Studien zeigen, dass Animationen, denen ein kognitionslinguistisch durchdachtes Konzept zugrunde liegt, im Gegensatz zu traditionellen Didaktisierungen einen Mehrwert bei der Vermittlung von grammatischen Phänomenen besitzen. Ein Lernmehrwert kann aber nur erzielt werden, wenn die Animationen auch genutzt werden. Von entscheidender Bedeutung ist hier der Schlüsselbegriff der Akzeptanz, da diese die Voraussetzung für eine intensive und kontinuierliche Nutzung der Animationen darstellt.
Da der Akzeptanzprozess von Grammatikanimationen allerdings noch nicht ausreichend untersucht worden ist, versucht diese Arbeit den Einfluss der Animationsart (2D vs 3D) von Grammatikanimationen auf die Akzeptanz zu beleuchten und diesen auf die Variablen Geschlecht, Alter, Technikaffinität und Grad des räumlichen Vorstellungsvermögens zu untersuchen. Auf Basis der Wechselpräpositionsanimationen von Scheller (2008) wurden Animationen erstellt, die sich nur in der Animationsart unterscheiden und 88 japanischen Deutschlernern vorgelegt.
Die Ergebnisse zeigen, dass Grammatikanimationen insgesamt ein hohes Akzeptanzniveau genießen und auch beide Animationsarten gleichermaßen akzeptiert werden. Allerdings zeigen sich in Bezug auf die untersuchten Variablen signifikante Unterschiede der Präferenz. Die Erkenntnisse dieser Arbeit sollen zu einer Akzeptanzerhöhung bei bestimmten Zielgruppen und somit auch zu einer Erhöhung der Nutzungshäufigkeit beitragen, wodurch der Mehrwert der Grammatikanimationen voll zum Tragen kommen kann.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Theorie und Forschungsstand
- Animationen
- Animationsbegriff
- Lernen mit Animationen
- Kognitiver Hintergrund
- Studie zur Effektivität von Grammatikanimationen
- Akzeptanz
- Akzeptanzbegriff
- Etymologie und Verbreitung
- Präzisierungen und Arbeitsdefinition
- Forschungsstand der Akzeptanz
- Akzeptanzforschung
- Modelle und Einflussfaktoren
- Akzeptanz im Fremdsprachenunterricht
- Bisherige Untersuchungen
- Studien zur Akzeptanz von Grammatikanimationen
- Weitere Untersuchungen zur Akzeptanz von Animationen
- Relevante Einflussfaktoren für die Akzeptanz von Grammatikanimationen
- Geschlecht
- Alter
- Technikaffinität
- Forschungshypothesen
- Empirische Untersuchung
- Ziel der Untersuchung
- Untersuchungsgegenstand
- Untersuchungsdesign
- Methode und Erhebungsinstrumente
- Fragebögen und Wissenstests der Vor- und Nachbefragung
- Test zum räumlichen Vorstellungsvermögen (MRT-A)
- Vortest zur Validierung der Erhebungsinstrumente
- Durchführung
- Ergebnisse
- Vorbefragung
- Eingangs- und Nachtest
- Nachbefragung
- Visuelles Raumvermögen
- Analyse
- Auswertung relevanter Ergebnisse
- Überprüfung der Forschungshypothesen
- Diskussion
- Zusammenfassung und Ausblick
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit zielt darauf ab, den Einfluss der Animationsart (2D vs. 3D) auf die Akzeptanz von Grammatikanimationen zu untersuchen und diesen auf die Variablen Geschlecht, Alter, Technikaffinität und Grad des räumlichen Vorstellungsvermögens zu beziehen.
- Akzeptanz von Grammatikanimationen
- Einfluss der Animationsart (2D vs. 3D) auf die Akzeptanz
- Relevante Einflussfaktoren wie Geschlecht, Alter, Technikaffinität und räumliches Vorstellungsvermögen
- Empirische Untersuchung mit japanischen Deutschlernern
- Beitrag zur Erhöhung der Akzeptanz und Nutzung von Grammatikanimationen
Zusammenfassung der Kapitel
- Einleitung: Die Einleitung stellt das Thema der Arbeit, die Sprachvermittlung mit Animationen, vor und beleuchtet den Bedarf an Forschung in diesem Bereich. Sie unterstreicht die Bedeutung der Akzeptanz von Animationen für ihre effektive Nutzung im Sprachunterricht.
- Theorie und Forschungsstand: Dieses Kapitel bietet einen theoretischen Rahmen für die Arbeit, indem es die Konzepte von Animationen, Akzeptanz und ihre Anwendung im Fremdsprachenunterricht behandelt. Es beleuchtet den aktuellen Stand der Forschung und identifiziert wichtige Einflussfaktoren auf die Akzeptanz von Animationen.
- Empirische Untersuchung: Dieses Kapitel beschreibt die durchgeführte Studie, inklusive Zielsetzung, Untersuchungsdesign, Methode und Erhebungsinstrumente. Es erläutert die Ergebnisse der Studie, wie die erhobenen Daten analysiert wurden und wie die Forschungshypothesen überprüft wurden.
Schlüsselwörter
Die Arbeit fokussiert auf die Akzeptanz von Grammatikanimationen, insbesondere die Unterschiede zwischen 2D und 3D Animationen. Die Untersuchung bezieht sich auf relevante Variablen wie Geschlecht, Alter, Technikaffinität und räumliches Vorstellungsvermögen.
Häufig gestellte Fragen
Was untersucht diese Arbeit im Bereich der Grammatikvermittlung?
Die Arbeit untersucht, wie die Art der Animation (2D vs. 3D) die Akzeptanz von Grammatikanimationen bei Deutschlernern beeinflusst.
Warum ist der Begriff "Akzeptanz" für E-Learning so wichtig?
Akzeptanz ist die Grundvoraussetzung für eine intensive und kontinuierliche Nutzung von Lernmaterialien. Ohne Akzeptanz kann der kognitive Mehrwert von Animationen nicht voll zum Tragen kommen.
Welche Zielgruppe wurde in der empirischen Studie befragt?
Die Untersuchung wurde mit 88 japanischen Deutschlernern durchgeführt.
Welche Variablen wurden neben der Animationsart untersucht?
Es wurden der Einfluss von Geschlecht, Alter, Technikaffinität und dem Grad des räumlichen Vorstellungsvermögens (gemessen mit dem MRT-A Test) analysiert.
Was sind die Hauptergebnisse der Studie?
Grammatikanimationen genießen insgesamt eine hohe Akzeptanz. Es gab keinen allgemeinen Unterschied in der Akzeptanz zwischen 2D und 3D, jedoch zeigten sich signifikante Präferenzunterschiede je nach den untersuchten Variablen.
Auf welcher theoretischen Basis wurden die Animationen erstellt?
Die Animationen basieren auf den kognitionslinguistischen Konzepten zu Wechselpräpositionen von Scheller (2008).
- Quote paper
- Luisa Zeilhofer (Author), 2014, Kognitive Linguistik in der didaktischen Praxis. Akzeptanz von Grammatikanimationen und Einfluss der Animationsart 2D vs 3D, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/369338