Finanzierung bildet das Fundament eines jeden Unternehmens. Sowohl bei der Gründung eines neuen als auch für die Kapitalerhöhung in einem bestehenden Unternehmen gilt es, für die Beschaffung und Bereitstellung finanzieller Mittel zu sorgen. Grundlegend wird die Finanzierung in die beiden Teilbegriffe Innenfinanzierung und Außenfinanzierung untergliedert. Im Rahmen dieser Seminararbeit wird ausschließlich die Außenfinanzierung behandelt.
Dafür soll zunächst der Begriff der Außenfinanzierung definiert werden. Diese lässt sich in Beteiligungsfinanzierung, Fremdfinanzierung sowie weitere Sonderformen unterteilen. Es wird ein Überblick über diese Finanzierungsformen geschaffen und wichtige Aspekte werden erläutert. Die Beteiligungsfinanzierung steht im Fokus dieser Seminararbeit und wird daher detaillierter untersucht. Hierbei muss zwischen emissionsfähigen und nicht-emissionsfähigen Unternehmen unterschieden werden. Der Abschluss bildet die Analyse der Chancen und Risiken der Beteiligungsfinanzierung aus Kapitalnehmer- und Kapitalgebersicht.
Ziel dieser Seminararbeit ist es, einen Überblick über den vielschichtigen Themenbereich der Außenfinanzierung zu schaffen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einführung
1.1 Problemstellung
1.2 Gang der Untersuchung
2. Außenfinanzierung im Überblick
2.1 Grundlagen der Außenfinanzierung
2.2 Beteiligungsfinanzierung
2.3 Fremdfinanzierung
2.4 Sonderform: Leasing
3. Beteiligungsfinanzierung
3.1 Nicht-emissionsfähige Unternehmen
3.1.1 Einzelunternehmen und Personengesellschaften
3.1.2 Kapitalgesellschaften
3.2 Emissionsfähige Unternehmen
4. Chancen und Risiken der Beteiligungsfinanzierung
4.1 Kapitalgebersicht
4.2 Kapitalnehmersicht
5. Fazit
Zielsetzung und Themenbereiche
Die vorliegende Arbeit untersucht die Chancen und Risiken der Außenfinanzierung, wobei der Fokus auf der Beteiligungsfinanzierung als einem wesentlichen Instrument der Kapitalbeschaffung liegt. Ziel ist es, ein Verständnis für die verschiedenen Finanzierungsformen und deren spezifische Anforderungen für unterschiedliche Unternehmensrechtsformen zu vermitteln.
- Grundlagen der Außenfinanzierung
- Differenzierung zwischen Beteiligungs- und Fremdfinanzierung
- Analyse von Beteiligungsmöglichkeiten bei emissionsfähigen und nicht-emissionsfähigen Unternehmen
- Bewertung der Chancen und Risiken aus Sicht von Kapitalgebern und Kapitalnehmern
- Untersuchung der Bedeutung von Rechtsform und Mitbestimmungsrechten
Auszug aus dem Buch
4.1 Kapitalgebersicht
Sollte man sich dazu entschließen, einem Unternehmen Kapital zur Verfügung zu stellen, so gilt es sich vorab gründlich über die Möglichkeiten der Beteiligung zu informieren und deren Chancen und Risiken gegeneinander abzuwägen.
Der größte Anreiz für eine Beteiligung stellt die Ausschüttung von Gewinn dar. Dies gilt sowohl für den Kauf von Aktien, bei dem die Aktionäre am Jahresende gegebenenfalls Dividenden erhalten, als auch für die Beteiligung an einer nicht-emissionsfähigen Unternehmung. Eine weitere Chance für den Kapitalgeber besteht im Erwerb von Mitspracherechten. Abhängig von der Rechtsform kann er beispielsweise über die Hauptversammlung bei einer AG, die Gesellschafterversammlung bei einer GmbH oder über eine direkten Position in der Geschäftsführung am unternehmerischen Entscheidungsprozess teilnehmen. Die Partizipation ist allerdings nicht in allen Unternehmensformen gleichermaßen möglich. In der Regel gibt es bei einer AG immens viele Aktien, also auch dementsprechend viele Aktionäre. Somit ist die Stimme des einzelnen Kapitalgebers, wenn es sich um einen Klein- bzw. Minderheitsaktionär handelt, bei weitem unbedeutender als bei einer GmbH oder Personengesellschaft. Hier gibt es meist nur eine sehr kleine Anzahl an Entscheidungsbefugten, wodurch die einzelne Stimme deutlich mehr wiegt.
Außerdem gilt es die Übertragbarkeit, die sogenannte Fungibilität, zu berücksichtigen. Aufgrund dessen, dass Aktien an der Börse gehandelt werden, stellen sie die fungibelsten Einlagen dar. Sowohl der Erwerb als auch die Veräußerung ist ohne großen Aufwand und Kosten möglichen. Dies ist bei anderen Unternehmensarten nicht der Fall. So bedarf es bei einer GmbH beispielsweise eines gerichtlich oder notariell geschlossenen Vertrages.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einführung: Dieses Kapitel legt die Problemstellung dar, betont die Notwendigkeit von Finanzierung für Unternehmen und beschreibt den Aufbau der Arbeit.
2. Außenfinanzierung im Überblick: Hier werden die Grundlagen der Außenfinanzierung definiert und eine Abgrenzung zwischen Beteiligungs- und Fremdfinanzierung sowie Sonderformen wie dem Leasing vorgenommen.
3. Beteiligungsfinanzierung: Dieses Kapitel erläutert die Besonderheiten der Eigenkapitalbeschaffung für nicht-emissionsfähige Unternehmen sowie für börsenfähige Aktiengesellschaften.
4. Chancen und Risiken der Beteiligungsfinanzierung: Die Analyse beleuchtet die Vor- und Nachteile sowie die Auswirkungen der Beteiligung differenziert aus Sicht der Kapitalgeber und der Kapitalnehmer.
5. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass die Wahl der Finanzierungsform unternehmensspezifisch zu treffen ist und von Faktoren wie Mitspracherechten und der Bereitschaft zur Gewinnteilung abhängt.
Schlüsselwörter
Außenfinanzierung, Beteiligungsfinanzierung, Eigenkapital, Fremdfinanzierung, Leasing, Kapitalgesellschaft, Personengesellschaft, Aktien, Gewinnbeteiligung, Mitspracherecht, Risikokapital, Unternehmensfinanzierung, Fungibilität, Kapitalbeschaffung, Haftung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Seminararbeit behandelt die Grundlagen der externen Kapitalbeschaffung von Unternehmen, mit einem besonderen Fokus auf der Beteiligungsfinanzierung.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die zentralen Themen sind die verschiedenen Finanzierungsarten, die Rechtsformabhängigkeit der Kapitalbeschaffung sowie die Chancen und Risiken für die beteiligten Parteien.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das primäre Ziel ist es, einen fundierten Überblick über den vielschichtigen Bereich der Außenfinanzierung zu schaffen und die Kriterien für eine erfolgreiche Finanzierungsentscheidung aufzuzeigen.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, in der aktuelle wissenschaftliche Quellen und wirtschaftliche Definitionen ausgewertet wurden, um ein systematisches Bild der Finanzierungsformen zu zeichnen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Einordnung der Finanzierungsinstrumente, die spezifische Betrachtung von Beteiligungsformen nach Unternehmensgröße und Rechtsform sowie eine kritische Chancen-Risiko-Analyse.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit lässt sich maßgeblich durch Begriffe wie Außenfinanzierung, Beteiligungsfinanzierung, Eigenkapital, Mitspracherechte und Haftung charakterisieren.
Wie unterscheidet sich die Beteiligungsfinanzierung bei einer GmbH von der einer AG?
Während die GmbH nicht emissionsfähig ist und Anteile notariell übertragen werden müssen, kann die AG Eigenkapital durch die Ausgabe von Aktien an der Börse beschaffen, was eine höhere Fungibilität bietet.
Warum ist die Wahl der Rechtsform für die Finanzierung entscheidend?
Die Rechtsform bestimmt, ob ein Unternehmen emissionsfähig ist, wie Mitspracherechte verteilt sind und in welchem Umfang die Gesellschafter persönlich für Verbindlichkeiten haften.
Welche Rolle spielt die Diversifizierung für den Kapitalgeber?
Die Diversifizierung ermöglicht es dem Anleger, sein Kapital auf mehrere Beteiligungsobjekte zu verteilen, um das Verlustrisiko, das mit dem Erfolg eines einzelnen Unternehmens verbunden ist, zu mindern.
- Quote paper
- Anna Kailer (Author), 2015, Chancen und Risiken der Außenfinanzierung im Unternehmen mit dem Schwerpunkt Beteiligungsfinanzierung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/365371