Das Ziel dieser Arbeit ist es, einen Überblick über den Aktionsplan der EU zur fairen und effizienten Unternehmensbesteuerung in der Europäischen Union vom 17.06.2015 zu geben. Zudem sollen die wesentlichen, auf dem Aktionsplan basierenden Inhalte der Richtlinie 2016/1164 des Rates vom 12.07.2016 mit Vorschriften zur „Bekämpfung von Steuervermeidungspraktiken mit unmittelbaren Auswirkungen auf das Funktionieren des Binnenmarktes“ dargestellt und mit der Umsetzung im deutschen Steuerrecht gegenübergestellt werden.
Dabei wird an gegebener Stelle auf die Vorarbeiten der OECD, welche im Zuge des Aktionsplans gegen die geplante Verminderung steuerlicher Bemessungsgrundlagen und das grenzüberschreitende Verschieben von Gewinnen durch multinationale Konzerne veröffentlicht wurden, verwiesen oder in die Gegenüberstellung mit einbezogen.
Inhaltsverzeichnis
- A. Einleitung
- I. Hintergrund
- II. Zielsetzung und Aufbau
- B. Inhalte des Aktionsplans
- I. Gemeinsame konsolidierte Körperschaftsteuerbemessungsgrundlage
- II. Verbesserung der steuerlichen Rahmenbedingungen
- III. Fortschritte bei der Steuertransparenz
- IV. Koordinierungsinstrumente der EU
- C. Besteuerung am Ort der Wertschöpfung
- I. Allgemeines
- II. Analyse der Umsetzung
- 1. Begrenzung der Abzugsfähigkeit von Zinszahlungen
- 2. Wegzugsbesteuerung
- 3. Vorschriften für beherrschte ausländische Unternehmen
- 4. Hybride Gestaltungen
- 5. Allgemeine Missbrauchsklausel
- D. Zusammenfassung und Ausblick
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Dieses Referat befasst sich mit der Analyse des Aktionsplans der EU-Kommission zur fairen und effizienten Unternehmensbesteuerung. Es analysiert die Umsetzung der Richtlinie 2016/1164 in deutsches Recht und beleuchtet die wichtigsten Themenbereiche des Aktionsplans.
- Einführung einer gemeinsamen konsolidierten Körperschaftsteuerbemessungsgrundlage (GKKB)
- Verbesserung der steuerlichen Rahmenbedingungen für Unternehmen
- Fokus auf Steuertransparenz und Bekämpfung von Steuerhinterziehung
- Steigerung der Effizienz von Koordinierungsinstrumenten der EU
- Analyse der Besteuerung am Ort der Wertschöpfung
Zusammenfassung der Kapitel
- A. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik des Aktionsplans ein und erläutert die Zielsetzung des Referats.
- B. Inhalte des Aktionsplans: In diesem Kapitel werden die Kernpunkte des Aktionsplans der EU-Kommission dargestellt, darunter die GKKB, die Verbesserung der steuerlichen Rahmenbedingungen und die Bedeutung von Steuertransparenz.
- C. Besteuerung am Ort der Wertschöpfung: Dieses Kapitel befasst sich mit der Umsetzung der Richtlinie 2016/1164 in deutsches Recht und analysiert die wichtigsten Maßnahmen zur Bekämpfung von Steuervermeidung, wie z.B. die Begrenzung der Abzugsfähigkeit von Zinszahlungen, Wegzugsbesteuerung und Vorschriften für beherrschte ausländische Unternehmen.
Schlüsselwörter
Die zentralen Schlüsselwörter des Referats sind: Unternehmensbesteuerung, EU-Aktionsplan, Steuervermeidung, Steuertransparenz, GKKB, Richtlinie 2016/1164, Besteuerung am Ort der Wertschöpfung, Zinsabzugsbegrenzung, Wegzugsbesteuerung, beherrschte ausländische Unternehmen, hybride Gestaltungen, Missbrauchsklausel.
Häufig gestellte Fragen
Was ist das Hauptziel des EU-Aktionsplans zur Unternehmensbesteuerung?
Das Ziel ist die Schaffung einer fairen und effizienten Unternehmensbesteuerung in der EU, insbesondere durch die Bekämpfung von Steuervermeidungspraktiken multinationaler Konzerne.
Was versteht man unter der Richtlinie 2016/1164?
Diese Richtlinie enthält Vorschriften zur Bekämpfung von Steuervermeidungspraktiken, die unmittelbare Auswirkungen auf das Funktionieren des EU-Binnenmarktes haben.
Was bedeutet „Besteuerung am Ort der Wertschöpfung“?
Dieses Prinzip besagt, dass Gewinne dort versteuert werden sollen, wo die wirtschaftliche Tätigkeit stattfindet und der Wert tatsächlich geschaffen wird.
Welche Maßnahmen zur Zinsabzugsbegrenzung gibt es?
Die Richtlinie sieht vor, die Abzugsfähigkeit von Zinszahlungen zu begrenzen, um zu verhindern, dass Konzerne Gewinne durch künstliche Zinszahlungen in Niedrigsteuerländer verschieben.
Was ist die Gemeinsame konsolidierte Körperschaftsteuerbemessungsgrundlage (GKKB)?
Die GKKB ist ein EU-Projekt zur Vereinheitlichung der Regeln, nach denen Unternehmen ihren steuerpflichtigen Gewinn berechnen, um grenzüberschreitende Steuerplanung zu erschweren.
Welche Rolle spielt die OECD in diesem Zusammenhang?
Der EU-Aktionsplan basiert teilweise auf den Vorarbeiten der OECD gegen die Gewinnverkürzung und Gewinnverlagerung (BEPS-Projekt).
- Quote paper
- Alexander Drescher (Author), 2016, Vorstellung des von der EU-Kommission vorgelegten Aktionsplans bezüglich einer fairen und effizienten Unternehmensbesteuerung und Analyse der Umsetzung der Richtlinie 2016/1164 in nationales deutsches Recht, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/359324