Auf der Grundlage des Rechtsverhältnisses der „legalen Herrschaft“ nach Max Weber wird im Folgenden herausgearbeitet, welches Rechtsverständnis diesem Herrschaftsmodell zugrunde liegt. Im Besonderen wird hierbei auf die Begriffe Rechtspositivismus und Antipositivismus eingegangen sowie Weber mit Autoren, welche seinem Rechtsverständnis nahestehen, verglichen.
Weiterhin soll erörtert werden, ob die Legitimitätsgeltung bei Weber auf moralphilosophisch rechtfertigbaren Gründen beruht, um Webers Modell abschließend mit einem Theorienmodell zu vergleichen, das eine (moral-)philosophische Begründung für unabdingbar hält.
Inhaltsverzeichnis
- Einführung
- A) Legale Herrschaft und ihr Rechtverständnis
- 1. Der Herrschaftsbegriff bei Max Weber
- a) Gesetztes Recht
- b) Wirksamkeit des Rechts
- 2. Rechtsverständnis des Herrschaftsmodells
- a) Antipositivismus
- b) Rechtspositivismus
- 3. Interpretation des Rechtsverständnisses der legalen Herrschaft
- 4. Vergleich zu Luhmann
- 5. Vergleich zu Kelsen
- B) Begründung der Legitimitätsgeltung
- 1. Legitimitätsgeltung bei Weber – Moralphilosophische Begründung?
- 2. Begründung der Legitimitätsgeltung im Vergleich zu der bei Alexy
- Schlussbetrachtung
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Hausarbeit untersucht die „legale Herrschaft“ nach Max Weber und analysiert das Rechtsverständnis dieses Herrschaftsmodells. Insbesondere werden die Konzepte des Rechtspositivismus und Antipositivismus beleuchtet. Der Text befasst sich auch mit der Frage, ob die Legitimitätsgeltung bei Weber auf moralphilosophischen Gründen beruht, und vergleicht Webers Modell mit Theorien, die eine (moral-)philosophische Begründung für unabdingbar halten.
- Legale Herrschaft nach Max Weber
- Rechtsverständnis des Herrschaftsmodells
- Rechtspositivismus und Antipositivismus
- Legitimitätsgeltung bei Weber
- Vergleich mit anderen Theorien zur Legitimitätsbegründung
Zusammenfassung der Kapitel
Die Arbeit beginnt mit einer Einführung in das Thema "Legale Herrschaft" und erläutert Webers Definition von Herrschaft. Sie analysiert dann das Rechtsverständnis der legalen Herrschaft, indem sie Rechtspositivismus und Antipositivismus beleuchtet. Im weiteren Verlauf werden die Interpretation des Rechtsverständnisses sowie Vergleiche mit den Theorien von Luhmann und Kelsen vorgestellt. Im abschließenden Kapitel wird die Frage nach der moralphilosophischen Begründung der Legitimitätsgeltung bei Weber behandelt.
Schlüsselwörter
Legale Herrschaft, Max Weber, Rechtsverständnis, Rechtspositivismus, Antipositivismus, Legitimitätsgeltung, Moralphilosophie, Vergleich, Luhmann, Kelsen.
Häufig gestellte Fragen
Was versteht Max Weber unter "legaler Herrschaft"?
Legale Herrschaft basiert auf dem Glauben an die Legalität gesatzter Ordnungen und dem Recht der zur Ausübung der Herrschaft Berufenen, Anweisungen zu geben.
Was ist der Unterschied zwischen Rechtspositivismus und Antipositivismus?
Rechtspositivismus sieht Recht als rein gesetztes, menschengemachtes Regelwerk, während Antipositivismus oft eine Verbindung zu moralischen oder übergeordneten Werten fordert.
Basiert Legitimität bei Weber auf moralphilosophischen Gründen?
Die Arbeit erörtert kritisch, ob Webers Modell rein formal-legalistisch ist oder ob es tiefere moralphilosophische Rechtfertigungen gibt.
Mit welchen anderen Theoretikern wird Weber verglichen?
Webers Rechtsverständnis wird mit den Theorien von Niklas Luhmann, Hans Kelsen und Robert Alexy verglichen.
Was ist das Ziel dieser Hausarbeit?
Ziel ist es, das Rechtsverständnis und die Legitimitätsgeltung der legalen Herrschaft herauszuarbeiten und verschiedene rechtsphilosophische Ansätze gegenüberzustellen.
- Quote paper
- Julian Greth (Author), 2016, Legale Herrschaft, ihr Rechtsverständnis und ihre Legitimitätsgeltung. Theorien von Max Weber, Niklas Luhmann und Hans Kelsen im Vergleich, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/359230