Die Forschungsfrage, die dieser Studienabschlussarbeit zu Grunde liegt, lautet: Kann die Einführung eines Bedingungslosen Grundeinkommens in Deutschland eine sozialpolitische Alternative sein, um die Probleme des aktivierenden Sozialstaats zu lösen? Um dieser Frage nachgehen zu können, wird zunächst der deutsche Sozialstaat mit den rechtlichen Grundlagen, seiner Struktur- und Gestaltungsprinzipien, seiner Finanzierung und samt ausgewählter Probleme betrachtet und aufgezeigt.
Da es zahlreiche Modelle und Ideen eines Bedingungslosen Grundeinkommens gibt, werden im dritten Kapitel dieser Arbeit drei diskutierte Modelle erläutert und im Anschluss ein Fallbeispiel und dessen Ergebnisse dargestellt. Ein kurzer Ausblick auf eine mögliche Einführung des Bedingungslosen Grundeinkommens schließt diese Arbeit im vierten Kapitel ab.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Der deutsche Sozialstaat
- Rechtliche Grundlagen
- Struktur- und Gestaltungsprinzipien
- Die Finanzierung des Sozialstaates
- Kritik am Sozialstaat
- Das Bedingungslose Grundeinkommen als sozialpolitische Alternative
- Der Grundgedanke des Bedingungslosen Grundeinkommens
- Diskutierte Modelle des Bedingungslosen Grundeinkommens in Deutschland
- Das Bedingungslose Grundeinkommen nach Götz W. Werner
- Das Solidarische Bürgergeld
- Das Transfergrenzen-Modell
- Fallbeispiel Dauphin - Kanada
- Zusammenfassung und Ausblick
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Arbeit analysiert das Bedingungslose Grundeinkommen (BGE) als sozialpolitische Alternative im Kontext des deutschen Sozialstaates.
- Der deutsche Sozialstaat und seine Herausforderungen
- Das Konzept des BGE und seine verschiedenen Modellvarianten
- Die Argumente für und gegen die Einführung eines BGE
- Die Finanzierungsmöglichkeiten des BGE
- Die Auswirkungen des BGE auf die deutsche Wirtschaft und Gesellschaft
Zusammenfassung der Kapitel
Das erste Kapitel behandelt den deutschen Sozialstaat und seine rechtlichen Grundlagen, Strukturprinzipien, Finanzierungsmechanismen sowie die Kritik an seinem Aufbau.
Das zweite Kapitel befasst sich mit dem Bedingungslosen Grundeinkommen als sozialpolitische Alternative. Es beschreibt den Grundgedanken des BGE und analysiert verschiedene in Deutschland diskutierte Modelle wie das BGE nach Götz W. Werner, das Solidarische Bürgergeld und das Transfergrenzen-Modell.
Das dritte Kapitel untersucht das Fallbeispiel Dauphin in Kanada, ein Experiment zur Einführung eines BGE.
Schlüsselwörter
Bedingungsloses Grundeinkommen, Sozialstaat, Sozialpolitik, Armut, Arbeitslosigkeit, Globalisierung, Deutschland, Kanada, Dauphin-Experiment, Finanzierungsmodelle, Modellvarianten
Häufig gestellte Fragen
Was ist das Grundkonzept des Bedingungslosen Grundeinkommens (BGE)?
Das BGE ist eine staatliche Transferleistung, die jedem Bürger ohne Bedürftigkeitsprüfung und ohne Zwang zur Arbeit ausgezahlt wird, um die Existenz zu sichern.
Welche BGE-Modelle werden in Deutschland diskutiert?
Bekannte Modelle sind das konsumsteuerfinanzierte Modell von Götz W. Werner, das Solidarische Bürgergeld und das Transfergrenzen-Modell.
Was zeigt das Fallbeispiel aus Dauphin (Kanada)?
Das Experiment "Mincome" in Dauphin zeigte positive Effekte auf die Gesundheit und Bildung der Teilnehmer, ohne dass die Arbeitsbereitschaft signifikant sank.
Wie soll ein Grundeinkommen finanziert werden?
Diskutiert werden verschiedene Wege, wie die Erhöhung der Mehrwertsteuer, eine Umgestaltung der Einkommensteuer oder die Einsparung bürokratischer Sozialleistungen.
Kann das BGE Armut in Deutschland lösen?
Befürworter sehen darin eine Lösung für Armut und die Folgen der Digitalisierung, während Kritiker vor Finanzierungsproblemen und fehlenden Arbeitsanreizen warnen.
- Quote paper
- Denny Knäbke (Author), 2016, Das Bedingungslose Grundeinkommen als sozialpolitische Alternative, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/365433