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Merkmale der Systemtheorie nach Luhmann. Die betriebswirtschaftliche Unternehmung im Blickfeld des sozialen Systems

Titel: Merkmale der Systemtheorie nach Luhmann. Die betriebswirtschaftliche Unternehmung im Blickfeld des sozialen Systems

Hausarbeit , 2017 , 20 Seiten , Note: 1,5

Autor:in: Carmen Steves (Autor:in)

Soziologie - Soziales System und Sozialstruktur
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Arbeit soll zeigen, was unter der Systemtheorie nach Niklas Luhmann zu verstehen ist, welche Methodik und welchen Charakter sie hat und wie sich wesentliche Merkmale der Systemtheorie am Beispiel der Organisationen als soziale Systeme erschließen. Um auf die eingangs genannte Bedeutung in der Wirtschaftspraxis einzugehen wird als Beispiel für ein soziales System die betriebswirtschaftliche Unternehmung gewählt.

Zunächst soll mit einem Einblick in die Gedankenwelt und die Forschungsweise Luhmanns in die Thematik der Systemtheorie eingeführt werden. Im zweiten Kapitel wird gezeigt, was soziale Systeme als autopoietische Systeme ausmacht und charakterisiert. Im weiteren Verlauf werden am Beispiel der Organisationen die wichtigen Begriffe zur Organisation, die Mitgliedschaft, Themen der Kommunikation und die Entscheidungen näher beschrieben um dann abschließend im vierten Kapitel auf die Merkmale der Systemtheorie in der betriebswirtschaftlichen Unternehmung einzugehen. Der fünfte Teil rundet als Schlussbetrachtung die Arbeit ab.

Niklas Luhmann zählt zu den bedeutendsten Soziologen des vergangenen Jahrhunderts. Luhmann unterscheidet in seiner Theorie drei Typen von sozialen Systemen: Interaktionen als soziale Systeme, die auf die Kopräsenz von Personen angewiesen sind, Organisationen als Sozialsysteme, die sich über Mitgliedschaftsbedingungen und Entscheidungstechniken reproduzieren, und schließlich Gesellschaft als umfassendstes Sozialsystem.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Einführung in die Systemtheorie und die Forschungsweise Luhmanns

1.1 Soziale Systeme nach Luhmann im Kontext

1.2 Die drei Typen von sozialen Systemen nach Luhmann

1.3 Verschachtelung der Systeme

2. Autopoietische Systeme in der Systemtheorie

2.1 Der Begriff System in der Systemtheorie

2.2 Autopoietische Systeme operieren durch Kommunikation

2.3 Die System-/Umwelt Differenz als Leitdifferenz autopoietischer Systeme

2.4 Autopoietische Systeme: operativ geschlossen und umweltoffen

3. Die Organisation als autopoietisches soziales System

3.1 Der Begriff Organisation

3.2 Mitgliedschaft in autopoietischen Organisationen

3.3 Themen der Kommunikation in Organisationen

3.4 Entscheidungen und ihre Funktionen als Basisoperationen von Organisationen

4. Systemtheorie am Beispiel der betriebswirtschaftlichen Unternehmung als soziales System

4.1 Systemtheorie in der betriebswirtschaftlichen Unternehmung

4.2 Mitgliedschaft und Kommunikation in der Unternehmung

4.3 Entscheidung in der Unternehmung

5. Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Systemtheorie nach Niklas Luhmann unter dem Aspekt der Mehrebenentheorie und wendet diese theoretischen Erkenntnisse auf das soziale System der betriebswirtschaftlichen Unternehmung an, um deren Funktionsweise und Komplexitätsreduktion durch Entscheidungen zu verdeutlichen.

  • Grundlagen und Forschungsweise der Systemtheorie nach Luhmann
  • Charakterisierung sozialer Systeme als autopoietische Einheiten
  • Strukturmerkmale von Organisationen: Mitgliedschaft und Kommunikation
  • Die zentrale Rolle der Entscheidung als Basisoperation in Organisationen
  • Anwendung systemtheoretischer Konzepte auf die betriebswirtschaftliche Unternehmung

Auszug aus dem Buch

2.2 Autopoietische Systeme operieren durch Kommunikation

„Operation“ ist der allgemeine Begriff für die entscheidenden Aktivitäten von Systemen. Den Begriff Operation reserviert Luhmann für die Aktivitätsart, die für Systeme konstitutiv ist, das heißt, „mit der das System sich selbst produziert und reproduziert“ (Luhmann, 1995b,31). Die Charakteristische Operationsweise sozialer Systeme ist die Kommunikation. Allgemein leitet sich das Wort Kommunikation aus dem Lateinischen ab und bedeutet Verständigung. Luhmann beschreibt Kommunikation als einen dreistelligen Selektionsprozess, der Information, Mitteilung und Verstehen miteinander kombiniert. Selektion bedeutet Auswahl aus mehreren Möglichkeiten. Dazu stehen mehrere Mitteilungsmöglichkeiten zur Verfügung. Die Information kann schriftlich oder mündlich mitgeteilt werden, sie kann geflüstert, hinausgeschrien usw. werden. Und die mittgeteilte Information kann in der einen oder anderen Weise verstanden werden. Zusammengefasst heißt das, eine Kommunikation liegt vor, wenn eine Informationsauswahl, eine Auswahl von mehreren Mitteilungsmöglichkeiten und eine Auswahl von mehreren Verstehens-möglichkeiten getroffen wird.

Es ist wichtig, dass von Kommunikation erst bei einer Synthese aller drei Selektionsleistungen gesprochen werden kann. Damit wird zugleich ausgeschlossen, dass Kommunikation als Resultat des Handelns eines Individuums aufgefasst wird. (Kneer & Nassehi, 2000). Menschen können nicht allein kommunizieren, handeln hingegen können sie allein – das ist der Unterschied (Simon F. G., 2015).

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Einleitung etabliert die Systemtheorie als Universalitätstheorie und führt die Forschungsfrage ein, die Systemtheorie am Beispiel von Organisationen und speziell der Unternehmung zu erläutern.

1. Einführung in die Systemtheorie und die Forschungsweise Luhmanns: Dieses Kapitel erläutert Luhmanns systemtheoretische und konstruktivistische Ansichten sowie die drei grundlegenden Typen sozialer Systeme und deren Verschachtelung.

2. Autopoietische Systeme in der Systemtheorie: Der Abschnitt definiert den Systembegriff sowie das Konzept der Autopoiesis und die System-/Umwelt-Differenz als Leitdifferenz.

3. Die Organisation als autopoietisches soziales System: Hier werden die spezifischen Merkmale von Organisationen, wie Mitgliedschaft, Kommunikation und Entscheidungen als Basisoperationen, detailliert untersucht.

4. Systemtheorie am Beispiel der betriebswirtschaftlichen Unternehmung als soziales System: Das Kapitel überträgt die abstrakten systemtheoretischen Konzepte auf die Praxis betriebswirtschaftlicher Unternehmungen.

5. Schlussbetrachtung: Das letzte Kapitel reflektiert die Ergebnisse der Arbeit und unterstreicht den Nutzen der systemtheoretischen Perspektive für ein besseres Verständnis organisationaler Dynamiken.

Schlüsselwörter

Systemtheorie, Niklas Luhmann, Autopoiesis, Soziale Systeme, Kommunikation, Organisation, Entscheidung, Mehrebenentheorie, Mitgliedschaft, System-/Umwelt-Differenz, Unternehmung, Komplexitätsreduktion, Operativer Konstruktivismus, Basisoperation, Struktur.

Häufig gestellte Fragen

Was ist das grundlegende Thema dieser Arbeit?

Die Arbeit behandelt die Systemtheorie von Niklas Luhmann mit einem speziellen Fokus auf die Organisation als autopoietisches soziales System und deren Anwendung auf die betriebswirtschaftliche Unternehmung.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zu den zentralen Feldern zählen die Definition sozialer Systeme, das Prinzip der Autopoiesis, die Rolle der Kommunikation sowie die Bedeutung von Mitgliedschaft und Entscheidungen in Organisationen.

Was ist das primäre Ziel der wissenschaftlichen Untersuchung?

Das Ziel ist es, zu erläutern, wie die Systemtheorie nach Luhmann als Mehrebenentheorie funktioniert und wie ihre Merkmale am Beispiel einer Unternehmung operationalisiert werden können.

Welche wissenschaftliche Methodik liegt der Arbeit zugrunde?

Die Arbeit nutzt einen systemtheoretischen und konstruktivistischen Ansatz, bei dem insbesondere die Umstellung von "Was-Fragen" auf "Wie-Fragen" und die Beobachtung von Differenzen im Vordergrund steht.

Was wird im Hauptteil der Arbeit thematisiert?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Herleitung autopoietischer Systeme, die Analyse der Organisation als spezialisiertes Sozialsystem und die Anwendung dieser Erkenntnisse auf betriebliche Strukturen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren das Werk am besten?

Die wichtigsten Begriffe umfassen Autopoiesis, Kommunikation, Organisation, Entscheidungen, Mehrebenentheorie und Systemtheorie.

Warum spielt die Kommunikation eine so zentrale Rolle für die Autopoiesis?

Nach Luhmann ist Kommunikation die operative Basis, durch die sich soziale Systeme wie Organisationen selbst produzieren und reproduzieren; ohne Kommunikation existiert das System nicht.

Welche Funktion hat die Unsicherheit in der Organisation laut dieser Arbeit?

Unsicherheit ist nicht als dysfunktional zu betrachten, sondern als notwendige Ressource für die Autopoiesis, da sie erst den Raum für Entscheidungen schafft, welche die Organisation fortlaufend reproduzieren.

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Details

Titel
Merkmale der Systemtheorie nach Luhmann. Die betriebswirtschaftliche Unternehmung im Blickfeld des sozialen Systems
Hochschule
( Europäische Fernhochschule Hamburg )
Note
1,5
Autor
Carmen Steves (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2017
Seiten
20
Katalognummer
V367851
ISBN (eBook)
9783668468016
ISBN (Buch)
9783668468023
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Systemtheorie Soziale Systeme Niklas Luhmann Organisationen als soziale Systeme Autopoietische Systeme Unternehmen als soziale Systeme
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Carmen Steves (Autor:in), 2017, Merkmale der Systemtheorie nach Luhmann. Die betriebswirtschaftliche Unternehmung im Blickfeld des sozialen Systems, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/367851
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Leseprobe aus  20  Seiten
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