- Thematische Schwerpunkte in Horoskopen
- Vergleichende Analyse von Horoskopen verschiedener Medien
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einführung: Die Einleitung stellt die Textsorte Horoskop vor und widerlegt gängige Vorurteile. Sie betont die wissenschaftliche Relevanz der Analyse und skizziert den Aufbau der Arbeit, der aus einem theoretischen und einem empirischen Teil besteht. Der Fokus liegt auf der Bedeutung von Horoskopen als fester Bestandteil der Massenmedien und ihrer Rezeption durch ein breites Publikum.
2. Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel legt die theoretischen Grundlagen der Arbeit dar. Es behandelt zentrale Konzepte der Textlinguistik, wie Text, Textsorte und Textfunktion, und erläutert die Entwicklung des Forschungsfeldes. Es werden verschiedene Theorieansätze vorgestellt, von der transphrastischen über die kommunikativ-pragmatische bis hin zur kognitivistischen Phase. Die Kapitel liefern somit das notwendige theoretische Rüstzeug für die anschließende empirische Analyse der Horoskope.
3. Linguistische Analyse Horoskope als Pressetextsorte: In diesem Kapitel wird die Textsorte Horoskop im Kontext der Pressetexte eingeordnet. Es erfolgt eine detaillierte Begriffsbestimmung von "Horoskop" und eine Untersuchung der Merkmale, die es als Pressetextsorte ausweisen. Der Forschungsstand zum Thema wird präsentiert, um die eigene Arbeit in den wissenschaftlichen Diskurs einzubetten. Das Kapitel bereitet den Boden für die detaillierte sprachliche Analyse im folgenden Kapitel.
4. Sprachliche Analyse: Dieses Kapitel präsentiert die Kernanalyse der Arbeit. Es untersucht Horoskope unter verschiedenen Kriterien, beginnend mit der Situationalität (Produzenten, Rezipienten, materielle Textgestalt), gefolgt von der Funktionalität (Informations-, Appell-, Kontakttext). Die Thematizität und die Formulierungsadäquatheit, inklusive lexikalischer und syntaktischer Charakteristika, werden detailliert analysiert. Der Vergleich verschiedener Horoskope aus unterschiedlichen Medien bildet die Grundlage der Analyse.
Schlüsselwörter
Horoskop, Textlinguistik, Textsorte, Pressetext, Sprachliche Analyse, Funktionalität, Situationalität, Thematizität, Formulierungsadäquatheit, Lexik, Syntax, Massenmedien, Rezeption, Kommunikation.
Häufig gestellte Fragen (FAQ) zur linguistischen Analyse von Horoskopen
Was ist der Gegenstand dieser Arbeit?
Diese Arbeit untersucht Horoskope als Textsorte aus linguistischer Perspektive. Sie analysiert die sprachlichen Besonderheiten von Horoskopen und widerlegt gängige Vorurteile, indem sie deren wissenschaftliche Relevanz und Funktion innerhalb der Massenmedien beleuchtet.
Welche Themen werden in der Arbeit behandelt?
Die Arbeit umfasst eine umfassende linguistische Analyse von Horoskopen, einschließlich ihrer theoretischen Einordnung in die Textlinguistik, ihrer Funktionalität (Informations-, Appell- und Kontaktfunktion), ihrer Situationalität (Produzenten, Rezipienten, materielle Gestaltung), ihrer Thematizität sowie ihrer Formulierungsadäquatheit (Lexik, Syntax, Stilmittel). Es werden verschiedene Horoskopbeispiele aus unterschiedlichen Medien vergleichend untersucht.
Welche theoretischen Grundlagen werden verwendet?
Die Arbeit stützt sich auf zentrale Konzepte der Textlinguistik, wie Text, Textsorte und Textfunktion. Es werden verschiedene Theorieansätze vorgestellt, von der transphrastischen über die kommunikativ-pragmatische bis hin zur kognitivistischen Phase. Diese liefern das theoretische Fundament für die empirische Analyse.
Wie ist die Arbeit strukturiert?
Die Arbeit gliedert sich in fünf Kapitel: Eine Einleitung, ein Kapitel zu den theoretischen Grundlagen, ein Kapitel zur linguistischen Einordnung von Horoskopen als Pressetextsorte, ein Kapitel zur detaillierten sprachlichen Analyse und schließlich eine Zusammenfassung. Der Aufbau umfasst sowohl einen theoretischen als auch einen empirischen Teil.
Welche Aspekte der sprachlichen Analyse werden im Detail untersucht?
Die sprachliche Analyse konzentriert sich auf die Situationalität (Produzenten, Rezipienten, materielle Textgestalt), die Funktionalität (Informations-, Appell-, Kontakttext), die Thematizität und die Formulierungsadäquatheit. Letztere umfasst die Analyse von Formulierungsmustern, textsortspezifischen Lexemen und Wortgruppen (Personen-, Objektbezeichnungen, Bezeichnungen für den Bezug auf die Sterne), Zeitausdrücken, Modalität und syntaktischen Charakteristika.
Welche Zielsetzung verfolgt die Arbeit?
Die Arbeit zielt darauf ab, die sprachlichen Besonderheiten von Horoskopen aufzuzeigen und zu untersuchen, wie diese Textsorte funktioniert. Es soll demonstriert werden, dass Horoskope mehr sind als bloßer Aberglaube, und ihre Rolle in der Massenmedienkommunikation wissenschaftlich fundiert zu analysieren.
Welche Schlüsselwörter beschreiben die Arbeit?
Schlüsselwörter sind: Horoskop, Textlinguistik, Textsorte, Pressetext, Sprachliche Analyse, Funktionalität, Situationalität, Thematizität, Formulierungsadäquatheit, Lexik, Syntax, Massenmedien, Rezeption, Kommunikation.
- Arbeit zitieren
- Kamila Torba (Autor:in), 2015, Sprachliche Analyse der Textsorte Horoskop, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/369367