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Falsch positiv oder falsch negativ? Diskussion des Artikels "Estimating the reproducibility of psychological sience"

Titel: Falsch positiv oder falsch negativ? Diskussion des Artikels "Estimating the reproducibility of psychological sience"

Seminararbeit , 2016 , 8 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Anna-Lena Broß (Autor:in)

Psychologie - Methoden
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Im August 2015 wurde in der Fachzeitschrift SCIENCE ein Artikel mit dem Titel „Eastimating the reproducibility of psychological sience“ (Open Science Collaboration, 2015) veröffentlicht, welcher große Unruhe und Debatten in wissenschaftlichen Kreisen verursachte. Mit dem Ziel „die Transparenz, Integrität und Reproduzierbarkeit der wissenschaftlichen Forschung zu erhöhen“ taten sich die Autoren der Open Science Collaboration, welche aus 270 Wissenschaftlern von 125 globalen Institutionen, zusammen, um ein großes Replikationsprojekt in die Wege zu leiten. Mit hohem methodischem Aufwand wurden insgesamt 100 Publikationen aus psychologischen Fachzeitschriften repliziert.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Funktion einer Replikation

3. Maßnahmen zur Qualitätssicherung und Kritik am Replikationsprojekt

4. Auswahlverfahren der Studien

5. Interpretation der Ergebnisse und Publikationsbias

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit analysiert das wegweisende Replikationsprojekt der Open Science Collaboration aus dem Jahr 2015, hinterfragt die methodische Durchführung und diskutiert die kritische Debatte um die Reproduzierbarkeit psychologischer Forschungsergebnisse im Kontext des Publikationsbias.

  • Kritische Würdigung des Open Science Collaboration Projekts
  • Methodische Herausforderungen bei direkten Replikationen
  • Einfluss von Selektionsbias und Stichprobenauswahl
  • Die Rolle des Publikationsbias in der psychologischen Wissenschaft
  • Bedeutung von Transparenz und Qualitätssicherung

Auszug aus dem Buch

Die Funktion einer Replikation

Aber was genau ist eigentlich die Funktion einer Replikation? Die Qualität einer Studie sollten nicht nur aufgrund der Popularität ihrer Autoren als glaubwürdig gelten, sondern aufgrund der Nachvollziehbarkeit und Überprüfbarkeit ihrer Ergebnisse, so die Autoren des Projekts. Die Qualitätssicherung einer Studie wird bisher hauptsächlich durch theoretische und methodische Diskussionen anderer Experten vorgenommen, ob das ausreicht ist sehr fraglich. Replikationen sollen daher ganz allgemein dazu beitragen wissenschaftliche Erkenntnisse zusätzlich zu verifizieren (Fabry & Fischer, 2015). Dies geschieht indem vorgenommene Studien durch qualifizierte und unabhängige Wissenschaftler erneut durchgeführt werden. Replikationen bieten also die Möglichkeit bereits gewonnene Erkenntnisse zu überprüfen und sie je nach Ergebnis weiter zu etablieren oder in Frage zu stellen.

Direkte Replikationen, wie sie im Falle des Replikationsprojekts durchgeführt wurden, haben das Ziel die interne Validität, Generalisierbarkeit, Effekte und die Zuverlässigkeit eines Ergebnisses zu überprüfen (Fabry & Fischer, 2015). Hierfür wird eine Untersuchung so genau wie möglich wiederholt. Sehr streng genommen handelt es sich bei einer direkten Replikation um eine identische Wiederholung der Ursprungsstudie. Je nach Fragestellung (z.B. Generalisierbarkeit) der Replikation können manche Kontextvariablen verändert (z.B. Ort, Zeitpunkt) werden, während andere Variablen identisch bleiben müssen (z.B. Messverfahren) (Fabry & Fischer, 2015).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel stellt den Artikel der Open Science Collaboration vor und skizziert die methodischen Eckdaten des groß angelegten Replikationsprojekts.

2. Die Funktion einer Replikation: Hier wird der theoretische Stellenwert von Replikationsstudien für die wissenschaftliche Qualitätssicherung und die Validierung psychologischer Erkenntnisse erläutert.

3. Maßnahmen zur Qualitätssicherung und Kritik am Replikationsprojekt: Der Abschnitt diskutiert die methodische Umsetzung der Replikationen und beleuchtet die von Kritikern wie Daniel Gilbert geäußerten Bedenken hinsichtlich der Originaltreue.

4. Auswahlverfahren der Studien: Es wird das Verfahren der Quasi-Randomisierung kritisch hinterfragt, wobei insbesondere der potenzielle Selektionsbias bei der Auswahl der 488 Artikel thematisiert wird.

5. Interpretation der Ergebnisse und Publikationsbias: Dieses Kapitel analysiert die Diskrepanz zwischen Original- und Replikationsergebnissen und ordnet diese im Kontext des seit Jahrzehnten bekannten Publikationsbias ein.

6. Fazit: Das Fazit fasst die Relevanz des Projekts für die zukünftige Wissenschaftskultur zusammen und betont die Notwendigkeit einer verbesserten innerfachlichen Kontrolle.

Schlüsselwörter

Replikationsstudie, Open Science Collaboration, psychologische Forschung, Reproduzierbarkeit, Publikationsbias, Signifikanz, Effektstärke, interne Validität, Qualitätssicherung, Selektionsbias, Wissenschaftsethik, Metaanalyse, Sozialpsychologie, Kognitionspsychologie, Forschungsdesign.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit befasst sich mit der kritischen Auseinandersetzung des Replikationsprojekts der "Open Science Collaboration" aus dem Jahr 2015, welches die Reproduzierbarkeit psychologischer Studien untersuchte.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentrale Themen sind die Validität psychologischer Forschung, die methodischen Standards bei Replikationen sowie die Problematik systematischer Verzerrungen in der Wissenschaftskommunikation.

Was ist die primäre Forschungsfrage der Arbeit?

Die Arbeit geht der Frage nach, ob die niedrigen Replikationsraten als Zeichen für ein grundlegendes Versagen der Psychologie zu werten sind oder ob methodische Aspekte und externe Faktoren das Bild verzerren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine Literaturanalyse, welche das Replikationsprojekt der Open Science Collaboration auf Basis der Primärquelle und ergänzender kritischer Fachliteratur bewertet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Funktion von Replikationen, die methodische Kritik an der Projektdurchführung, die Analyse des Auswahlverfahrens sowie die Diskussion der Ergebnisse unter Berücksichtigung des Publikationsbias.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Replikationsstudie, Open Science Collaboration, Publikationsbias, Reproduzierbarkeit, Validität und Qualitätssicherung.

Wie bewertet die Arbeit die Rolle von Daniel Gilbert?

Die Arbeit führt Daniel Gilbert als prominentes Beispiel für die Kritik am Replikationsprojekt an, insbesondere hinsichtlich der mangelnden Kooperation mit den Originalautoren.

Welche Rolle spielt der Publikationsbias für die Ergebnisse?

Der Publikationsbias wird als wesentlicher Erklärungsfaktor identifiziert, warum signifikante Ergebnisse in der Primärliteratur überrepräsentiert sind und Replikationen daher häufiger zu "negativen" Ergebnissen führen.

Warum wird zwischen Sozial- und Kognitionspsychologie unterschieden?

Die Arbeit differenziert diese Subdisziplinen, da die Replikationserfolge in der Kognitionspsychologie signifikant höher ausfielen als in der Sozialpsychologie.

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Details

Titel
Falsch positiv oder falsch negativ? Diskussion des Artikels "Estimating the reproducibility of psychological sience"
Hochschule
Universität Ulm
Note
1,0
Autor
Anna-Lena Broß (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2016
Seiten
8
Katalognummer
V368604
ISBN (eBook)
9783668476578
ISBN (Buch)
9783668476585
Sprache
Deutsch
Schlagworte
falsch diskussion artikels estimating
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anna-Lena Broß (Autor:in), 2016, Falsch positiv oder falsch negativ? Diskussion des Artikels "Estimating the reproducibility of psychological sience", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/368604
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Leseprobe aus  8  Seiten
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