Printmedien verlieren zunehmend an Bedeutung für jugendliche Konsumenten. Dies gilt insbesondere für die Schülerschaft der Sonderschule. Das Lesen hochwertiger Zeitungsartikel ist anstrengend, Jugendzeitschriften sind oft so überfrachtet mit "Blickfängern", dass es gar nicht so einfach ist, sich darin zu orientieren.
Der vorliegende Unterrichtsentwurf ermöglicht eine Auseinandersetzung mit Zeitungen und Zeitschriften in kleinen Schritten, angefangen bei der Orientierung in einer Zeitschrift bis hin zu einer kritischen Betrachtung der Zeitungs- und Zeitschriftenlandschaft. Bearbeitete Fragestellungen sind beispielsweise:
Wodurch unterscheiden sich Zeitungen und Zeitschriften? / Welche Zeitungen und Zeitschriften gibt es derzeit? / An wen richten sich diese jeweils? / Wie wahr ist das gedruckte Wort? / Was steht alles auf dem Titelblatt? / Welche Sparten gibt es? / Wer arbeitet bei einer Zeitung? / Zeitungssprache
Auf die hier erworbenen Kenntnisse aufbauend dient der zweite Teil dann als Leitfaden zum Erstellen einer eigenen Klassenzeitung. Hier gibt es Übungen und Hilfen zu Interview- und Artikelanfertigung, Vorschläge zur Interessen- und Kompetenzensammlung, Überblicke über alles, was in eine Klassenzeitung reingehört, Hilfen zur Gliederung und Aufgabenverteilung und einen Rückmeldebogen zur Bewertung der Einheit.
Inhaltsverzeichnis
1. Stunde: Themeneinführung; Wissensstandermittlung; Ausblick (Klassenzeitung)
2. Stunde: Orientierungsreise durch div. Zeitschriften und Zeitungen anhand von Fragebögen
3. Stunde: Stationsarbeit zu Zeitungen bzw. Zeitschriften
3.1 Station 1
3.2 Station 2
3.3 Station 3
3.4 Station 4
3.5 Station 5
4. Stunde: Ansicht verschiedener Klassen-, Schüler-, Bierzeitungen; Wunschabfrage anhand des bereits gesammelten Wissens
5. Stunde: Gruppenarbeit (Titel / Titelblatt-Design / Rubriken)
6. Stunde: Umsetzung
7. UE: Interview
7.1 1. Stunde
7.2 2. Stunde
7.3 3. Stunde
8. UE: Klassenzeitung
Zielsetzung & Themen
Das Lehrmaterial verfolgt das Ziel, Schülerinnen und Schülern der 5. Klasse grundlegende Kompetenzen in der Medienkompetenz und journalistischen Arbeit zu vermitteln, indem sie gemeinsam eine eigene Klassenzeitung konzipieren und erstellen.
- Verständnis für den Aufbau und die Unterschiede von Zeitungen und Zeitschriften.
- Erlernen der journalistischen Arbeitsweise, insbesondere der Vorbereitung und Durchführung von Interviews.
- Förderung der Teamarbeit bei der Rollenverteilung und Erstellung der Rubriken.
- Kreative Gestaltung und handwerkliche Umsetzung eines Print-Produkts (Layout, Rubriken, Artikel).
Auszug aus dem Buch
ZEITUNGEN UND ZEITSCHRIFTEN
Es gibt viele verschieden Zeitungen und Zeitschriften.
Zeitungen bestehen aus großen, dünnen Blättern, die lose aufeinander gelegt und dann gefaltet werden. Sie sind meistens aus recycelten Altpapier gemacht und deshalb etwas gräulich. Die Schrift ist fast immer schwarz. Auch sonst gibt es nur wenig Farbe und Bilder. In einer Zeitung geht es vor allem um Informationen. Viel Text erzählt, was überall auf der Welt los ist.
Eine Zeitschrift hingegen ist etwas so groß wie ein Schulheft, allerdings meistens dicker. Die Seiten sind zusammengeheftet, so dass man sie einfach durchblättern kann, wie ein Buch. Die Zeitschrift will den Leser vor allem unterhalten. Deshalb gibt es viele Bilder, Fotos und Zeichnungen in Zeitschriften, weniger Text als in Zeitungen und viel mehr Farbe. Das Papier ist viel stabiler, da Zeitschriften oft wie Bücher lange aufgehoben und immer wieder gelesen werden.
In allen Zeitschriften und Zeitungen gibt es verschiedene Rubriken, die den Lesern helfen, ihr Lieblingsthema schnell zu finden.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Stunde: Themeneinführung; Wissensstandermittlung; Ausblick (Klassenzeitung): Die erste Stunde dient dem Einstieg in das Thema, der Ermittlung des Vorwissens sowie der forschenden Untersuchung konkreter Zeitschriftenbeispiele.
2. Stunde: Orientierungsreise durch div. Zeitschriften und Zeitungen anhand von Fragebögen: In dieser Einheit werden Zeitungen und Zeitschriften anhand von Fragebögen genauer analysiert und über die Regelmäßigkeit des Lesens diskutiert.
3. Stunde: Stationsarbeit zu Zeitungen bzw. Zeitschriften: An verschiedenen Stationen lernen die Schüler durch praktische Aufgaben wie Vergleichen, Zuordnen und Kleben die Merkmale und Unterschiede von Zeitungen und Zeitschriften kennen.
4. Stunde: Ansicht verschiedener Klassen-, Schüler-, Bierzeitungen; Wunschabfrage anhand des bereits gesammelten Wissens: Die Schüler sichten verschiedene Zeitungsformate und bringen erste eigene Wünsche für das Projekt ein.
5. Stunde: Gruppenarbeit (Titel / Titelblatt-Design / Rubriken): Die Klasse teilt sich in Gruppen auf, um über den Titel, das Design und die inhaltliche Ausgestaltung der Klassenzeitung abzustimmen und die Redaktionsrollen zu besetzen.
6. Stunde: Umsetzung: Ab dieser Stunde beginnt die praktische Erstellung der Klassenzeitung auf Basis der zuvor erarbeiteten Konzepte und Hilfsmittel.
7. UE: Interview: In dieser Unterrichtseinheit lernen die Schüler, was ein Interview ausmacht, und üben das Befragen und die Verschriftlichung von Inhalten.
8. UE: Klassenzeitung: Hier werden die konkreten Unterrichtsschritte für die finale Erstellung der Zeitung strukturiert, vom Titelblatt-Design bis zur Auswertung.
Schlüsselwörter
Klassenzeitung, Medienkompetenz, Journalist, Reporter, Rubrik, Zeitungsarten, Zeitschriftenarten, Interview, Redaktion, Layout, Schlagzeile, Impressum, Recherche, Artikelstrukturierung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in diesem Lehrmaterial grundsätzlich?
Das Material bietet einen strukturierten Leitfaden für Lehrkräfte, um mit Schülern der 5. Klasse im Unterricht eine eigene Klassenzeitung zu erstellen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Themen sind die Unterschiede zwischen Zeitungen und Zeitschriften, die Struktur eines Printmediums sowie die journalistischen Grundtechniken wie Interviewführung und Textgestaltung.
Was ist das primäre Ziel des Projekts?
Das Ziel ist die Vermittlung von Medienkompetenz durch praktisches Handeln, wobei die Schüler den gesamten Prozess von der Konzeption bis zum fertigen Produkt durchlaufen.
Welche wissenschaftliche oder pädagogische Methode wird verwendet?
Es wird eine handlungsorientierte Methode verwendet, die durch Stationslernen, Gruppenarbeit, spielerische Einstiege und strukturierte Arbeitshilfen (Arbeitsblätter) unterstützt wird.
Was wird im Hauptteil des Materials behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in verschiedene Unterrichtseinheiten, die von der einführenden Recherche über das Interviewtraining bis zur konkreten redaktionellen Arbeit und Gestaltung der Klassenzeitung reichen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren das Material?
Klassenzeitung, Medienkompetenz, Journalist, Reporter, Rubrik, Interview, Layout und redaktionelle Gestaltung.
Wie werden die Schüler beim Erstellen der Artikel unterstützt?
Es werden verschiedene "Aufsatzhilfen" und Kärtchen mit Strukturvorgaben für unterschiedliche Themenbereiche angeboten, die den Schülern als Orientierung dienen.
Welche Rolle spielt das "Reporter-Diplom" in diesem Projekt?
Das Reporter-Diplom dient als motivierendes Element, das die Schüler nach erfolgreich durchgeführten Interviews erhalten, um ihre journalistischen Kompetenzen zu würdigen.
- Quote paper
- Petra Stichert geb. Nitsch (Author), 2005, Zeitungen, Zeitschriften und Klassenarbeiten - Entwurf einer Unterrichtseinheit, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/35942