Zurückgehend auf Hannah Arendt arbeitet Klaus Dörre die Landnahmethese des Kapitalismus auf und spezifiziert diese. Nach dieser These besitzt der Kapitalismus einen Expansionszwang, indem er nicht-kapitalistische Felder erobert und es schafft, weitere Felder zu produzieren, um diese wiederum zu erobern.
In der Hausarbeit wird diese These anhand des Finanzmarktkapitalismus von Paul Windolf und der Euro-Krise mit dem Fallbeispiel Griechenland verdeutlicht.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Die Theorie der Landnahme des Kapitalismus
- Der Kapitalismus-Begriff
- Die Landnahme-These
- Finanzmärkte ein Ergebnis der kapitalistischen Expansion
- Die Krise der EU
- Die Subprime-Krise
- Die Euro-Krise
- Das Fallbeispiel Griechenland
- Die Euro-Krise – ein Ergebnis kapitalistischer Landnahme
- Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit untersucht die Finanzkrise in Europa und analysiert die Ursachen und Folgen dieser Krise im Kontext der Theorie der Landnahme des Kapitalismus. Der Fokus liegt darauf, zu verstehen, wie das kapitalistische System durch Expansion und Landnahme in neue Bereiche, wie z.B. Finanzmärkte, zu Instabilität und Krisen führen kann.
- Die Landnahme des Kapitalismus als theoretisches Framework
- Der Kapitalismus-Begriff und seine Logik des permanenten Wachstums
- Die Entstehung und Ausbreitung der Finanzkrise in der Eurozone
- Die Rolle Griechenlands als Fallbeispiel
- Die Verbindung zwischen der kapitalistischen Landnahme und der Krise der EU
Zusammenfassung der Kapitel
Das erste Kapitel führt in das Thema der Arbeit ein und stellt die Hypothese vor, dass die Krise der EU eine Folge der kapitalistischen Landnahme ist. Kapitel zwei erläutert die Theorie der Landnahme des Kapitalismus, die von Klaus Dörre entwickelt wurde, und definiert den Kapitalismus-Begriff im Kontext dieser Theorie. Das dritte Kapitel untersucht die Krise der EU, mit einem Fokus auf die Subprime-Krise und die Folgen für die Eurozone, insbesondere Griechenland.
Schlüsselwörter
Die Arbeit behandelt die Themen der Landnahme des Kapitalismus, der Finanzkrise, der Eurozone, der Subprime-Krise, Griechenland, die EU und die Folgen des kapitalistischen Wachstumimperativs für die globale Wirtschaft.
Häufig gestellte Fragen
Was besagt die „Landnahmethese“ des Kapitalismus?
Nach Klaus Dörre besitzt der Kapitalismus einen Expansionszwang und muss ständig nicht-kapitalistische Felder (soziale Bereiche oder neue Märkte) erobern, um stabil zu bleiben.
Inwiefern ist die Euro-Krise ein Ergebnis kapitalistischer Expansion?
Die Krise wird als Folge der Überdehnung des Finanzmarktkapitalismus interpretiert, der durch riskante Expansionen in instabile Märkte zu systemischen Krisen führte.
Welche Rolle spielt Griechenland in dieser Analyse?
Griechenland dient als Fallbeispiel dafür, wie die Integration in den globalen Finanzmarkt und die anschließende Verschuldung zur Destabilisierung eines ganzen Währungsraums führen können.
Was versteht man unter Finanzmarktkapitalismus?
Es beschreibt eine Form des Kapitalismus, in der Finanzmärkte und deren Akteure die Realwirtschaft dominieren und Renditeerwartungen das Handeln bestimmen.
Was war die Subprime-Krise?
Eine Immobilienkrise in den USA, die durch die Vergabe riskanter Hypotheken ausgelöst wurde und sich zu einer globalen Finanz- und Euro-Krise ausweitete.
- Quote paper
- Simon Brixius (Author), 2016, Die Euro-Krise als Folge kapitalistischer Expansion, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/365450