Im Laufe des Proseminars wurden viele interessante Vorträge über aktuelle Akteure und Fragen der internationalen Politik abgehalten. Das Thema über die „ North Atlantic Treaty Organization 1 “ und dessen Selbstverständnis nach Beendigung des Ost-West-Konflikts hat mich besonders angesprochen. Aus diesem Grund habe ich mich auch entschlossen, die Proseminararbeit nicht über mein eigentliches Thema - der zweite Irakkrieg aus völkerrechtlicher Perspektive - zu verfassen, sondern über die Rolle der NATO nach dem Ende des Kalten Krieges. Ich werde versuchen, die in der Arbeit untersuchten Aspekte anhand der neorealistischen Theorie zu erklären. [...]
Inhaltsverzeichnis
- 1. EINLEITUNG
- 1.1 Zentrale Fragestellung
- 1.2 Die Entwicklungen seit Ende des Kalten Kriegs
- 2. DER WEG ZUR NATO-OSTERWEITERUNG
- 2.1 Aufnahmekriterien und Beitrittszeitpunkte
- 2.2 Spezifika der Osterweiterungen
- 3. OSTERWEITERUNG: PRO UND CONTRA
- 3.1 Die strategische Wichtigkeit der Osterweiterung
- 3.2 Was sprach gegen die Ausweitung des Bündnisses?
- 3.3 Wer profitiert durch die Erweiterungsschritte?
- 4. EINE AMBIVALENTE BEZIEHUNG: DAS VERHÄLTNIS ZWISCHEN DEN USA UND DEN EUROPÄISCHEN PARTNERN
- 5. THEORETISCHER RAHMEN
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Arbeit befasst sich mit der Rolle der NATO nach dem Ende des Kalten Krieges, insbesondere mit der NATO-Osterweiterung. Sie analysiert die Gründe für die Erweiterung, die strategische Bedeutung der Aufnahme neuer Mitglieder, die Auswirkungen auf die europäische Sicherheitsstruktur und die Ambivalenz im Verhältnis zwischen den USA und den europäischen Partnern.
- Die NATO-Osterweiterung als sicherheitspolitische Notwendigkeit oder Machtspiel der USA?
- Die Vorteile und Nachteile der Erweiterung der NATO auf 26 Mitgliedsstaaten.
- Die Auswirkungen der NATO-Osterweiterung auf die europäische Sicherheitsstruktur.
- Die Rolle des US-amerikanischen Einflusses auf die Erweiterung.
- Die Entwicklung der NATO und ihrer neuen Funktionen nach dem Ende des Kalten Krieges.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Arbeit beleuchtet die zentrale Fragestellung nach der Notwendigkeit der NATO-Osterweiterung und der Auswirkungen des Kalten Krieges auf die Entwicklung der NATO.
2. Der Weg zur NATO-Osterweiterung: Dieses Kapitel untersucht die wichtigsten Schritte der Osterweiterung, die Aufnahmekriterien und die Beitrittszeitpunkte der neuen Mitglieder. Es beleuchtet die unterschiedlichen Positionen von Deutschland, den USA, Großbritannien und Frankreich sowie die Rolle des PfP-Programms.
3. Osterweiterung: Pro und Contra: Dieses Kapitel analysiert die strategische Bedeutung der Osterweiterung, die Argumente gegen die Erweiterung und die potenziellen Profiteure der Erweiterungsschritte.
4. Eine ambivalente Beziehung: Das Verhältnis zwischen den USA und den europäischen Partnern: Dieser Abschnitt beleuchtet die Spannungen und Herausforderungen im Verhältnis zwischen den USA und den europäischen Partnern im Kontext der NATO-Osterweiterung.
Schlüsselwörter
NATO-Osterweiterung, Kalter Krieg, europäische Sicherheitsstruktur, Machtspiel, USA-Einfluss, PfP-Programm, Aufnahmekriterien, Beitrittszeitpunkte, strategische Bedeutung, Vorteile, Nachteile, Ambivalenz.
Häufig gestellte Fragen
Warum wurde die NATO nach dem Kalten Krieg erweitert?
Die Osterweiterung diente der Stabilisierung Osteuropas, der Integration ehemaliger Ostblockstaaten in westliche Sicherheitsstrukturen und der Ausweitung des strategischen Einflusses der NATO.
Was waren die Kriterien für einen NATO-Beitritt?
Beitrittskandidaten mussten demokratische Standards erfüllen, ihre Militärstrukturen an NATO-Standards anpassen und einen Beitrag zur kollektiven Sicherheit leisten können.
Welche Rolle spielten die USA bei der Erweiterung?
Die USA waren die treibende Kraft hinter der Osterweiterung, oft motiviert durch neorealistische Machtinteressen und den Wunsch nach einer stabilen, US-geführten Sicherheitsarchitektur in Europa.
Was sprach gegen die Erweiterung des Bündnisses?
Kritiker warnten vor einer Provokation Russlands, einer Verwässerung der Entscheidungsstrukturen innerhalb der NATO und hohen Kosten für die Integration der neuen Mitglieder.
Was ist das „Partnership for Peace“ (PfP) Programm?
Das PfP-Programm diente als Vorstufe zur Mitgliedschaft und ermöglichte es Nicht-NATO-Staaten, militärisch mit dem Bündnis zu kooperieren und Vertrauen aufzubauen.
- Quote paper
- Maximilian Ghetta (Author), 2004, Die Rolle der NATO nach dem Ost-West-Konflikt, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/35701