Inhaltlich befasst sich diese Hausarbeit mit dem Klimawandel als soziales Konstrukt und dessen zu Grunde liegenden Entstehungsbedingungen. Daher wird die Thematik unter der Berücksichtigung des transdisziplinären Charakters der Geographie erarbeitet und ermöglicht folglich eine dualistische Beleuchtung. Die Unterteilung erfolgt hierbei grob in zwei Blöcke. Es bedarf in Anbetracht einer kontrovers erforschten, fachübergreifenden und weitreichenden Thematik wie dem Klimawandel zunächst einer soliden naturwissenschaftlichen Grundlagensicherung.
Deshalb stellt der erste Abschnitt die Frage nach den physikalischen Ursachen der globalen Erwärmung und dessen Auswirkungen auf gesellschaftliche Systeme und der damit verbundene geographische Risikoverteilung. Im zweiten Abschnitt werden die sozialen Konstruktionsmechanismen des Klimawandels untersucht. Hierbei wird vor allem die Rolle medialer Katastropheninszenierung und Krisenkommunikation fokussiert, um daraus abgeleitet die Tragweite politischer Entscheidung und deren Legitimität in einer stimulierten Krisengesellschaft an konkreten Schwerpunkten aufzuzeigen.
In der Metaebene erfolgt der Versuch einer Einordnung der vielschichtigen wissenschaftlichen Ansätze zum Klimawandel in ein historisch geprägtes heuristisches Denkkollektiv. Dem Aufzeigen einer paradigmatischen Wissenschaftskultur und deren immanente Wandelbarkeit.
Die begründete Positionierung der Autoren in Form einer Schlussbemerkung, sowie ein darauffolgendes Fazit, bilden den Abschluss dieser Arbeit.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Zusammenfassung
- Die Hypothese des anthropogenen Klimawandels
- Die Ursachen der globalen Erwärmung
- Die Auswirkungen der globalen Erwärmung
- Folgewirkungen und Gefahren
- Gesellschaftliche Konzepte der Risikominderung
- Krisenhysterie - Die soziale Konstruktion der Klimakatastrophe
- Mediale Inszenierung und Krisenkommunikation
- Kollektives Krisenbewusstsein und politische Handlungslegitimation
- Geoengineering - Technokratische Geosystemmanipulation
- Die ökologisch - transformierte Weltgesellschaft
- Schlussbemerkung und Ausblick
- Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die vorliegende Hausarbeit befasst sich mit der Thematik des anthropogenen Klimawandels und untersucht die Frage, ob die Weltgemeinschaft im 21. Jahrhundert tatsächlich vor einer „Klimakatastrophe“ steht. Sie analysiert die wissenschaftlichen Grundlagen der globalen Erwärmung, beleuchtet die mediale Darstellung und die Konstruktion der Klimakatastrophe als gesellschaftliches Gesamtkonstrukt und hinterfragt die Rolle des Anthropozentrismus in diesem Kontext.
- Die wissenschaftlichen Grundlagen des anthropogenen Klimawandels
- Die mediale Inszenierung und Konstruktion der Klimakatastrophe
- Das Zusammenspiel von wissenschaftlicher Expertise, medialer Hysterie und globalpolitischer Doktrin
- Die Rolle des Anthropozentrismus in der Klimadebatte
- Die Suche nach Lösungen und die ethischen und politischen Herausforderungen des Klimawandels
Zusammenfassung der Kapitel
- Einleitung: Die Einleitung stellt die Relevanz der Thematik des Klimawandels im Kontext des Informationszeitalters dar und beleuchtet die Rolle der wissenschaftlichen Expertise in der Gesellschaft.
- Die Hypothese des anthropogenen Klimawandels: Dieses Kapitel befasst sich mit den Ursachen der globalen Erwärmung, insbesondere dem Einfluss des Menschen auf das Klima. Es analysiert die Auswirkungen der Erwärmung auf die Umwelt und die Gesellschaft und präsentiert verschiedene Ansätze zur Risikominderung.
- Krisenhysterie - Die soziale Konstruktion der Klimakatastrophe: Dieses Kapitel beleuchtet die mediale Inszenierung der Klimakatastrophe und untersucht, wie die Thematik in der öffentlichen Wahrnehmung konstruiert wird. Es diskutiert die Rolle des Geoengineerings und die Entstehung eines kollektiven Krisenbewusstseins.
Schlüsselwörter
Klimawandel, Anthropozän, Anthropozentrismus, globale Erwärmung, Klimakatastrophe, Medien, Krisenkommunikation, Geoengineering, Nachhaltigkeit, Weltgesellschaft, ökologische Transformation.
Häufig gestellte Fragen
Ist der Klimawandel ein rein naturwissenschaftliches Phänomen?
Nein, die Arbeit beleuchtet den Klimawandel sowohl als physikalische Realität (globale Erwärmung) als auch als soziales Konstrukt, das durch mediale und politische Prozesse geformt wird.
Welche Rolle spielen Medien bei der "Klimakatastrophe"?
Medien nutzen oft Katastropheninszenierungen und Krisenkommunikation, was zur Entstehung einer "stimulierten Krisengesellschaft" und eines kollektiven Krisenbewusstseins beiträgt.
Was versteht man unter "Geoengineering"?
Geoengineering bezeichnet technokratische Eingriffe in das Geosystem der Erde, um die globale Erwärmung künstlich zu bremsen – ein oft kontrovers diskutierter Ansatz der Risikominderung.
Was bedeutet der Begriff "Anthropozän" in diesem Kontext?
Es beschreibt ein Zeitalter, in dem der Mensch zum dominierenden Einflussfaktor auf die biologischen, geologischen und atmosphärischen Prozesse der Erde geworden ist.
Wie legitimiert die Klimadebatte politische Entscheidungen?
Die Konstruktion einer unmittelbaren Katastrophe dient oft als Grundlage für weitreichende politische Weichenstellungen und die Forderung nach einer ökologisch transformierten Weltgesellschaft.
- Citation du texte
- Erik Schittko (Auteur), Maximilian Kiczinski (Auteur), 2017, Klimawandel und Gesellschaft. Zwischen wissenschaftlicher Hypothese und sozialer Katastrophenkonstruktion im 21. Jahrhundert, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/368965