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Liturgie und Raum: Die Bedeutung des (Kirchen-) Raumes für sakramentliche Feiern

Title: Liturgie und Raum: Die Bedeutung des (Kirchen-) Raumes für sakramentliche Feiern

Seminar Paper , 2004 , 20 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Katharina Korff (Author)

Theology - Historic Theology, Ecclesiastical History
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Die vorliegende Seminararbeit ist in Anlehnung an das Buch „Kirchenräume und Kirchenträume. Die Bedeutung des Kirchenraums für eine lebendige Gemeinde.“ verfasst worden. Ihm verdankt diese Arbeit viele Informationen, Anregungen und Ideen. Der Titel dieses Buches ruft wahrscheinlich eher unterschiedliche, ambivale nte Gedanken und Gefühle hervor. In einer Zeit, in der die katholische Kirche in Deutschland eher über die Schließungen von Kirchen und deren weiteren Verwendungszweck nachdenken muss und in der die Zahl der Kirchenbesucher weiterhin rückläufig ist, erscheint ein solches Thema weit hergeholt. Doch andere Nachrichten verweisen auf aktuelle Ereignisse: In Deutschland berichtet die Presse von neuen Kirchenbauten in verschiedenen Großstädten. Solche Nachrichten sind Hinweise, dass Menschen auch heute noch „Kirche nträume“ haben, die sie veranlassen, neue Gotteshäuser, moderne Kirche nbauten zu errichten. Diese modernen Kirchen sprechen von der Gegenwart Gottes unter den Menschen; und dies verbindet neu entstehende Gotteshä user mit den alten Kirchen, die Zeugnisse der Gegenwart Gottes unter den Menschen darstellen. Oft steht bei dem Thema Kirchenbau eher die kunstgeschichtliche Sichtweise, die Stilkunde im Vordergrund. Die Theologie des Kirchenbaus wurde eher vernachlässigt. In der vorliegenden Arbeit soll aber gerade dieser Aspekt im Mittelpunkt der Auseinandersetzung stehen, d.h. Kirchenbau soll als symbol ische Abbildung des jeweiligen Selbstverständnisses christlicher Gemeinden verstanden werden. Die Architektur hat somit die Aufgabe, eine bestimmte Theologie zu vermitteln, darzustellen, baulich umzusetzen und zu gestalten. Der liturgische Raum ist Spiegelbild eines bestimmten Kirchenverständnisses, somit ist die Geschichte des Kirchenbaus auch immer Kirchengeschichte und erzählt konkret von der Umsetzung der Liturgie als kommunikative Handlung zwischen Gott und Mensch einerseits und zwischen Mensch und Menschen andererseits, d.h. von den Versuchen, „Kirchenträume“ Wirklichkeit werden zu lassen. [...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Prägung des Glaubens durch den liturgischen Raum

2.1 Gemeindeverständnis und Raumgestalt

2.2 Liturgieverständnis und Raumgestalt

2.3 Liturgische Bewegung: Raum für eine neue Gemeinde

2.4 Schwierigkeiten moderner Räume

2.5 Neue Liturgie in alten Räumen

3. Die Gliederung des Kirchenraums

3.1Liturgie als Bauherrin des nachkonzilliaren Gottesdienstraumes

3.2 Beispiele für entsprechende Raumkonzeptionen

3.3 Ein Raum mit zwei Brennpunkten: ein Modell der Zukunft?

4. Resümee

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die grundlegende Bedeutung des Kirchenraums für eine lebendige, am Zweiten Vatikanischen Konzil orientierte Liturgie. Ziel ist es aufzuzeigen, wie Architektur als symbolische Abbildung des gemeindlichen Selbstverständnisses fungieren kann und welche Anforderungen moderne Gottesdiensträume erfüllen müssen, um eine aktive, kommunikative Teilnahme der Gläubigen zu ermöglichen.

  • Wechselwirkung zwischen Liturgieverständnis und räumlicher Gestaltung
  • Herausforderungen bei der Umgestaltung historischer Kirchenbauten
  • Architektonische Umsetzung neuer liturgischer Anforderungen (z.B. polyzentrische Raumkonzepte)
  • Die Rolle der Gemeinde als aktive Mitgestalterin des gottesdienstlichen Raums

Auszug aus dem Buch

2.5 Neue Liturgie in alten Räumen

Um eine Beziehung zwischen der liturgischen Feier und dem Glaubensverständnis der Gemeinde innerhalb des neuen Liturgieverständnisses herzustellen, muss eine Umgestaltung der Altbauten erfolgen. Hierzu ist es notwendig, dass der Gemeinde zunächst deutlich gemacht wird, dass eine Umgestaltung eines Raumes von Zeit zu Zeit notwendig ist, und dieser Raum nicht als etwas unantastbares angesehen wird. Würde ein Raum nicht umfunktioniert, und würden viele Dinge des Gottesdienstverständnisses früherer Zeiten bewahrt, kann eine heutige Liturgie in alten Räumen nicht stattfinden.

Auch zu viele historische Überbleibsel wie Nebenaltäre, Kanzel usw. würde den Raum museumsartig wirken lassen, und die Prägung des Glaubens durch den Raum würde in die vergangene Zeit verweisen. Gerade die steife und fixierte Sitzordnung fordert durchbrochen zu werden, um den Kommunikationsfluss zu fördern. Des Weiteren muss die Trennung von Liturgiebereich und „Zuschauerraum“ aufgegeben werden, was bei traditionellen Zwei- Raum-Altbauten in gotischem oder romanischem Stil oft aussichtslos ist. Ist so eine Umstrukturierung aufgrund von strenger Denkmalpflege nicht möglich, muss sogar ins Auge gefasst werden, diesen Raum aufzugeben, um nicht ständig gegen veralterte Liturgievorstellungen „anzufeiern“.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung stellt die These auf, dass der Kirchenbau ein Spiegelbild des kirchlichen Selbstverständnisses ist und die Theologie des Raumes oft zugunsten kunsthistorischer Aspekte vernachlässigt wurde.

2. Prägung des Glaubens durch den liturgischen Raum: Dieses Kapitel erläutert, wie Raumgestalt und Gemeindeverständnis korrespondieren, und diskutiert den Wandel hin zu einem Raumkonzept, das aktive Teilhabe und gemeinschaftliche Liturgie fördert.

3. Die Gliederung des Kirchenraums: Hier werden architektonische Lösungen für moderne Gottesdiensträume analysiert, wobei insbesondere das Modell des polyzentrischen Raumes und die Anordnung um Altar und Ambo im Fokus stehen.

4. Resümee: Das Fazit betont die Notwendigkeit, der Gemeinde bei Neubau oder Umgestaltung von Kirchen Mitspracherechte zu geben, damit der Raum dem aktuellen Liturgieverständnis und dem gemeinschaftlichen Glaubensleben gerecht wird.

Schlüsselwörter

Kirchenraum, Liturgie, Liturgiereform, Zweites Vatikanisches Konzil, Gemeindeverständnis, Raumkonzeption, sakramentale Feier, Kirchenbau, Architektur, Communio, Gottesdienst, Altar, Ambo, Partizipation, Kirchengeschichte.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der wechselseitigen Beziehung zwischen dem Kirchenraum als Architektur und dem darin vollzogenen christlichen Gottesdienst.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Zentrum stehen das Liturgieverständnis des Zweiten Vatikanischen Konzils, der Einfluss des Raumes auf das Glaubensbewusstsein der Gemeinde und die architektonische Gestaltung funktionsgerechter Gottesdiensträume.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, dass Architektur nicht nur dekorativ ist, sondern eine bestimmte Theologie vermitteln muss, um eine aktive und lebendige Feier der Gemeinde zu ermöglichen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine theologische und liturgiegeschichtliche Analyse auf Basis einschlägiger Fachliteratur sowie offizieller Dokumente zur Liturgiereform.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert, wie sich das Verständnis von Gemeinde und Liturgie in modernen Raumkonzepten widerspiegelt, betrachtet Schwierigkeiten in modernen Bauten und untersucht Ansätze zur Umgestaltung alter Kirchen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Liturgie, Kirchenraum, Communio, Gemeindebeteiligung, Architektur und die theologische Gliederung des Gottesdienstraumes.

Was bedeutet der Begriff „Liturgie als Bauherrin“?

Dies besagt, dass die liturgischen Handlungen – und nicht ästhetische Vorlieben – die Anforderungen an die Architektur und Raumgliederung definieren sollten.

Warum wird das Ellipsenmodell als zukunftsweisend beschrieben?

Das Modell mit zwei Brennpunkten (Altar und Ambo) ermöglicht eine zentrierte, aber gleichzeitig flexible Nutzung des Raumes, die dem Bedürfnis nach einer aktiven, gemeinschaftlichen Liturgie besonders entgegenkommt.

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Details

Title
Liturgie und Raum: Die Bedeutung des (Kirchen-) Raumes für sakramentliche Feiern
College
University of Paderborn  (Fakultät für Kulturwissenschaften/ kath. Theologie)
Course
Proseminar: Der christliche Gottesdienst
Grade
2,0
Author
Katharina Korff (Author)
Publication Year
2004
Pages
20
Catalog Number
V36626
ISBN (eBook)
9783638361972
Language
German
Tags
Liturgie Raum Bedeutung Raumes Feiern Proseminar Gottesdienst
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Katharina Korff (Author), 2004, Liturgie und Raum: Die Bedeutung des (Kirchen-) Raumes für sakramentliche Feiern, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/36626
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